Resilienz Stärken Warum Widerstandskraft Die Schlüsselkompetenz Für
„Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!“ sagt man. Doch das stimmt leider nur bei ganz wenigen Menschen. Sie sind resilient. Was gibt diesen besonderen Menschen das mentale Extra, sodass sie auch widrigste Situationen nicht nur überstehen, sondern sogar gestärkt daraus hervortreten? Wie können wir Resilienz stärken? Unfälle, Erkrankungen, Todesfälle, toxische Mitmenschen sowie politische und gesellschaftliche Verwerfungen: Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann solche Krisen-Ereignisse auf jeden von uns zukommen.
Werden wir dann erfolgreich damit umgehen? Viele Menschen zerbrechen in solchen Krisen, kollabieren, geben auf, werden zum „Opfer“ der Situation. Und manche Personen scheitern schon am ganz normalen Alltag, sind auf Hilfe angewiesen. Andere überwinden dagegen auch schlimme Situationen. Und ganz wenige Menschen wachsen sogar im Feuer widrigster Umstände vollkommen über sich hinaus, beherrschen die Situation. Was macht diese Menschen so unzerstörbar?
Dieser Beitrag diskutiert die aktuelle Forschung. Er gibt eine Definition von Resilienz, schildert ihre Bedeutung und verrät die Säulen, mit denen wir unsere mentale Widerstandskraft aufbauen. Tipps und Übungen erklären, wie wir unsere psychologische Resilienz fördern. Autor: Diplompsychologe Professor Dr. Florian Becker Schon der lateinische Ursprung „resilere“ (abprallen, zurückspringen) definiert Resilienz sehr anschaulich: Etwas prallt wirkungslos an uns ab, als hätten wir einen Schutzschild.
Soweit die einfache Antwort auf die Frage: Was ist Resilienz? Was aber bedeutet resilient zu sein wissenschaftlich gesehen? Handelt es sich um eine Eigenschaft, ein Verhalten, etwas im Umfeld von Personen, einen Entwicklungsprozess oder ein Ergebnis (Reich, Zautra und Hall, 2010)? Wenn wir wissenschaftlich Resilienz definieren, sieht das so aus: Das Bild zeigt, wie Resilienz definiert ist und wirkt. Hohe Resilienz führt zu einem Überstehen von Situationen mit Krisenpotenzial.
Im Idealfall findet sogar ein Wachstum statt, wir treten dann umso kompetenter und stärker aus dem „Feuer“ der Krise hervor. Wir sind gestärkt für zukünftige Herausforderungen. Niedrige Resilienz führt dagegen dazu, dass eine Situation tatsächlich zu einer Krise eskaliert, bewirkt ein Scheitern. Die Folge ist oft eine weitere Schwächung für zukünftige Herausforderungen. Die Definition von Resilienz weist auf wichtige Merkmale hin: Krisen und Schicksalsschläge aushalten und überwinden - und dabei leistungsfähig bleiben.
Unzählige Ratgeber behaupten, das ließe sich trainieren. Wie sinnvoll ist das? Setzen wir uns damit nicht erst recht unter Druck? Ein Schwamm bleibt "resilient" und findet zur alten Form zurück, auch wenn man ihn auswringt. Menschen können unter extremem Druck zerbrechen. Ursprünglich leitet sich der Begriff Resilienz vom lateinischen "resilere" ab.
Das bedeutet auf Deutsch "abprallen, zurückspringen". In der Physik bezeichnen Wissenschaftler ein Material als resilient, wenn es nach extremem Druck von außen wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückfindet. Wie zum Beispiel ein Schwamm: Ganz gleich, wie fest wir ihn drücken, auswringen oder pressen - legen wir ihn wieder aus der Hand, kehrt er nach und nach wieder zu seinem anfänglichen Volumen zurück. Die Psychologie hat diesen Begriff aus der Materialforschung übernommen und bezeichnet damit die psychische Widerstandskraft eines Menschen. Arbeitsverdichtung, hoher Leistungsdruck, die Angst vor dem Klimawandel, Krisen in der Welt und natürlich die Corona-Pandemie: Das alles hat den Stress-Level in den letzten Jahren noch stärker hochgeschraubt. Wie sehr, das zeigen Daten (siehe oben) aus dem Psychreport der DAK für 2024.
Demnach haben sich die Fehltage in der Arbeit aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. In den jüngeren Altersgruppen war der Anstieg am auffälligsten. Depressionen und Angststörungen sind dabei die häufigsten Diagnosen. Aber auch Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen haben sich laut DAK gehäuft.Angesichts der vielen Krisen erlebt der Begriff Resilienz gerade Hochkonjunktur, auch in der Politik. Der Politikberater und Ökonom Jeremy Rifkin ruft in seinem Buch aus dem Jahr 2022 gar das "Zeitalter der Resilienz" aus. Resilienz zu messen ist schwierig, weil sie von sozialen, genetischen und psychischen Faktoren abhängt.
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, belastende Situationen gut zu bewältigen. Wie diese psychische Widerstandskraft entsteht, welche Strategien Erwachsenen helfen und wie schon Kinder Resilienz lernen können, erfahren Sie hier. Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, Rückschläge, Stress oder Krisen zu bewältigen, ohne langfristig Schaden zu nehmen. Die gute Nachricht: Resilienz ist eine Fähigkeit, die sich fördern lässt. Im Kindesalter vor allem von den Eltern und nahen Angehörigen – durch ein liebevolles, zugewandtes Umfeld. Doch selbst über die Kindheit hinaus können wir alle unsere Resilienz jederzeit stärken – bis ins hohe Alter.
Sie fragen sich, wie es mit Ihrer eigenen psychischen Widerstandskraft aussieht? Um der Antwort einen Schritt näher zu kommen, beantworten Sie gerne die folgenden Fragen. Darüber hinaus können Sie auch den digitalen Resilienz-Test machen und Tipps erhalten, um Ihre psychische Widerstandskraft zu stärken. Je mehr Fragen Sie mit Ja beantworten können, desto mehr Anzeichen für eine gut entwickelte Resilienz lassen sich erkennen. Resiliente Menschen haben häufig ein gutes Gespür dafür, was ihnen in bestimmten Situationen hilft oder guttut. Sie sind eher davon überzeugt, mit ihrem Handeln etwas bewirken zu können.
Ein Gefühl, das viele kennen: Der innere Akku rutscht in den roten Bereich, nichts fühlt sich leicht an, und dann kommen zusätzliche Belastungen dazu: ein Streit, der nachhallt, Stress im Job oder gesellschaftliche Entwicklungen,... Viele versuchen, solche Gefühle wegzuschieben. Doch es ist normal, dass Krisen unser seelisches Wohlbefinden beeinflussen. Gerade in solchen Phasen lohnt sich ein Blick darauf, wie sich Resilienz stärken lässt. Die Resilienzforschung zeigt, dass Menschen lernen können, Krisen besser zu bewältigen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen. Unser Resilienz-Guide bietet praktische Impulse, wissenschaftliche Erkenntnisse und alltagsnahe Empfehlungen, die Schritt für Schritt unterstützen.
Auch ein moderater Glaube kann eine tragende Ressource sein. Mit dem EKHN Impuls „Ich bin da – trotzdem“ laden wir dazu ein, biblische Hoffnungsbotschaften neu zu entdecken – Worte, die Generationen von Menschen durch schwierige Zeiten getragen haben. Trotz aller Strategien zur Stärkung der Resilienz gibt es Situationen, die die eigenen Grenzen überschreiten. Wenn psychische Belastungen überhandnehmen, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Stärke zeigt sich nicht im Aushalten, sondern im Sich Unterstützen Lassen. Die eigene Seele und Beziehungen stärken, spirituelles Körperbewusstsein
Wohnumgebung, Job, Beziehungen, Glaube, Tiere, Sport, innere Haltung Ist innere Stärke erlernbar? Wie wirken sich Job und Kinder aus? App, die Hilfe in Krisensituationen bietet Resilienz wird häufig mit unerschütterlicher Stärke und Durchhaltewillen gleichgesetzt. Doch heißt das etwa, dass resiliente Menschen niemals aufgeben dürfen?
Und ist Resilienz angeboren oder kann sie auch erlernt werden? Was die Forschung dazu sagt. Das Thema Resilienz fasziniert viele Menschen. Vielleicht deshalb, weil sie Hoffnung verleiht: Resilienz beschreibt die Fähigkeit, auf schwierige Situationen positiv zu reagieren und sich anzupassen – also gewissermaßen Widerständen zu trotzen. Obwohl sie als wichtiger Faktor für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden anerkannt ist, kursieren zahlreiche Vorstellungen darüber, was es wirklich bedeutet, resilient zu sein.
Einige Forschende gehen sogar davon aus, dass der Begriff Resilienz missverstanden wird. Das lateinische Wort „resilire“ meint die Fähigkeit „zurückzuprallen“ – das bezog sich ursprünglich auf ein Material im Labor. Nun ist der Mensch aber kein Laborzustand, die Definition könne ihm also nicht einfach übergestülpt werden, so die Forschenden. Die Resilienz-Mythen könnten auch daher rühren, dass einige Bereiche zu isoliert betrachtet werden. Laut Forschenden reicht es nicht aus, die psychische Widerstandskraft beim Menschen zu stärken. Schließlich hängt Resilienz auch vom Umfeld, der Organisation im Alltag und den weiteren Rahmenbedingungen, etwa auf der Arbeit, ab.
In dem Zusammenhang spielt es eine Rolle, wer sich mit dem Thema beschäftigt. Biologen und Biologinnen haben womöglich den Organismus des Menschen im Blick, Psychologen und Psychologinnen konzentrieren sich auch auf Einflüsse aus dem Umfeld. In der Wissenschaft wird Resilienz mit psychischer Widerstandskraft umschrieben. Zugleich gibt es aber viele Unklarheiten und Missverständnisse, ob Resilienz erlernbar ist, wie wirksam sie im Alltag ist und ob Resilienz auch negative Aspekte haben kann. Viele Menschen glauben, Resilienz sei eine unveränderliche Eigenschaft. Doch die Forschung zeigt ein anderes Bild: Resilienz ist eine Fähigkeit, die Menschen entwickeln können.
Resilienz ist also wirklich trainierbar. Wer sie stärken möchte, kann gezielt mit Strategien daran arbeiten, etwa durch Trainings oder Programme, die Belastbarkeit fördern. Besonders entscheidend ist dabei die Einstellung zu sich selbst: Menschen, die davon überzeugt sind, dass Persönlichkeit und Fähigkeiten formbar sind – also ein Growth Mindset haben – kommen besser mit Herausforderungen zurecht. Sie empfinden weniger Stress und erzielen größere Erfolge. Jobverlust, Scheidung oder weltweite Krisen: Manche Menschen fallen selbst in den größten Stürmen des Lebens nicht um. Sie sind resilient, also widerstandsfähig oder anpassungsfähig.
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