Selbstführung Warum Gute Führung Bei Dir Selbst Beginnt

Emily Johnson
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selbstführung warum gute führung bei dir selbst beginnt

„Wenn Du führen willst, investiere mindestens 40 Prozent Deiner Zeit in die Führung Deiner selbst!” (Dee Hock, Gründer VISA) Unsere Arbeitswelt wird zunehmend komplexer und stellt uns ständig vor neue Herausforderungen. Um diese bewältigen zu können, wird die Fähigkeit, sich selbst führen zu können, immer wichtiger. Das gilt insbesondere für Führungskräfte, denn wer nicht in der Lage ist, sich selbst zu führen, kann auch niemand anderen führen. Das macht Self-Leadership oder auch „Selbstführung“ zu einer Kernkompetenz für Führungskräfte. In diesem Artikel erfahren Sie, wie erfolgreiche Selbstführung aussieht, welche Vorteile es mit sich bringt und erhalten praktische Tipps, wie sich diese wertvolle Qualität auf- und ausbauen lässt.

Oftmals wird Self Leadership synonym zu Selbstorganisation, Selbstmanagement, Selbststeuerung, Selbstregulierung oder Selbstreflexion verwendet. Diese Begriffe gehen zwar oftmals Hand in Hand, sind jedoch nicht vollständig gleichzusetzen. Selbstführung bedeutet, dazu fähig zu sein, Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen mittels Selbstreflexion, -bewertung und -motivation in eine gewünschte Richtung zu lenken. Dies kann zu einer Leistungssteigerung führen und das Erreichen gesteckter Ziele erleichtern. Allerdings sollte Self-Leadership nicht ausschließlich mit Leistungssteigerung und besserer Performance in Verbindung gebracht werden. Es geht auch darum, sich selbst kritisch zu hinterfragen und das eigene Verhalten von Zeit zu Zeit zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen.

Gelungene Selbstführung bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Erfolgreich praktiziert ermöglicht Self-Leadership, die berufliche und persönliche Entwicklung proaktiv zu gestalten, Ziele präzise zu definieren und die intrinsische Motivation so zu steigern, dass es leichter fällt, diese Ziele zu erreichen. Wer sich erfolgreich selbst führt, ist sich im Klaren über die eigenen Prioritäten und weiß, dass ausschließlich sie oder er selbst die Verantwortung dafür trägt, die entsprechenden Schritte einzuleiten, wenn sich etwas an der... So viele Vorteile Self-Leadership mit sich bringt, so groß sind auch die Herausforderungen auf dem Weg, diese Fähigkeit zu erlernen. Das Problem: Um sich selbst führen zu können, müssen auch Führungskräfte zunächst den Blick nach innen richten. Dies jedoch fällt vielen von ihnen schwer, da sie es eher gewohnt sind, andere in ihrem Verhalten und Handeln zu beobachten und zu beurteilen.

Stattdessen müssen sie lernen, den Fokus auf ihre eigenen Werte und Normen zu legen. Was ist ihnen wichtig? Wofür möchten sie in ihrer Vorbildfunktion als Führungskraft stehen? Damit diese Umstellung und damit das Self-Leadership gelingen, stellen wir Ihnen im Folgenden drei wichtige Bausteine erfolgreicher Selbstführung vor. Selbstführung ist die bewusste Gestaltung der eigenen inneren Ausrichtung. Sie entscheidet darüber, wie klar Führungskräfte denken, wie souverän sie handeln und wie glaubwürdig sie wirken.

Wer sich selbst gut führt, schafft Orientierung für andere, gerade in komplexen und dynamischen Kontexten. Selbstführung bezeichnet die Fähigkeit, das eigene Denken, Fühlen und Handeln reflektiert und zielgerichtet auszurichten. Im Kern geht es um innere Klarheit. Führungskräfte mit ausgeprägter Selbstführung kennen ihre Werte, Motive und Prägungen und nutzen dieses Wissen, um bewusst zu entscheiden. Selbstführung geht damit deutlich über Selbstorganisation hinaus. Sie verbindet Selbstreflexion mit Haltung und konsequentem Handeln im Einklang mit den eigenen Überzeugungen.

Führung anderer gelingt nur dann nachhaltig, wenn Führungskräfte sich selbst wirksam führen. Führungskräfte prägen Organisationen durch ihr Verhalten. In Drucksituationen, bei Zielkonflikten oder in Veränderungsprozessen wird sichtbar, wie stabil die innere Orientierung ist. Selbstführung ermöglicht es, auch unter hoher Belastung besonnen zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen aufzubauen. Mitarbeitende orientieren sich an der inneren Haltung ihrer Führungskraft, nicht an formalen Vorgaben. Führung wird oft mit der Fähigkeit gleichgesetzt, andere zu motivieren, zu inspirieren oder in die richtige Richtung zu lenken.

Oft klingt das so, als ginge es vor allem darum, andere „zu etwas zu bringen“. Wir bei borisgloger wissen: Wahre Führung beginnt immer bei dir selbst. Jeder führt sich selbst, auch du - egal ob du ScrumMaster, Product Owner, Agile Coach, Teamleiter:in oder CEO bist. Die entscheidende Frage lautet also: Wie führt man sich selbst? Selbstführung beginnt immer mit Reflexion. Heute nennt man das „Awareness“: In welchem Zustand befinde ich mich gerade?

Erst wenn ich bewusst weiß, dass ich gerade verärgert, fröhlich, motiviert oder bedrückt bin, oder welcher Gedankenstrom sich gerade in mir regt, kann ich meinen eigenen "State of Mind" bewusst steuern. Ich beginne zu agieren, statt zu reagieren. Selbstführung bedeutet, die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst zu steuern, statt nur auf äußere Umstände zu reagieren. Dieser erste Schritt wird ergänzt durch bewusste Entscheidungen: Was ist mir wichtig in meiner Rolle als Führungskraft? Welche Prinzipien leiten mich? Welche Prioritäten setze ich und welche Entscheidungen treffe ich daraus?

Wie werde ich ins Handeln kommen? Ist diese innere Klarheit einmal erkannt, fokussiert sich die gesamte Energie auf diese Handlungen. Selbstführung ist die Fähigkeit, die eigenen Werte zu kennen, Prioritäten zu setzen, Energie sinnvoll einzuteilen und in Stresssituationen handlungsfähig zu bleiben. Wer sich nicht selbst führen kann, läuft Gefahr, Entscheidungen impulsiv zu treffen, in Konflikten defensiv zu reagieren oder das Team mit unklaren Botschaften zu verunsichern. Anders gesagt: Führung ohne Selbstführung ist wie ein Haus ohne Fundament – es mag eine Weile stehen, aber unter Druck bekommt es Risse. Führung ohne Selbstführung kann nicht gelingen.

Wenn Sie Ihre Ressourcen nicht effizient nutzen oder Ihre Prioritäten aus den Augen verlieren, wird es schwierig, andere zu inspirieren und zu leiten. Selbstführung hilft Ihnen, authentisch und souverän zu handeln und Vorbild für Ihr Team zu sein. Selbstführung bedeutet, sich seiner eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen bewusst zu sein und diese aktiv in Einklang mit den eigenen Zielen zu bringen. Die Basis der Selbstführung ist die Selbstreflexion. Sie erlaubt Ihnen, sowohl Ihre Stärken als auch Ihre Schwächen zu erkennen und an ihnen zu arbeiten. Dabei gibt es zwei Ebenen der Reflexion:

Praxis-Tipp: Nehmen Sie sich einmal wöchentlich 10 Minuten Zeit, um über die vergangene Woche nachzudenken. Was haben Sie gut gemacht? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Schreiben Sie Ihre Erkenntnisse auf, um ein Bewusstsein für Ihre Fortschritte zu schaffen. Ohne klare Ziele ist Erfolg kaum möglich. Aber es geht nicht nur um das Setzen von Zielen, sondern auch um die Art und Weise, wie sie formuliert sind.

Hier hilft die SMART-Methode: Praxis-Tipp: Visualisieren Sie Ihre Ziele. Schreiben Sie sie auf und platzieren Sie sie an einem sichtbaren Ort, um sich täglich daran zu erinnern. Viele denken bei „Führung“ sofort an das große Ganze: Strategien entwickeln, Ziele erreichen, Teams koordinieren, Entscheidungen treffen. Alles wichtige Aufgaben – keine Frage. Aber genau hier beginnt oft das Missverständnis.

Denn wer glaubt, Führung sei vor allem ein äußerer Akt, verpasst den eigentlichen Kern. Führung beginnt nicht im Außen. Sie beginnt in dir. Solange du dich selbst nicht führen kannst – deine Gedanken, Emotionen, Grenzen und Reaktionen – wirst du andere nur managen, aber nicht wirklich führen. Und das spürt dein Team. Nicht an dem, was du sagst – sondern an dem, was du ausstrahlst.

Ich erlebe es immer wieder in Trainings und Coachings: Führungskräfte, die fachlich brillant sind – aber innerlich zerrissen. Sie fühlen sich gehetzt, überfordert, fremdgesteuert. Sie versuchen, nach außen souverän zu wirken, aber im Inneren brodelt es. Eine Teilnehmerin sagte einmal sehr ehrlich: Was viele nicht wissen: Das ist kein individuelles Scheitern. Es ist eine Folge davon, dass Selbstführung nie gelernt wurde.

Führung ist kein Titel. Kein Organigramm. Kein goldener Schlüssel zur Macht.Führung beginnt, bevor du anderen begegnest – bei dir selbst. Je bewusster du dein Leben gestaltest, desto klarer und wirksamer wirst du führen können.Wer sich selbst nicht führen kann, wird irgendwann vom System geführt – von äußeren Erwartungen, von Zufällen, von Reaktionen. Deine Werte, dein "Wofür", deine Vision müssen zuerst in dir selbst lebendig sein, bevor du sie anderen vermitteln kannst. Diese Fragen formen deinen inneren „Nordstern“ (Dieter Lange).

Sie schaffen die Grundlage für echtes, authentisches Wirken – im Beruf wie im Privaten. Wer in diesem Bewusstsein handelt, handelt nicht aus Mangel, sondern aus Fülle.Er muss anderen nichts beweisen. Er lebt das, wovon er spricht. Stell dir vor, du startest in eine neue Führungsrolle. Das Kribbeln, die Vorfreude, aber auch der Druck sind da. Vielleicht hast du schon eine Führungskräfteausbildung gemacht, die wichtigsten Tools und Methoden im Kopf – und dann sitzt du im ersten Teammeeting.

Alles läuft anders als erwartet. Die Stimmung ist verhalten, einige schweifen ab, du merkst, wie du selbst auf der Suche nach Energie bist. Genau solche Situationen kennt jeder, der Führung übernimmt. Und genau hier setzt der Gedanke an: Gute Führung beginnt immer zuerst bei dir selbst. Oft begegnen frisch gebackene Führungskräfte dem Idealbild, das überall propagiert wird: Empathisch, entscheidungsfreudig, immer erreichbar und klar in der Kommunikation. Dazu gibt es jede Menge Anleitungen, Ratgebervideos und Schulungen.

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