Verhaltenstherapie Verbesserung Des Selbstwertgefühls

Emily Johnson
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verhaltenstherapie verbesserung des selbstwertgefühls

Denken Sie auch oft, dass Sie nur etwas wert sind, wenn Sie gute Leistung bringen? Dass Ihre Leistung eigentlich nicht gut genug ist und sie Ihren Erfolg eigentlich gar nicht verdient haben? Das Problem ist oft ein niedriger Selbstwert, der zu sehr von Leistung abhängig ist. Um das Impostor-Syndrom zu überwinden, müssen wir unseren Selbstwert stärken. Übungen dazu gibt es jede Menge. Doch oft fehlt uns die Zeit oder das Vertrauen, dass diese Übungen überhaupt etwas bringen.

So wie beim Fitness-Training, das wir schon lange tun sollten, aber dann doch immer wieder aufschieben. Gleichzeitig aber ist es so wichtig, den Selbstwert zu stärken. Noch wichtiger als das tägliche Sportprogramm. Denn ein schlechter Selbstwert versstärkt das Impostor-Syndrom. Daher gibt es von mir heute 10 Übungen aus der Verhaltenstherapie, die nicht nur leicht umsetzbar sind, sondern auch wirklich wirken. Vorher erkläre ich Ihnen aber als kleinen Motivationsschub, warum ein gesunder Selbstwert so überaus wichtig ist.

Die beiden Autoren des handlichen Buches sind Verhaltenstherapeuten in eigener Praxis. Der Leser bekommt eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Sichtweise auf die Entstehung des Selbstwertgefühls und dessen Veränderung geboten. In den ersten Kapiteln werden die Hintergründe von Selbstwertproblemen anschaulich erklärt und mit kurzen Fallbeispielen illustriert. Zudem werden wichtige Punkte in grau unterlegten Textkästen zusammengefasst. Psychologische Theorien werden jedoch vereinfacht dargestellt: So wird unter anderem eine Einteilung in drei Selbstwert-Modi mit den Begriffen „The Good“ (stabile, positive Sicht auf sich selbst), „The Bad“ (Selbstwertprobleme) und „The Ugly“ (narzisstisch-aussaugend) vorgenommen. Unglücklich erscheint hierbei die sich durchziehende unscharfe Nutzung der Begriffe Selbstwert und Selbstwertgefühl.

Der unbedarfte Leser könnte dadurch den Eindruck gewinnen, dass der Selbstwert per se gut oder schlecht ist, während sicherlich das Selbstwertgefühl gemeint ist. Nachdem die erste Hälfte des Buches dem Verstehen des Selbstwertes (oder besser des Selbstwertgefühls) gewidmet ist, bietet der zweite Teil eine Vielzahl an Übungen zur Verbesserung des Empfindens für sich selbst. Wie es der kognitiv-verhaltenstherapeutische Hintergrund der Autoren vermuten lässt, enthält das Buch zahlreiche Selbstbeobachtungsprotokolle, zum Beispiel zu eigenen automatisierten Selbstbewertungsregeln. Daneben finden sich Imaginationsübungen wie der Dialog mit verinnerlichten bewertenden Figuren. Der innere Dialog wird mit verschiedenen Ansätzen gefördert, sodass der motivierte Leser dieses Buch auch als Selbsthilfe-Leitfaden nutzen kann. Als besonderen Service haben die Autoren in einem passwortgeschützten Bereich auf der Verlagsseite 27 Vorlagen für Selbstbeobachtungsprotokolle hinterlegt.

Zudem finden sich dort auch fünf Audiodateien mit Imaginationsübungen von fünf bis acht Minuten Länge. Dieses Zusatzmaterial ist für den Leser eine wertvolle Ergänzung. Patienten können von dem Buch profitieren, während der psychotherapeutisch tätige Leser Anregungen für den Umgang mit eigenen Patienten gewinnen kann. Denkbar ist auch die Anwendung in Gruppen. Die sprachlichen Unschärfen und häufigen Vereinfachungen komplexer Theorien sind jedoch als Schwächen dieses ansonsten lesenswerten Buches zu nennen. Björn Riegel

Sven Hanning, Fabian Chmielewski: Ganz viel Wert – Selbstwert aktiv aufbauen und festigen. Mit Online- Material. Beltz Verlag, Weinheim 2019, 232 Seiten, gebunden, 22,95 Euro Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Anmelden und Kommentar schreibenBitte beachten Sie unsere Richtlinien.

Der Kommentarbereich wird von uns moderiert. Ein niedriges Selbstwertgefühl ist oft mit großem Leidensdruck und einem erhöhten Risiko für psychische Erkrankungen verbunden. Daher ist es wichtig und sinnvoll, dass die Betroffenen sich Unterstützung suchen und aktiv daran (mit-)arbeiten, ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Die gute Nachricht lautet: Jeder kann seinen Selbstwert steigern. Wichtig ist dabei, offen für neue Erfahrungen und bereit zu sein, aktiv an Veränderungen mitzuarbeiten. Dieser Prozess lässt sich mit der Reise durch eine Landschaft vergleichen: Manche Gebiete kennt man schon gut, andere sind neu, einige Bereiche sind leichter, andere schwerer zugänglich.

In manchen Bereichen fühlt sich jemand schon vertraut und selbstsicher, in anderen dagegen weniger. Suchen die Betroffenen diese Bereiche aktiv auf und probieren neue Verhaltensweisen aus, können sie auch dort mehr Selbstsicherheit entwickeln. Bei deutlich ausgeprägten Problemen des Selbstwerts können ein Coaching oder eine Psychotherapie sinnvoll sein, um das Selbstwertgefühl zu stärken und die Probleme zu bewältigen. In einem Coaching werden Übungen zur Verbesserung des Selbstwerts durchgeführt. Eine Psychotherapie kommt bei psychischen Erkrankungen zum Einsatz, bei denen gleichzeitig ein geringes Selbstwertgefühl besteht. Hier wird die eigentliche Erkrankung behandelt und es können ähnliche Übungen zur Verbesserung des Selbstwerts durchgeführt werden.

Darüber hinaus können in der Psychotherapie auch tiefer gehende Probleme, etwa psychische Verletzungen in der Kindheit, bearbeitet werden. Es gibt eine ganze Reihe von Methoden, die zum Ziel haben, den Selbstwert zu verbessern und die in Psychotherapie und Coaching angewendet werden können: Strategien zur Stärkung des Selbstwertgefühls Beginnen wir mit einem faszinierenden Fakt: Das Selbstwertgefühl spielt eine entscheidende Rolle in unserem emotionalen Wohlbefinden und unserer Selbstwahrnehmung. Wie können wir dann unser Selbstwertgefühl stärken und uns selbst mit mehr Mitgefühl und Selbstliebe begegnen? In diesem Blogbeitrag werden wir sieben wirksame Strategien erkunden, die Ihnen helfen, Ihr Selbstwertgefühl zu steigern und ein gesünderes Selbstbild aufzubauen.

Lassen Sie uns gemeinsam auf die Reise gehen, um die Kunst der Selbstwertsteigerung zu entdecken. Ein starkes Selbstwertgefühl bildet die Grundlage für psychische Gesundheit und Wohlbefinden. Es geht darum, sich selbst zu schätzen, an sich zu glauben und Vertrauen in die eigene Person zu haben. In der Arbeit mit Adulten, die Kindheitstraumata überwunden haben, spielt das Selbstwertgefühl eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von emotionalen Herausforderungen. Selbstwertgefühl beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns gegenüber anderen verhalten. Ein gesundes Selbstwertgefühl wirkt sich positiv auf unsere Beziehungen und unseren beruflichen Erfolg aus.

Von Dr. Anke Weidmann und Prof. Dr. Lydia Fehm Das Selbstwertgefühl „ordentlich aufmöbeln“, „in Rekordzeit“ – mit „18 einfachen Tipps“, die „noch heute“ zu einer deutlichen Veränderung führen sollen – das propagieren einschlägige Internetseiten, sowie eine Vielzahl der unterschiedlichsten Ratgeber zum Thema Selbstwert. Denn nichts sei so wichtig für Glück und Wohlbefinden wie ein starkes Selbstwertgefühl, heißt es.

Und fast alle psychischen Probleme seien auf ein zu geringes Selbstwertgefühl zurückzuführen. Mit diesen Ideen kommen viele Patient*innen in die Psychotherapie. Das Selbstwertgefühl zu verbessern, gehört zu den Anliegen, die zu Beginn einer Psychotherapie am häufigsten formuliert werden, unabhängig von spezifischen psychischen Beschwerden, wie Ängsten oder Depressionen. Wie sollen Therapeutinnen damit umgehen, wie darauf eingehen und wie mit Patient*innen am Selbstwertgefühl arbeiten – ohne ähnlich unfundierte Versprechungen zu machen wie einige Ratgeber? Wer psychotherapeutisch am Thema Selbstwert arbeiten möchte, sollte sich mit einigen Mythen auseinandersetzen: Eine solche Aussage greift zu kurz und wird der Komplexität der Prozesse bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen bei weitem nicht gerecht.

Ja, es stimmt: Ein geringes oder instabiles Selbstwertgefühl geht mit einigen Störungen, einher, z.B. bei Essstörungen oder der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Bei depressiven Störungen ist der geringe Selbstwert sogar explizit als Symptom genannt. Und tatsächlich berichten viele Patientinnen in der Anamnese auch Selbstwertprobleme, unabhängig von der jeweiligen psychischen Störung. Aber dies ist längst nicht immer der Fall – und auch andere Zusammenhänge sind möglich, etwa dass das Selbstwertgefühl sich erst in Folge einer psychischen Störung verschlechtert. Es wäre daher nicht angemessen, alle Beschwerden als „Selbstwertproblem“ zu konzeptualisieren und den Fokus der Behandlung isoliert darauf auszurichten.

Ein gutes individuelles Fallkonzept sollte beleuchten, ob und wie Selbstwertprobleme bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Störung beteiligt gewesen sein könnten. Nur so können die Behandlung anderer Problembereiche und der Zeitpunkt für selbstwertbezogene Interventionen optimal abgestimmt werden. Nicht selten sind Selbstwertprobleme schon lange vor einer psychischen Störung vorhanden, häufig können sie als prädisponierender Faktor eingeordnet werden; in einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, im Rahmen der Rückfallprophylaxe und nach Besserung... Home - Selbstwert - Goldene Übung der Psychotherapie für einen besseren Selbstwert Entdecke die Goldene Übung der Psychotherapie – eine kraftvolle Selbstwert-Übung zur Stärkung deines Selbstwertgefühls. Für mehr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und innere Stärke.

Wenn du dein Selbstwertgefühl nachhaltig stärken willst, brauchst du mehr als oberflächliche Tipps oder aufmunternde Sprüche. In meiner psychotherapeutischen Praxis hat sich eine spezielle Methode bewährt, die ich gerne mit dir teile: die Goldene Übung zur Stärkung des Selbstwerts. Diese Übung verbindet biografische Reflexion mit gezielter Zukunftsgestaltung – und das auf eine Art, die dich emotional wirklich erreicht. Du wirst nicht nur erkennen, wo dein Selbstwert im Laufe deines Lebens gewachsen oder geschrumpft ist, sondern auch, welche konkreten nächsten Schritte dich deiner inneren Stärke näherbringen. Die Übung ist tiefgründig, transformierend und schafft Raum für mehr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und echte Selbstakzeptanz. Ein gefestigtes Selbstwertgefühl spürst du in vielen Lebensbereichen.

Es äußert sich in deinem Umgang mit Kritik, in deinen Entscheidungen, in deiner Fähigkeit, deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und Grenzen zu setzen. Menschen mit einem stabilen Selbstwert denken freundlich über sich selbst, nehmen ihre Wahrnehmungen ernst und lassen sich von Rückschlägen nicht so leicht erschüttern. Sie zeigen Selbstmitgefühl, anstatt sich selbst runterzumachen. Gefühle wie Neid oder Unsicherheit verlieren an Macht, weil sie sich ihrer eigenen Stärken bewusst sind. Der innere Dialog wird konstruktiver, und auch das Verhalten verändert sich: Du traust dich mehr, setzt Dinge um und bleibst dir treu – selbst, wenn es unbequem wird. Die Goldene Übung, die ich in meiner Praxis anwende, beginnt mit der biografischen Selbstwertlinie.

Du zeichnest – bildlich oder schriftlich – dein Leben nach und markierst alle bedeutsamen Punkte, an denen du dich besonders wertvoll oder eben besonders gering geschätzt gefühlt hast. Anhand dieser Stationen analysieren wir deine persönliche Geschichte und betrachten Faktoren wie Bindung, Selbstbestimmung und dein Erleben von Kompetenz. Mit unseren Video-Playlists vertiefen Sie Ihr Wissen. Erhalten Sie Zugang zum Fachwissen aus unseren Webinaren. Erhalten Sie Fortbildungspunkte mit unseren interaktiven E-Learnings. Inspiration, Methoden und Übungen von Expert:innen aus der Psychotherapie.

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