Verbraucherschutz Beginnt In Der Küche Food Monitor

Emily Johnson
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verbraucherschutz beginnt in der küche food monitor

Landfrauen: Wissen über Ernährung, Kochen und Vorratshaltung stärkt Haushalte nachhaltig Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März 2026 lenken die Landfrauen den Blick auf einen oft vernachlässigten, aber zentralen Baustein des Verbraucherschutzes: Alltagskompetenzen wie Ernährungswissen, Kochen ... Dieser Beitrag ist für Abonnenten unseres professionellen Informationsdienstes. Frei zugängliche Beiträge sowie den Newsletter für Verbraucher finden Sie hier. Unser kostenloser Newsletter für Verbraucher bietet einmal wöchentlich Meldungen zu Lebensmitteltests, Ernährung, Bewegung und Gesundheit sowie Koch- und Tipps für Ihren Haushalt.

Preisdebatte greift zu kurzDie öffentliche Diskussion konzentriere sich zu stark auf möglichst billige Lebensmittel, kritisieren die Landfrauen. Doch ein niedriger Supermarktpreis führe nicht automatisch zu einem günstigeren oder nachhaltigeren Lebensstil. Entscheidend sei vielmehr, wie bewusst Lebensmittel ausgewählt, verarbeitet und genutzt werden. „Wer selbst kocht, saisonal und regional einkauft, Vorräte plant und Reste verarbeitet, spart oft mehr Geld als mit vermeintlichen Sonderangeboten oder Fertigprodukten“, so die Landfrauen. Nachhaltigkeit und VersorgungssicherheitDie Landfrauen begrüßen politische Initiativen zur Unterstützung der Haushalte angesichts steigender Lebensmittelpreise. Gleichzeitig warnen sie davor, Verbraucherschutz auf Kosten der heimischen Landwirtschaft zu betreiben.

Faire und kostendeckende Erzeugerpreise seien essenziell für eine sichere, regionale Versorgung und langfristige Preisstabilität. In Deutschland und Europa gelten besonders hohe Anforderungen an Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz. Diese Standards sind gesellschaftlich gewollt, sie müssen aber auch durch das Einkaufsverhalten honoriert werden. Regionale Lebensmittel zu bevorzugen stärkt die heimische Landwirtschaft und trägt zur Versorgungssicherheit bei. Zudem helfen Kochkenntnisse und Vorratswissen, Preisschwankungen abzufedern und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden – ein wichtiger Beitrag zur Krisenvorsorge. Bildungsoffensive gefordertDa diese Fähigkeiten in der Gesellschaft zunehmend verloren gehen, fordern die Landfrauen, Ernährungs-, Koch- und Vorratswissen stärker in Schulen und der Erwachsenenbildung zu verankern.

„Verbraucherschutz bedeutet auch, auf Krisen vorbereitet zu sein“, unterstreichen sie. Zum Weltverbrauchertag machen die Landfrauen deutlich: Echte Entlastung beginnt nicht an der Kasse, sondern beim Wissen der Verbraucherinnen und Verbraucher. Gesundheit ist ein hohes individuelles Gut. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darauf vertrauen können, dass das, was sie verzehren oder in anderer Weise gebrauchen, gesundheitlich unbedenklich und sicher ist. Dies gilt für Lebensmittel, wie z.B. neuartige Produkte (Novel Food) oder Nahrungsergänzungsmittel, sowie für Verpackungen von Lebensmitteln oder tabakhaltige Produkte.

Erschienen am 30. Dec 2025 im Format Aktuelles Erschienen am 02. Jul 2025 im Format Pressemitteilung Erschienen am 08. Jul 2024 im Format Video

Jedes Jahr werden in Deutschland über 100.000 Erkrankungen gemeldet, die durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Parasiten in Lebensmitteln verursacht worden sein können. Die Dunkelziffer liegt sogar noch weitaus höher. Bei Verbraucherumfragen zu gesundheitlichen Risiken im Alltag werden die eigene Küchenhygiene und die damit verbundene Erkrankungen trotzdem nur von vergleichsweise wenigen Menschen als ernstzunehmendes Problem genannt. So sagten beim jüngsten BfR-Verbrauchermonitor nur 17 Prozent der Befragten, das Thema würde sie beunruhigen. Deutlich höher ist dagegen die Sorge vor Mikroplastik (68 Prozent) oder vor Resten von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln (52 Prozent). „Die meisten Menschen gehen davon aus, dass sie selbst in ihrer eigenen Küche keine Fehler machen, sondern dass die Fehler von anderen produziert werden“, erklärt Hygiene-Expertin Dr.

Heidi Wichmann-Schauer in der neuen Folge von „Risiko“ – dem Wissenschaftspodcast vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Dabei werden durch kleine Nachlässigkeiten im Alltag schnell Krankheitserreger auf Lebensmittel übertragen, die dann schwere Erkrankungen auslösen können und gerade bei besonders empfindlichen Personen auch tödlich enden können. Besondere Vorsicht ist bei Lebensmitteln geboten, die vom Tier stammen: In rohem Fleisch oder Fisch, aber auch in Rohmilch oder Eiern stecken oft so genannte Zoonose-Erreger. „Das sind Erreger, die Infektionen bei Tieren und Menschen auslösen können und wechselseitig übertragen werden können“, erklärt Wichmann-Schauer. Besonders häufig sind hier Campylobacter, aber auch Salmonellen und bestimmte E. coli-Bakterien.

Sie kommen auch bei gesunden Tieren vor, oft ohne irgendwelche Symptome auszulösen. „Beim Schlachten, beim Melken oder beim Eierlegen können sie dann aber auf die Lebensmittel übertragen werden.“ Vor allem Menschen aus empfindlichen Personengruppen sollten solche Lebensmittel deshalb auf keinen Fall roh verzehren, erklärt Wichmann-Schauer: „Also vor allem sehr kleine Kinder, sehr alte Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen oder auch Schwangere.“ Aber auch... Beim Zubereiten der Lebensmittel können die Krankheitserreger allerdings auch auf Küchengeräte, Arbeitsplatten und die eigenen Hände übertragen werden. So können Keime dann vom noch rohen Steak beispielsweise in den Salat gelangen, und dessen Verzehr führt dann zu Erkrankungen. Um diese so genannte Kreuzkontamination zu verhindern ist Sauberkeit in der Küche und der richtige Umgang mit Lebensmitteln so wichtig, sagt Hygiene-Expertin Wichmann-Schauer: „Also zwischendurch immer Hände waschen, unterschiedliche Messer und Schneidebretter verwenden sowie...

Lebensmittelsicherheit ist für jeden wichtig – nicht nur am 7. Juni, dem Welttag der Lebensmittelsicherheit. Aber wie bewerten Verbraucher die Situation in Deutschland? Überwiegend positiv, wie die aktuelle repräsentative forsa-Studie Wie sicher essen wir Deutschen? im Auftrag der QS Qualität und Sicherheit GmbH (QS) ergab: 89 Prozent der Befragten empfinden die Lebensmittel hierzulande als (sehr) sicher – drei Prozentpunkte mehr als 2023.

Nur neun Prozent denken, unsere Lebensmittel seien eher nicht oder gar nicht sicher. Knapp jeder Zweite (47 Prozent) wünscht sich allerdings mehr Informationen über Lebensmittelsicherheit. Wer Lebensmittel einkauft, möchte sicher sein, dass die gewählten Produkte frisch und hygienisch einwandfrei sind. Das gilt nicht nur für uns als Verbraucher, sondern in gleichem Maße für die Unternehmen, die an unserem Prüfsystem teilnehmen und die sich auf QS zertifizierte Produktionsprozesse innerhalb des QS-Systems verlassen – vom Landwirt... Alexander Hinrichs. Dass unsere gesicherten Prozesse auch bei beim Verbraucher zu mehr Vertrauen in sichere Lebensmittel führen, ist ein tolles Ergebnis unserer zweiten QS-Studie.

Ganze 89 Prozent der Befragten empfinden die Lebensmittel hierzulande als (sehr) sicher. Dieser Wert ist gegenüber der letzten QS-Studie von 2023 noch um drei Prozentpunkte gestiegen. Nur knapp jeder Zehnte empfindet unsere Lebensmittel als eher nicht oder gar nicht sicher. Ob ein Kindergarten mit 30 Verpflegungsteilnehmenden, eine Betriebskantine mit täglich 400 Gästen oder ein Verpflegungsanbieter, der mehrere Schulen beliefert – das Tool ist grundsätzlich für alle Bereiche der Gemeinschaftsverpflegung geeignet, sofern die Anwendung in... Die Nutzung des Küchenmonitors ist kostenlos. Eine einfache Registrierung mit E-Mail genügt.

Anleitung, Hilfen und FAQs unterstützen Sie bei der Nutzung. ◼️ Abfallmengen im Verhältnis zur Produktion (Gramm & Prozent) ◼️ Ausgabe- und Tellerreste im Verhältnis zur Produktionsmenge (Gramm & Prozent) ◼️ Geplante, tatsächliche und gegessene Portionsgröße Die hohen Lebensmittelpreise sind eine große finanzielle Belastung für Verbraucher:innen. Eine aktuelle, repräsentative forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt: Knapp vier von zehn Befragten (39 Prozent) müssen sich aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise beim Lebensmitteleinkauf einschränken.

Der vzbv fordert die künftige Bundesregierung auf, den hohen Lebensmittelpreisen entgegenzuwirken und den Verbraucherschutz im Supermarkt zu stärken. „Es darf nicht sein, dass eine gesunde Ernährung immer mehr zu einer Frage des Geldbeutels wird. Die Mehrheit der Verbraucher:innen empfindet die derzeitigen Lebensmittelpreise nicht als fair. Die Politik muss hier gegensteuern. Verbraucher:innen müssen sich darauf verlassen können, dass die Politik ihre Alltagssorgen ernst nimmt und Lösungen findet. Starker Verbraucherschutz stärkt uns alle: die Menschen, die Wirtschaft und den Zusammenhalt“, so Michaela Schröder, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik im vzbv.

Seit 2020 sind die Lebensmittelpreise um durchschnittlich mehr als 34 Prozent gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Aufgrund der gestiegenen Lebensmittelpreise müssen sich 39 Prozent der Verbraucher:innen beim Lebensmitteleinkauf einschränken. Bei Verbraucher:innen mit einem Haushaltseinkommen bis 2.000 Euro netto sind es sogar 70 Prozent. Die Mehrheit der Verbraucher:innen (61 Prozent) empfindet die derzeitigen Lebensmittelpreise als eher nicht oder gar nicht fair. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv vom Dezember 2024. Ob Lebensmittelpreise zwischen Bauern, Verarbeitern und Händlern fair gebildet werden und Verbraucher:innen am Ende einen fairen Preis zahlen, lässt sich derzeit kaum sagen.

In Deutschland ist es bislang nicht nachvollziehbar, wie sich Lebensmittelpreise zusammensetzen. Der vzbv fordert die Einrichtung einer Preisbeobachtungsstelle, die Kosten und Preise entlang der Wertschöpfungskette erfasst. So wären Lebensmittelpreise erstmals nachvollziehbar. Länder wie Spanien und Frankreich haben dieses Instrument bereits etabliert. „Das führt zu mehr Preistransparenz und Fairness“, so Schröder. Einzelhändler sollten zudem dazu verpflichtet werden, ihre aktuellen Preise für Grundnahrungsmittel an eine einheitliche Online-Plattform zu melden.

Das würde Verbraucher:innen einen produktspezifischen Preisvergleich erleichtern. Indirekte Preiserhöhungen durch Mogelpackungen müssen mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden, fordert der vzbv.

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