K 24 Evangelisches Jugendwerk In Württemberg 1863 1869 Wkgo
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war auch im Süden und im Südwesten Deutschlands das Bedürfnis nach einem überregionalen Zusammenschluss der in der evangelischen Vereinsarbeit tätigen jungen Frauen und jungen Männer groß geworden. 1869 schlossen sich die Jünglingsvereine zum Süddeutschen Evang. Jünglingsbund und 1898 die Jungfrauenvereine zum Bund der Evang. Jungfrauenvereine in Württemberg zusammen. Der Bund der Evang.
Jungfrauenvereine wurde 1914 in Evang. Verband zur Pflege der weiblichen Jugend Württembergs und 1919 in Evang. Verband für die weibliche Jugend Württembergs e.V. umbenannt. 1925 wurde auch der Name des Jünglingsbundes geändert. Er hieß fortan Württembergischer Evang.
Jungmännerbund e.V. Die beiden Verbände waren Mitglied im Evang. Verband für die weibliche Jugend Deutschlands e.V. bzw. im Reichsverband der Evang. Jungmännerbünde Deutschlands e.V.Im Dezember 1933 wurde die evangelische Jugend durch den Vertrag des Reichsbischofs Ludwig Müller mit dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach unter Protest der Jugendverbände in die Hitlerjugend eingegliedert.
Die unter 18jährigen Mitglieder mussten auf staatlichen Befehl hin die Verbände verlassen. Die Württembergische Landeskirche richtete 1934 die Landesjugendstelle ein, durch die alle Arbeit an den 10-18jährigen erfolgte. 1940 wurde der Württ. Evang. Jungmännerbund e.V. als Evang.
Jungmännerwerk in die unmittelbare landeskirchliche Arbeit aufgenommen.Im Zuge der Neuordnung der Jugendarbeit wurde 1946 das Evang. Jugendwerk in Württemberg gegründet, das in das Evang. Jungmännerwerk und das Evang. Mädchenwerk unterteilt war. Beide Werke haben ihren Dienst selbständig im Auftrag der Landeskirche wahrgenommen. 1971 erfolgte die Fusion beider Werke.
Das Jugendwerk ist in Bezirke gegliedert, die in der Regel das Gebiet eines Kirchenbezirks umfassen.Das Mädchen- und Jungmännerwerk haben von Beginn an in der Verkündigung des Glaubens unter jungen Menschen und in der Förderung... Vereine und Verbände (CVJM, Eichenkreuz, Evang. Jugend auf dem Lande, Christliche Pfadfinderschaft u.a.) können sich seit den Anfängen unter Wahrung ihrer eigenen Arbeitsformen korporativ dem Jugendwerk anschließen. Die gemeinsamen Interessen der Mitglieder sollen gewahrt, ihre Verbindung untereinander und ihr Zusammenhalt sollen gefördert werden. Dies geschah und geschieht insbesondere durch die Unterhaltung von Jugend- und Vereinshäusern, die Veranstaltung von Mädchen-, Jungmänner-, Jugendtagen und Freizeiten, die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Jugendwarte, Jugendsekretärinnen u.a.) sowie durch die Herausgabe von... Außerdem hat sich das Mädchen- und Jungmännerwerk der besonderen Lebenssituation von jungen Frauen durch die Einrichtung des Arbeiterinnendienstes und des Lern- und Dienstjahres sowie von jungen Männern durch die Unterhaltung von Soldatenheimen und Lehrlingswohnheimen...
Im Auftrag des Außenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland organisierte das Jugendwerk seit ca. 1960 die Campingmission am Gardasee. Das Jugendwerk ist Mitglied im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. und im CVJM-Weltbund. Aus diesen Mitgliedschaften leiteten sich auch verschiedene Aufgabenbereiche ab. Bei der 100-Jahresfeier des CVJM-Weltbundes wurde 1955 die 1%-Gemeinschaft gegründet.
Damals verpflichteten sich junge Männer, 1% ihres Einkommens für andere zu geben. Die Verwendung der Gelder im Jugendwerk in Württemberg lag in der Verantwortung des Arbeitskreises Weltdienst. Im Rahmen des CVJM-Weltdienstes war das Jugendwerk in den sechziger Jahren für die Bruderschaftsarbeit in Nigeria zuständig. Am 10. Juni 2010 wurde das Archiv des Evangelischen Jugendwerkes in Württemberg zur Verwahrung und Verwaltung an das Archiv der Evangelischen Landeskirche in Württemberg abgegeben und von Dr. Bertram Fink neu aufgebaut und erschlossen.
Der Bestand K 24 - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg umfasst die Überlieferung der Jugendarbeit seit der Entstehung der Jungfrauen- und Jünglingsvereine in Württemberg von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Fusion von Mädchen- und Jungmännerwerk im Jahr 1971 (1863-1983).K 24 gliedert sich in die beiden Sektionen Weibliche Jugend (Teil 1) und Männliche Jugend (Teil 2). Auf das Mädchenwerk entfallen 301, auf das Jungmännerwerk 789 der insgesamt 1090 Bestellnummern. Bei der Erschließung wurde die Mehrfachüberlieferung beseitigt. Die Unterlagen zu den Häusern und Bauprojekten wurden nahezu vollständig belassen. Zahlreiche Archivalien des Jungmännerbundes sind mit der Zerstörung des Stuttgarter Bundeshauses in der Bombennacht des 12./13.9.1944 vernichtet worden.Ein Teil des Archivs war schon einmal summarisch verzeichnet (Titelaufnahmen) und klassifiziert worden (Periodika - Freizeiten -...
Im Unterschied zur ersten Verzeichnung wurde beim Neuaufbau des Archivs im Landeskirchlichen Archiv zwischen Archiv- und Bibliotheksgut unterschieden. Die Bücher und Zeitschriften wurden der Landeskirchlichen Zentralbibliothek übergeben. Bei der Neuverzeichnung sind alle vorhandenen Archivalien vertieft erschlossen worden (Titelaufnahme, Umfang, Enthält-Vermerk, Laufzeit). Der umfangreiche Fotobestand und auch das Museumsgut von Mädchen- und Jungmännerwerk wurden mit erfasst. Bei vielen Fotos fehlten allerdings die Datierungen.Die Überlieferung beider Teile ist nach Hauptgattungen und nach Sammlungen geordnet.A. Bände.
Akten. Rechnungsunterlagen B. NachlässeC. FotoarchivD. PlakatesammlungE. Museale SammlungDie weitere Klassifizierung folgt den Strukturen und Aufgabenbereichen des Jugendwerkes.
Eine Besonderheit im Bestand ist die Sammlung der Feldpostbriefe an den Landesjugendpfarrer Dr. Manfred Müller aus dem Zweiten Weltkrieg.Aus konservatorischen Gründen werden die Fotos, großformatige Plakate und das Museumsgut im Fotoarchiv, in der Plakatesammlung und der musealen Sammlung des Landeskirchlichen Archivs aufbewahrt. Sie haben daher eine zweite Bestellnummer erhalten.Für die Recherche stehen das Inhaltsverzeichnis (Klassifikation) und der Index zur Verfügung. Indiziert sind zentrale Begriffe der Titelaufnahmen und der Enthält-Vermerke, sofern diese nicht in der Klassifikation genannt werden. Über die Ordnungsnummern im Index gelangt man zu den Titeln mit den Bestellnummern. Es empfiehlt sich, mit der Recherche in der Klassifikation zu beginnen, und die Suche dann im Index fortzusetzen.Die Archivalien können im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs zu den Öffnungszeiten eingesehen werden.
Aufgrund personenbezogener Daten mussten verschiedene Bestellnummern mit Sperrfristen versehen werden.Das Vorwort für die Teile III. bis VI. folgt 2018. - Dokumentation: Blick zurück nach vorn. 100 Jahre Evang. Mädchenarbeit in Württemberg, hrsg.
vom Evang. Jugendwerk in Württemberg, Filderstadt 1999.- Woher - Wohin. Aus 90 Jahren Jungmännerarbeit in Württemberg, hrsg. von Immanuel Pfizenmaier, Stuttgart 1959.- Selbständig miteinander unterwegs, hrsg. von Rainer Kiess, Stuttgart-Vaihingen 1966. Bericht über die Entwicklung der Arbeit an der weiblichen Jugend 1876-1925 (Manuskript) (o.D.) Bestellnummer: LKAS-K024-64 Vorsignatur: 1-10 Provenienz: Evangelisches Mädchenwerk Umfang: 0,5 cm
Vorgeschichte und Anfänge des Evang. Verbandes für die weibliche Jugend Württembergs e.V. (1916-1920, 1945-1959) Bestellnummer: LKAS-K024-16 Vorsignatur: 2-20 Provenienz: Evangelisches Mädchenwerk Umfang: 0,5 cm Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen.
In unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen. Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern. Einleitung Die einleitende Geschichte des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw) will eine Hilfestellung zur Benutzung des Bestandes K 24 im Landeskirchlichen Archiv Stuttgart sein. Da es noch keine wissenschaftliche historische Gesamtdarstellung zur Geschichte der evangelischen Jugendarbeit gibt, kann sie nicht die Entwicklung sämtlicher Aufgabenfelder abdecken. Sie kann künftig durch die Erfassung und Auswertung weiterer Archivalien des wachsenden Bestandes K 24 inhaltlich ergänzt werden. Evangelische Jugendarbeit hat den kirchlichen Auftrag, junge Menschen zu Jesus Christus zu führen, damit sie auf der Grundlage des Evangeliums ihr Leben verantwortungsvoll gestalten können.
Der Auftrag ist und bleibt durch die Jahrzehnte und Jahrhunderte hindurch derselbe. Evangelische Jugendarbeit muss sich daher mit den Strukturen und herausfordernden Veränderungsprozessen in Kirche und Gesellschaft stets auseinandersetzen, um diese Aufgabe immer wieder neu erfüllen zu können. Das 19. Jahrhundert war durch tiefgreifende Veränderungen im Wirtschafts- und Arbeitsleben vieler Menschen geprägt. Besonders in den größeren Städten führte die Industrielle Revolution zu zahlreichen sozialen Problemen; die traditionellen Familienbande lockerten sich und lösten sich gar auf; junge Menschen verließen ihre Heimatgemeinden, um andernorts Arbeit zu suchen oder... Begleitet wurde dieser fundamentale Wandlungsprozess von einer Liberalisierung des Vereinsrechts.
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war auch im Süden und im Südwesten Deutschlands das Bedürfnis nach einem überregionalen Zusammenschluss der in der evangelischen Vereinsarbeit tätigen jungen Frauen und jungen Männer groß geworden. 1869 schlossen sich die Jünglingsvereine zum Süddeutschen Evang. Jünglingsbund und 1898 die Jungfrauenvereine zum Bund der Evang. Jungfrauenvereine in Württemb...
Jungfrauenvereine Wurde 1914 In Evang. Verband Zur Pflege Der Weiblichen
Jungfrauenvereine wurde 1914 in Evang. Verband zur Pflege der weiblichen Jugend Württembergs und 1919 in Evang. Verband für die weibliche Jugend Württembergs e.V. umbenannt. 1925 wurde auch der Name des Jünglingsbundes geändert. Er hieß fortan Württembergischer Evang.
Jungmännerbund E.V. Die Beiden Verbände Waren Mitglied Im Evang. Verband
Jungmännerbund e.V. Die beiden Verbände waren Mitglied im Evang. Verband für die weibliche Jugend Deutschlands e.V. bzw. im Reichsverband der Evang. Jungmännerbünde Deutschlands e.V.Im Dezember 1933 wurde die evangelische Jugend durch den Vertrag des Reichsbischofs Ludwig Müller mit dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach unter Protest der Jugendverbände in die Hitlerjugend eingegliedert.
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Die unter 18jährigen Mitglieder mussten auf staatlichen Befehl hin die Verbände verlassen. Die Württembergische Landeskirche richtete 1934 die Landesjugendstelle ein, durch die alle Arbeit an den 10-18jährigen erfolgte. 1940 wurde der Württ. Evang. Jungmännerbund e.V. als Evang.
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Jungmännerwerk in die unmittelbare landeskirchliche Arbeit aufgenommen.Im Zuge der Neuordnung der Jugendarbeit wurde 1946 das Evang. Jugendwerk in Württemberg gegründet, das in das Evang. Jungmännerwerk und das Evang. Mädchenwerk unterteilt war. Beide Werke haben ihren Dienst selbständig im Auftrag der Landeskirche wahrgenommen. 1971 erfolgte die Fusion beider Werke.