Karriere Wertschätzung Im Büro Fem Magazin De

Emily Johnson
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karriere wertschätzung im büro fem magazin de

Wertschätzung im Büro kann den Erflog der Mitarbeitenden steigern. Wie du im Büro Lob und Komplimente richtig verteilst. „Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter nachhaltig!“ lautet ab sofort die Devise für einen guten Umgang im Büro. Denn: Komplimente erhellen den Arbeitsalltag. Freundliche, ernst gemeinte Worte erhalten nicht nur die Freundschaft sondern stärken auch die Beziehung zu Kolleg:innen im Büro. Wertschätzt man gegenseitig die Arbeit, das Vorgehen, das Teamverhalten, so wirkt sich dies außerordentlich positiv auf das Arbeitsklima aus.

Freundlich gestimmte Kollegen sind viel lieber gesehen als missmutige mit langen Mienen. Dankbarkeit gegenüber der Leistung des anderen wirkt wahre Wunder und schweißt zusammen. Laut Wirtschaftsmagazinen sorgt Loben der Mitarbeiter:innen für langfristige Zufriedenheit. Sogar eine Gewinnsteigerung lässt sich für das Unternehmen verbuchen, wenn die Arbeitnehmer gut motiviert werden und in ihrer Arbeit und Leistung bestärkt werden. Egal ob außergewöhnliche Leistungen, Arbeitswille oder das Lösen eines schwierigen Problems – das Lob sollte unbedingt erfolgen. Lob ist reinste Motivation und sympathisch obendrein.

Auch wer zur schüchternen, zurückhaltenden Sorte gehört, kann Lob schriftlich verteilen. Ob per Mail, Teams, Slack oder welche Kommunikationsform bei dir im Büro auch benutzt wird, schriftlich lässt sich ein Lob schnell runtertippen, freut den*die Empfänger*in aber nicht weniger. Falls du es also noch nicht gewohnt bist, Lob in Person zu vergeben, ist es ein erster Schritt, sie niederzuschreiben. Im Büro sind alle immer wahnsinnig nett, es fällt kein hartes Wort mehr. Fühlen sich deshalb alle wohl? Mitnichten.

Denn wenn Wertschätzung zum Selbstzweck wird, verliert sie jeden Wert. Na, heute schon gelobt? Oder gelobt worden? Vermutlich nicht. Es ist ja Wochenende, da arbeitet die Mehrzahl der Deutschen nicht. Und inzwischen scheint nun mal die Arbeit, zumal das Büro, zum Ort geworden zu sein, an dem am meisten gelobt wird, egal wofür.

Die kleinste Wortmeldung im Meeting wird hier zum „spannenden Beitrag“, der halb ausgegorene Gedanke zur „wertvollen Anregung“. Es ist der Sound der schönen neuen Arbeitswelt: Alle sprechen stets überaus wertschätzend miteinander, es fällt kein hartes Wort – und oft genug ist nichts davon ehrlich gemeint, es spielen nur alle mit. Am Dienstag zeigt die Trump-Regierung unmissverständlich, was sie tut, wenn sie sich bloßgestellt fühlt: Auf einen Bericht, Amazon wolle ausweisen, welchen Anteil die Zollpolitik auf Preise habe, reagiert sie mit einer heftigen öffentlichen Attacke;... Wundern sollte sich darüber niemand. Am Wochenende sprach ich mit zwei Menschen, die im Krankenhaus arbeiten. Sie müssen nicht nur lange Schichten und etliche Überstunden leisten, sondern über vieles nachdenken, was für mich selbstverständlich ist: Mittagessen, Wasser, Kaffee.

„In der Wirtschaft lachen alle über Wasser und Obstkörbe“, sagte meine Gesprächspartnerin. „Was würde ich für einen Obstkorb geben!“ Viele HR-Verantwortliche berichten, dass Benefits wie kostenloses Wasser oder Snacks schnell als selbstverständlich angesehen werden. Wir gewöhnen uns an diesen Standard. Damit übersehen wir nicht nur Leistungen unseres Arbeitgebers, sondern auch die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen, die für uns ein leckeres Essen kochen oder die Snackbox liebevoll befüllen. Wann habe ich meiner Kollegin Ramona eigentlich zuletzt gesagt, wie gut mir ihr Cappuccino schmeckt?

Weiß Ali, wie schön es ist, ihn mittags zu treffen? Und meinen Kollegen am Empfang könnte ich auch mal wieder mitteilen, dass sie meinen Arbeitsplatz sofort ein paar Grad wärmer machen. Das denke ich nämlich recht häufig, wenn ich morgens in den Verlag komme. Vergangene Woche hat meine Kollegin Gesine Braun hier über wertschätzende Führung geschrieben. Aber Wertschätzung ist keine Einbahnstraße. Wir können in jeder Rolle einen Unterschied machen und dafür sorgen, dass andere sich wahrgenommen und gesehen fühlen.

Laut unseres Autors Zach Mercurio sind zwei Schritte wichtig, um Wertschätzung und ein Gefühl von Zugehörigkeit im Arbeitsalltag zu verankern: 51 % vs. 17 % – ein eklatanter Unterschied: Mehr als die Hälfte aller Führungskräfte glaubt, sie würden ihre Mitarbeitenden wertschätzen. Doch nur 17 % der Mitarbeitenden fühlen sich tatsächlich wertgeschätzt. Diese Lücke gefährdet Motivation, Gesundheit und Innovationskraft – und ist damit ein ernstzunehmendes Risiko für Unternehmen. Unwertgeschätzte Mitarbeitende ziehen sich häufig zurück, reduzieren Engagement und denken mitunter: „Mein Beitrag ist ja eh nicht wichtig“ – das blockiert Veränderungsbereitschaft und Kreativität.

Wertschätzung wirkt. Studien zeigen: Regelmäßige Wertschätzung steigert die Produktivität laut Achievers um bis zu 82 %. Unternehmen mit einer starken Anerkennungskultur verzeichnen zudem 31 % weniger Fluktuation. Wertschätzung fördert Loyalität: 81 % der Mitarbeitenden, die sich wertgeschätzt fühlen, lieben ihren Job und ihren Arbeitsplatz. Unter denen, die dies nicht empfinden, sind es lediglich 18 % (WorldatWork). Strategische Wertschätzung ist damit ein klarer Wettbewerbsvorteil: Beschäftigte, die qualitativ hochwertige und spezifische Wertschätzung erfahren, bleiben deutlich länger im Unternehmen.

Doch nur 22 % der Mitarbeitenden berichten aktuell von solch wirksamer Wertschätzung (Gallup). Beispiel zur Abgrenzung: Ein Bonus ist eine Anerkennungsleistung — er honoriert eine erbrachte Leistung. Wertschätzung ist hingegen persönlich und richtet sich an die ganze Person. Inhalt Zusammengefasst: Rund 77% der Change-Prozesse scheitern und nur 23% der Unternehmen berichten von erfolgreichen Change-Prozessen. Während eines Change-Prozesses müssen die Mitarbeitenden als wichtigste Ressource Inhalt zusammengefasst: Nach Phasen von Umbrüchen oder neuen Anforderungen reagiert das menschliche Gehirn besonders sensibel auf fehlende Orientierung.

Neurobiologisch besteht ein grundlegendes Bedürfnis nach Regelmäßigkeit Inhalt Zusammengefasst: Motivation ist kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern ein dynamischer, biologisch verankerter Prozess. Neurowissenschaftliche Forschung macht deutlich, dass Motivation stets kontextabhängig entsteht und davon abhängt, Mehr als jeder Zweite klagt über zu wenig Anerkennung im Job. Das trübt nicht nur das Büroklima, sondern kostet Unternehmen bares Geld. Fünf Tipps, wie Sie mehr Wertschätzung ins Büro bringen – und davon am Ende alle profitieren.

er Mensch lebt nicht von Brot allein – er braucht auch Anerkennung und Wertschätzung als „Futter für die Seele“. Das schreiben Hannelore und Markus Weidner in ihrem Buch „Anerkennung und Wertschätzung“. Vor allem im Beruf wünschen sich viele Menschen mehr positive Rückmeldungen vom Chef und von den Kollegen. Allerdings ist das Motto „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ scheinbar in Büro-Etagen der ganzen Republik verbreitet. Eine Umfrage des Jobportals Stepstone kam zu dem Ergebnis, dass in Deutschland besonders mit Anerkennung gegeizt wird. Hierzulande klagen 56 Prozent der Arbeitnehmer: „Ich denke nicht, dass meine Arbeit geschätzt wird.“

Bei unseren niederländischen Nachbarn beispielsweise sind nur elf Prozent dieser Auffassung. Das Autoren-Ehepaar Weidner sieht als Erklärung den falschen Gedankengang vieler Chefs: „Möglicherweise werden meine Mitarbeiter übermütig, wenn ich zu sehr lobe? Und überhaupt: Mich lobt ja auch keiner.“ Dabei trüben Defizite im zwischenmenschlichen Umgang nicht nur die Lebensfreude – sie kosten Unternehmen auch bares Geld. „Mit barschen Ansagen mag eine Führungskraft eine Zeit lang die gewünschten Ergebnisse erzielen“, schreiben die Weidners. Mittelfristig würde der Chef jedoch Mitarbeiter verlieren, die auch anderswo Chancen haben, und mit der Demotivation der Verbliebenen rechnen müssen.

Menschen, die sich wertgeschätzt fühlen, sind glücklicher und produktiver. Damit Lob und authentische, menschliche Begegnungen im Arbeitsalltag nicht zu kurz kommen, können Arbeitgeber feste Rituale einführen. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt. Auch wenn Wertschätzung und Menschlichkeit in vielen Betrieben bereits Teil der Unternehmenskultur sind, spüren das nicht alle Beschäftigten: Laut einer Forsa-Umfrage fühlen sich fast 60 Prozent der Beschäftigten in Deutschland unzureichend wertgeschätzt. Eine wertschätzende Kultur zu etablieren oder zu stärken, führt nachweislich zu weniger Fehlzeiten und langfristiger Mitarbeitendenbindung: Studien belegen seit Längerem, dass zu wenig Anerkennung am Arbeitsplatz der Produktivität schadet und das Risiko für Stress... Führungskräfte haben großen Einfluss darauf, wie wertgeschätzt sich ihre Mitarbeitenden fühlen.

Regelmäßiges, gut begründetes Lob ist hierbei ein so zentrales wie unterschätztes Werkzeug. Mindestens ebenso wichtig ist es, den einzelnen Angestellten aufzuzeigen, wie ihre Arbeit zu den Zielen des Unternehmens beiträgt. Denn das verdeutlicht die Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns. Wer das bei der Arbeit erlebt, hat auch weniger gesundheitliche Probleme und Fehltage, zeigte der Fehlzeitenreport 2023 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Wertschätzung bedeutet jedoch auch, Mitarbeitende unabhängig von ihrer Leistung im Betrieb als Menschen mit Gefühlen sowie Wünschen, Hobbys und Familie wahrzunehmen. Echtes Interesse am anderen ist die Grundvoraussetzung für ein gutes soziales Miteinander am Arbeitsplatz – und damit auch für das psychische Wohlbefinden der Belegschaft.

Alle, die arbeiten, wollen gesehen und anerkannt werden. Aber manche Chefs bekommen es einfach nicht hin. Der Kollege erzählt in der Kaffeepause, dass sein Vorgesetzter eine Analyse, die er erarbeitet habe, als sein Werk vorgestellt und dafür großes Lob vom Management erhalten habe. Er verdreht die Augen, seine Zuhörer nicken solidarisch. „Geringschätzung ist verletzend“, sagt Michael Knoll, Arbeitspsychologe an der Uni Leipzig. Es sei wichtig, von anderen anerkannt und geschätzt zu werden.

„Wir wollen etwas zurückbekommen, wenn wir investiert haben.“ Soziologische Forschung zeige, dass Instanzen wie Familie oder Kirche heute eine geringere Bedeutung als früher haben, Erfolg in der Arbeit aber weiterhin als Wertmaßstab diene. Eine Befragung zu Alltagserfahrungen in Deutschland ergab 2019, dass fast 60 Prozent Wertschätzung am Arbeitsplatz empfanden, rund 55 Prozent aber auch schon Geringschätzung erlebt haben. „Wertschätzung hat immer mit einer gewissen Haltung zu tun“, sagt die Psychologin Meltem Avci-Werning. „Die Grundhaltung für ein respektvolles Miteinander gilt aber für beide Richtungen.“ Wertschätzung am Arbeitsplatz ist entscheidend für Motivation und Engagement der Mitarbeitenden – und wird dennoch von Führungskräften oft unterschätzt. Dabei ist sie mehr als ein nettes Extra: Sie gehört zu den Grundbedürfnissen jedes Menschen.

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Denn Wenn Wertschätzung Zum Selbstzweck Wird, Verliert Sie Jeden Wert.

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Die Kleinste Wortmeldung Im Meeting Wird Hier Zum „spannenden Beitrag“,

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