In Der Ölpreisfalle Warum Die Neue Spritpreis Regel Wenig Hilft Und

Emily Johnson
-
in der ölpreisfalle warum die neue spritpreis regel wenig hilft und

Die Politik reagiert mit einem Preissprung-Limit für Tankstellen und greift nach den Ölreserven. Doch Experten warnen: Die Ursachen für die steigenden Spritpreise liegen tiefer. Seit durch den Irankrieg der Konflikt um die Straße von Hormus, ein Nadelöhr des globalen Ölhandels, eskaliert, steigen die Ölpreise weltweit. Auch in Deutschland ziehen die Spritpreise an den Zapfsäulen an, teils stärker als in anderen EU-Staaten. Die Bundesregierung reagiert mit Eingriffen in den Tankstellenmarkt: Preise sollen künftig nur noch einmal täglich steigen, aber jederzeit gesenkt werden dürfen. Zudem greift der Staat nach der strategischen Ölreserve und prüft die Verschärfung der kartellrechtlichen Aufsicht.

Doch was sagen Wissenschaftler zu diesen Maßnahmen? Helfen die den Verbrauchern wirklich? Die Bundesregierung plant, einen Teil der Ölreserven des Landes freizugeben. Außerdem ist geplant, dass Spritpreis-Erhöhungen an Tankstellen bald nur einmal täglich möglich sind. Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) reagiert auf steigende Spritpreise und will Ölreserven freigeben. Außerdem sollen Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich anheben dürfen.

Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte und dass der durch den Krieg ausgelöste rasante Ölpreisanstieg abgefedert wird. Die IEA hatte am Dienstag wegen der angespannten Lage an den Ölmärkten eine Sondersitzung abgehalten. Es gehe darum, die aktuelle Versorgungssicherheit und die Marktbedingungen zu beurteilen, was Einfluss auf eine folgende Entscheidung über die mögliche Freigabe von nationalen Ölreserven habe, hieß es von der IEA.

Agenturchef Fatih Birol habe das Treffen mit den Regierungen der IEA-Mitgliedstaaten einberufen. Gegen die hohen Spritpreise plant die Regierung neue Maßnahmen. Sie will nur noch eine Preiserhöhung pro Tag erlauben und teilweise Ölreserven freigeben. ZDFheute live analysiert. In unseren Faktenchecks und im TikTok-Kanal „Moment mal“ überprüfen wir virale Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Woher kommt eine Aussage?

Was ist falsch, was stimmt? Was kann belegt werden – und was ist eine Lüge? Kurz. Einordnend. Transparent. Friedrich Merz ist der zehnte deutsche Bundeskanzler und führt eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.

Wirtschaftlich und militärisch gehören die Vereinigten Staaten zu den mächtigsten Ländern der Erde, mit großem Einfluss auf das aktuelle Weltgeschehen. Nie war die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, so hoch wie heute. Wie gehen Deutschland und die Welt damit um? Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hier finden Sie Analysen, aktuelle Berichte, Hintergründe und Interviews zum Thema. Tankstellen dürfen bald ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, dafür bereitet die Bundesregierung nun schnell eine gesetzliche Regelung vor.

Die Bunderegierung wird zudem einen Teil der Ölreserven freigeben. Lesen Sie hier, wie es weitergeht. In Folge des Iran-Nahost-Konflikts und der Sperrung der Schifffahrtsroute von Hormus ist der Ölpreis auf dem Weltmarkt um etwa 30 Prozent gestiegen. Vor allem die stark gestiegenen Kraftstoffpreise in Folge des Iran-Nahost-Konflikts sorgen viele Menschen. Das Kabinett hat daher am 11. März eine Maßnahme beschlossen, um gegen die vielen Preiserhöhungen an den Tankstellen vorzugehen.

Die Bundesregierung wird schnellstens die erforderlichen rechtlichen Schritte auf den Weg bringen. Tankstellen in Deutschland sollen in Kürze nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich sein. Diese Maßnahme soll den vom Bundeskartellamt beobachteten „Rakete- und Feder-Effekt“ durchbrechen: Bisher stiegen Kraftstoffpreise bei steigenden Rohölpreisen oft sehr schnell, wogegen sie bei sinkenden Rohölpreisen nur langsam zurückgingen. Seit Jahresbeginn steigt der Preis für Benzin und Diesel an den Tankstellen. Doch was sind die Gründe für die Preissteigerung?

Im bundesweiten Tagesmittel lag der Preis für Super E10 Anfang Februar 2026 bei rund 1,75 Euro je Liter, Diesel bei rund 1,73 Euro. Beide Werte liegen über dem Januar-Niveau und markieren eine weitere Verteuerung zu Jahresbeginn. Naheliegend ist die Annahme, dass vor allem der Rohölpreis für diese Entwicklung verantwortlich ist. Schließlich gilt seit Jahren die einfache Gleichung: Steigt der Ölpreis, steigt auch der Spritpreis. Doch ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Zusammenhang komplexer ist. Der Brent-Rohölpreis bewegt sich 2026 überwiegend zwischen 60 und 70 US-Dollar je Barrel.

Historisch betrachtet ist das kein Extremwert. 2022 lag Brent zeitweise deutlich über 100 US-Dollar je Barrel, 2020 fiel der Preis während der Pandemie zeitweise unter 30 US-Dollar. Das aktuelle Niveau liegt damit im mittleren Bereich der vergangenen Dekade. Rechnet man das Barrel konsequent in Liter um, wird die Größenordnung greifbarer. Ein Barrel enthält 159 Liter. Bei 65 US-Dollar je Barrel und einem Wechselkurs von rund 1,10 US-Dollar je Euro entspricht das etwa 59 Euro pro Barrel oder rund 37 Cent Rohölwert pro Liter.

Bei einem Zapfsäulenpreis von rund 1,75 Euro entfällt damit weniger als ein Viertel des Endpreises auf das Rohöl selbst. Selbst ein Rückgang um zehn US-Dollar je Barrel würde den Literpreis rechnerisch nur um etwa fünf bis sechs Cent verändern. Damit wird deutlich: Der Rohölpreis wirkt, bestimmt den Endpreis jedoch nur begrenzt. Entscheidend sind mehrere Ebenen der Preisbildung. Die Bundesregierung plant neue Regeln für Tankstellenpreise und gibt zugleich einen Teil der nationalen Ölreserve frei. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stellte Pläne vor, nach denen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise künftig nur noch einmal pro Tag erhöhen dürfen.

Deutschland könnte sich dabei am Modell Österreichs orientieren, wo Preissteigerungen nur einmal täglich erlaubt sind, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben. Für die Umsetzung wäre laut Reiche eine Änderung des Kartellrechts notwendig. Die Bundesregierung prüft nach eigenen Angaben, wie sich eine entsprechende Regel möglichst schnell in ein laufendes Gesetzgebungsverfahren integrieren lässt. Parallel wird innerhalb der Koalition über das weitere Vorgehen beraten. Zusätzlich kündigte die Bundesregierung an, einen Teil der nationalen Ölreserve freizugeben. Hintergrund sind stark gestiegene Ölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und der derzeit eingeschränkten Passage durch die Straße von Hormus.

Laut Reiche gebe es zwar keine physische Knappheit, jedoch Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne an den Märkten. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen einer koordinierten Aktion der Internationalen Energieagentur. Insgesamt sollen laut Empfehlung rund 400 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Reserven freigegeben werden. Deutschland will nach Angaben der Ministerin etwa 2,64 Millionen Tonnen beziehungsweise rund 19,5 Millionen Barrel beitragen. In Krisenzeiten zeigt sich, ob Unternehmen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft übernehmen. An den Tankstellen zeigt sich gerade, dass die Mineralölkonzerne das nicht tun.

Die Bundesregierung reagiert bislang nur mit Symbolpolitik - sie muss zu schärferen Mitteln greifen. In unsicheren Zeiten Preise zu erhöhen, um Rücklagen zu bilden oder Risiken abzufedern - geschenkt! Das ist Teil marktwirtschaftlicher Logik. Unternehmen reagieren auf Unsicherheit, sichern Margen und kalkulieren Risiken ein. Daran ist zunächst nichts Verwerfliches. Problematisch wird es aber dann, wenn eine Krise offenkundig genutzt wird, um Preise weit stärker zu erhöhen, als es die tatsächlichen Kosten rechtfertigen.

Dann hat das nichts mehr mit einer funktionierenden Marktwirtschaft zu tun, sondern mit dem Ausnutzen von Marktmacht. Denn Preisbildung über Angebot und Nachfrage funktioniert nur unter wirksamem Wettbewerb. Der politische Vorschlag, Tankstellenpreise künftig nur noch einmal am Tag ändern zu dürfen, wirkt da eher wie Symbolpolitik. Günstiger wird der Sprit dadurch nämlich nicht. Im Gegenteil: Im schlimmsten Fall setzen Anbieter ihre Preise morgens einfach vorsorglich höher an, um mögliche Schwankungen abzudecken. Das Grundproblem - die Höhe der Preise - bleibt bestehen.

Zwar sind die Spritpreise zuletzt wieder leicht gesunken, doch sie liegen weiterhin überdurchschnittlich hoch. Dabei zeigt ein genauer Blick auf die Marktmechanik, dass sich Tankstellenpreise teilweise vom eigentlichen Rohölpreis entkoppeln. Genau darauf weist das Bundeskartellamt seit Jahren hin - ohne jedoch klassische Preisabsprachen nachweisen zu können. Das liegt auch an der Struktur des Marktes. Mineralölkonzerne beobachten sich gegenseitig und reagieren blitzschnell auf Preisänderungen der Konkurrenz. Formale Absprachen braucht es dafür gar nicht.

Parallel steigende Preise können so auch ohne illegale Kartelle entstehen - mit ähnlicher Wirkung für Verbraucher. Tankstellen sollen nur noch einmal täglich ihre Preise für Benzin oder Diesel erhöhen dürfen. Die Wirtschaftsministerin plant zudem, einen Teil der nationalen Ölreserven freizugeben. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema. Berlin. Deutschland könnte dem Beispiel Österreichs folgen und den Betreibern von Tankstellen nur noch einmal pro Tag erlauben, die Preise zu erhöhen.

People Also Search

Die Politik Reagiert Mit Einem Preissprung-Limit Für Tankstellen Und Greift

Die Politik reagiert mit einem Preissprung-Limit für Tankstellen und greift nach den Ölreserven. Doch Experten warnen: Die Ursachen für die steigenden Spritpreise liegen tiefer. Seit durch den Irankrieg der Konflikt um die Straße von Hormus, ein Nadelöhr des globalen Ölhandels, eskaliert, steigen die Ölpreise weltweit. Auch in Deutschland ziehen die Spritpreise an den Zapfsäulen an, teils stärker ...

Doch Was Sagen Wissenschaftler Zu Diesen Maßnahmen? Helfen Die Den

Doch was sagen Wissenschaftler zu diesen Maßnahmen? Helfen die den Verbrauchern wirklich? Die Bundesregierung plant, einen Teil der Ölreserven des Landes freizugeben. Außerdem ist geplant, dass Spritpreis-Erhöhungen an Tankstellen bald nur einmal täglich möglich sind. Wirtschaftsministerin Reiche (CDU) reagiert auf steigende Spritpreise und will Ölreserven freigeben. Außerdem sollen Tankstellen ih...

Deutschland Gibt Einen Teil Der Nationalen Ölreserven Frei. Hintergrund Sind

Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte und dass der durch den Krieg ausgelöste rasante Ölpreisanstieg abgefedert wird. Die IEA hatte am Dienstag wegen der angespan...

Agenturchef Fatih Birol Habe Das Treffen Mit Den Regierungen Der

Agenturchef Fatih Birol habe das Treffen mit den Regierungen der IEA-Mitgliedstaaten einberufen. Gegen die hohen Spritpreise plant die Regierung neue Maßnahmen. Sie will nur noch eine Preiserhöhung pro Tag erlauben und teilweise Ölreserven freigeben. ZDFheute live analysiert. In unseren Faktenchecks und im TikTok-Kanal „Moment mal“ überprüfen wir virale Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Wohe...

Was Ist Falsch, Was Stimmt? Was Kann Belegt Werden –

Was ist falsch, was stimmt? Was kann belegt werden – und was ist eine Lüge? Kurz. Einordnend. Transparent. Friedrich Merz ist der zehnte deutsche Bundeskanzler und führt eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.