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Trump droht eine Krise am Anleihemarkt, höhere Inflation und geringeres Wachstum zu provozieren. Für Trumps Republikaner wäre das bei den Zwischenwahlen fatal, meint Desmond Lachman. Mehr Wagniskapital ermöglicht mehr Wachstum. Das nötige Kapital aber haben in Deutschland nur die Superreichen. Wir sollten sie deshalb nicht vergraulen, mahnt Wolfram F. Richter.
Die schlimmsten Befürchtungen werden jetzt schon Realität. Die Turbulenzen bedrohen die Weltwirtschaft. Europa ist besonders gefährdet, warnt Carolyn Kissane. Statt den Mangel zu verwalten, sollte die Politik wieder Eigeninitiative ermöglichen. Ökonom Alexander Pöschl und Idealo-Mitgründer Martin Sinner schlagen dafür vier Reformen vor. Der Schockeffekt und die Missachtung von Normen verkörpern Trumps persönliches und politisches Credo: Regeln sind aus Sicht des US-Präsidenten etwas für Dummköpfe, meint Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoglu.
Die Lage um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit ist so ernst, dass Deutschland Gefahr läuft, seiner globalen Verantwortung in der Klimapolitik nicht mehr gerecht werden zu können. Christian Lindner hat daher einen sofort umsetzbaren Plan präsentiert, um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Es ist ein Angebot an die Koalitionspartner, gemeinsam etwas Großes zu schaffen, indem wir die deutsche Wirtschaftspolitik wieder an den Prinzipien der erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft ausrichten und mit einer Klimapolitik verbinden, die Wachstum nicht... » Lesen Sie auch: Niederlande verpassen Umweltinstitut zufolge EU-Klimaziele Wenn wir den deutschen Sonderweg beenden, können wir den gleichen Klimaschutzeffekt für sehr viel weniger Geld erreichen. Anstatt als Vorreiter einer teuren und ineffizienten Dekarbonisierung zu gelten, soll Deutschland wieder zum Vorbild für erfolgreichen Klimaschutz werden.
Denn Deutschland trägt nicht nur eine Verantwortung für den Klimaschutz, sondern hat vor allem auch das Potenzial, einen bedeutenden Beitrag zur Lösung dieser Menschheitsaufgabe zu leisten. Antisemitismus lebt nicht nur von Hass, sondern immer auch von Wegsehen, von Schweigen und dem Wunsch, sich nicht positionieren zu müssen. Statt Whatsapp-Nachrichten, die nicht ankommen, ein Brief an die Menschen in Iran. Einer, der ihren großen Mut preist und den schrecklichen Kleinmut des Westens voller Scham beim Namen nennt. Der Angriffskrieg in der Ukraine dauert nun länger als der Große Vaterländische Krieg Russlands gegen Nazideutschland. Putin ist es egal, wie viele Menschen für seinen Sieg noch sterben müssen.
Wenn der Kampf gegen einen Aggressor den Alltag dominiert, kann man sich schwer für Umweltschutz und Gerechtigkeit einsetzen. Die Zeit ist reif, unser Verständnis von Nachhaltigkeit zu erweitern. Einen größeren Angriff als den der USA hat Venezuela noch nie erlebt. Die krisenerprobte Bevölkerung muss jetzt in noch größerem Chaos weitermachen. Ein Lagebericht. Digitale Daseinsvorsorge – Wie Deutschland wirtschaftlich in der Champions League bleibt
Laut einer repräsentativen Umfrage des Bitkom will im Jahr 2023 jedes dritte der befragten Unternehmen wegen der aktuellen wirtschaftlichen Situation die Investitionen in Digitalisierung zurückfahren. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, bei der Digitalisierung von Prozessen und Infrastrukturen voranzukommen, um im internationalen Wettbewerb den Vorsprung weiter auszubauen. Wie kann die Politik dabei unterstützen, wenn sich Verwaltungsorgane selbst noch digitalisieren müssen? Mit der Datenstrategie der Bundesregierung soll nun mehr Austausch passieren und die Infrastruktur weiter gefördert werden. Zweifelsohne liegen viele ungenutzte Potenziale für Synergien zwischen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand. Wie Unternehmen und Verwaltung nun zusammenarbeiten sollten, möchten wir am Dienstag, den 22.11.22 in Berlin gemeinsam mit Ihnen und renommierten Expert:innen aus Politik und Wirtschaft diskutieren.
Hämmern, klopfen und sägen – das hat zunächst nicht wirklich etwas mit der Digitalisierung zu tun. HORNBACH zeigt, dass sich hier viel lernen lässt: Das Unternehmen macht vor, wie sich eine klassisch-stationäre Branche auf Digitalkurs bringen lässt. Wie Menschen, Prozesse und Technologien bei HORNBACH diese Innovationssprünge möglich machen und was das mit dem Arbeitsplatz der Zukunft zu tun hat, erfahren Sie in der nächsten Session von „Pioniere des Wandels“ von Slack... Der Wind weht der deutschen Wirtschaft ins Gesicht. Politische Krisen in der Welt und strukturelle Umbrüche durch Digitalisierung und Dekarbonisierung stellen unsere exportorientierte Industrie vor große Herausforderungen. Das „Geschäftsmodell Deutschland“ – billiges Gas aus Russland, preisgünstige Vorprodukte aus China, hochwertige Exporte in alle Welt und Sicherheitsgarantien durch die USA – ist Vergangenheit.
Steigende Insolvenzzahlen, zunehmende Arbeitslosigkeit, stagnierende Produktivität und eine sinkende Wirtschaftsleistung sind Ausdruck einer Volkswirtschaft, die immer weiter an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Wir müssen uns neu aufstellen, und zwar in allen wesentlichen Bestandteilen unserer Wirtschaftspolitik. Innovation: In Zeiten des Umbruchs sind Ideen, Initiative und Mut notwendig. Ein Übermaß an Bürokratie steht solchen Energien des Aufbruchs entgegen. Wir brauchen ein sofortiges Belastungsmoratorium und einen nachfolgenden, wirkungsvollen Bürokratieabbau vor allem in der Europäischen Union (EU). Damit muss Europa jetzt beginnen, zu Beginn der Amtszeit der neuen Kommission.
Deutschland ist im dritten Jahr der Rezession. Wirklich? Landläufig spricht man von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) saison- und kalenderbereinigt zwei Quartale nacheinander schrumpft. Diese Daumenregel geht auf Julius Shiskin zurück, der 1974 in der „New York Times“ darauf abstellte. Bei zwei Jahren mit einer Schrumpfung des BIP, wie sie Deutschland gerade erlebt hat, ist die Bezeichnung Rezession daher naheliegend. Bei aller Schätzunsicherheit, jenseits der zuweilen durchaus kräftig ausfallenden Revisionen des BIP, ist dies aber nicht korrekt.
Betrachtet man die Quartalsverläufe des BIP seit 2022, so erkennt man eine Bewegung um die Nulllinie. Die deutsche Wirtschaft stagniert und dürfte im Jahr 2025 weiterhin in der Stagnation verharren. Das ist keine gute Nachricht, aber keine Krise wie die Finanz- oder Coronakrise. Diese Spitzfindigkeiten haben wirtschaftspolitische Konsequenzen. Das aktuelle konjunkturelle Umfeld ist durch Störungen auf der Angebotsseite bestimmt, weniger durch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Dies lässt sich mit den seit 2022 beobachtbaren hohen Energiepreisen leicht veranschaulichen.
Deutlicher wird die Angebotsschwäche aber angesichts der in der ganzen Breite unterbleibenden privaten Investitionen im Inland. Deutsche Unternehmen investieren wegen zu hoher Kosten im Inland zu wenig, um die deutsche Wirtschaft ins Laufen zu bringen. Trotz gedämpfter konjunktureller Entwicklungen in anderen OECD-Ländern ist es hierzulande besonders schlecht. Unsere digitale Souveränität ist existenziell. Ob soziale Netzwerke, E-Commerce oder KI-Assistenten – wir verbringen täglich vier bis fünf Stunden in diesem Informationsraum. Deshalb müssen wir ihn ordnen, gestalten, regulieren.
Europa hat diese Aufgabe angenommen: Zwischen 2022 und 2024 wurden unsere digitalen Grundgesetze – DSA, DMA, Data Act und AI Act – mit überwältigender Mehrheit im Europaparlament und einstimmig im Rat verabschiedet. Sie bilden das Schutzgerüst für Kinder, Bürger, Unternehmen und Demokratien vor den vielfältigen Risiken des digitalen Zeitalters. Dieses Regelwerk spiegelt unsere grundlegenden Werte und rechtsstaatlichen Prinzipien wider – und ist weltweit das ausgereifteste. Darauf kann Europa stolz sein. Unser großer digitaler Binnenmarkt steht allen offen, doch wer ihn nutzen will, muss unsere Regeln einhalten. Keine Angst vor Klarheit: Kein Respekt vor dem Recht – kein Zugang zum Markt.
So verfahren auch unsere großen Partner. Die USA oder China setzen ihre Gesetze schließlich auch nicht außer Kraft, um uns entgegenzukommen. Wenden wir unsere Regeln also entschlossen an. Das ist der erste Ausdruck europäischer digitaler Souveränität. Amerikas Krieg ist Europas Problem. Je länger die Eskalation am Golf andauert, desto stärker steigt das Risiko für die Europäer – und die Rendite für Wladimir Putin.
Weil die Union für eine große Steuerreform womöglich einen höheren Spitzensteuersatz in Kauf nimmt, bricht ein Sturm der Entrüstung los. Dabei vergessen viele den entscheidenden Faktor. Die Rechnung aus den Reihen der CDU ist bequem: Was unten fehlt, soll oben geholt werden. Der Kanzler sollte die Debatte schnellstmöglich mit einem Machtwort beenden. Die Weltöffentlichkeit ist gnadenlos: Plötzlich dreht sich alles um Iran, die Ukraine scheint vergessen. Für Kiew könnte das schmerzhafte Folgen haben.
Beim Streit zwischen dem Pentagon und Anthropic geht es um eine existenzielle Frage: Wer bestimmt die moralischen Regeln der Maschinen, die immer mehr Entscheidungen für uns treffen? Amerikas Krieg ist Europas Problem. Je länger die Eskalation am Golf andauert, desto stärker steigt das Risiko für die Europäer – und die Rendite für Wladimir Putin. Weil die Union für eine große Steuerreform womöglich einen höheren Spitzensteuersatz in Kauf nimmt, bricht ein Sturm der Entrüstung los. Dabei vergessen viele den entscheidenden Faktor. Die Rechnung aus den Reihen der CDU ist bequem: Was unten fehlt, soll oben geholt werden.
Der Kanzler sollte die Debatte schnellstmöglich mit einem Machtwort beenden. Die Weltöffentlichkeit ist gnadenlos: Plötzlich dreht sich alles um Iran, die Ukraine scheint vergessen. Für Kiew könnte das schmerzhafte Folgen haben. Aktuelle Daten zeigen, was seit Langem erwartet wurde: Das Erwerbspersonenpotenzial ist rückläufig. Die Politik ist gefordert, den drohenden Arbeitskräftemangel zu verhindern.
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