Wertschätzung Mehr Als Belohnung Und Lob Karrierebibel
Startseite » Management » Wertschätzung: Mehr als Belohnung und Lob Wertschätzung ist ein zentrales Bedürfnis der Menschen – im Job genauso wie im Privatleben. Wir wollen, mit dem, was wir sind, was wir tun und leisten, gesehen und wertgeschätzt werden. Richtig angewendet, setzt Wertschätzung enorme Kräfte frei und wirkt motivierend. Achtlos verschleudertes Lob nach dem Gießkannenprinzip bewirkt aber das genaue Gegenteil: Man spürt die Absicht dahinter und ist verstimmt. Was echte Wertschätzung ausmacht, die über reine Lippenbekenntnisse hinausgeht…
Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen, die auf einer inneren Haltung basiert. Sie betrifft immer den Menschen als Ganzes und ist unabhängig von einzelnen Taten oder Leistungen, auch wenn diese die subjektive Einschätzung temporär beeinflussen können. Wertschätzung ist grundsätzlich geprägt von Respekt und Wohlwollen und drückt sich zum Beispiel aus in echtem Interesse, Aufmerksamkeit und genereller Anerkennung. Der Begriff „Wertschätzung“ wird heute jedoch inflationär verwendet und häufig mit Lob und Anerkennung gleichgesetzt. Doch das ist falsch. Wertschätzung ist mehr als das.
Es ist eine Herzens- und Geisteshaltung, die immer den gesamten Menschen sieht und nicht nur dessen Leistung oder Ertrag! Das gilt besonders für Führungskräfte: Zeigen Sie zu wenig Wertschätzung, ist das für viele Mitarbeiter einer der häufigsten Kündigungsgründe. Die meisten Führungs- und Belohnungssysteme sind auf das Bewerten und Honorieren von Leistungen ausgelegt. Wertschätzung schrumpft damit zum Funktionswert. Echte Wertschätzung aber betrachtet die Mitarbeiter als Personen, die aufgrund ihrer Fähigkeiten, Persönlichkeit und Einzigartigkeit schon wertvoll sind – sie nimmt damit ebenso Bezug auf den sogenannten Seinswert. Zugegeben: Der Begriff klingt etwas verstaubt und nicht nach der neuesten Erfindung.
Doch besitzt er möglicherweise dasselbe Potenzial wie eine solche. Denn Untersuchungen zeigen, nichts motiviert Mitarbeiter:innen so sehr wie ein respektvoller, wertschätzender Umgang am Arbeitsplatz. Warum das so ist, was das bedeutet und wie das Potenzial der Wertschätzung im Unternehmen entfaltet werden kann, fassen wir in diesem Artikel zusammen. Kategorie: Human Resources | Lesedauer: 05 min | aktualisiert am 09. März 2026 Zielgruppe: Arbeitgeber:innen Weitere Blogs aus der Arbeitswelt auf steirerjobs.at › Wertschätzung bedeutet, eben den Wert eines Menschen, seine Fähigkeiten und Persönlichkeit zu erkennen und zu schätzen.
Und zwar dauerhaft. Es ist also die dauerhafte Haltung des Respekts und der Anerkennung einer Person gegenüber. Ein respektvoller, aufmerksamer und freundlicher Umgang in jeder Situation. Lob oder Belohnung werden im bei der Arbeit häufig mit Wertschätzung gleichgesetzt. Doch sie beziehen sich meist auf eine bestimmte erbrachte Leistung und nicht auf den Wert des Menschen selbst. Deswegen sind Lob oder Belohnungen lediglich Teile eines wertschätzenden Verhaltens.
In Befragungen stuften Arbeitnehmer:innen Wertschätzung als die wichtigste Verhaltensweise ihrer Vorgesetzten ein, um die individuelle Jobzufriedenheit zu steigern. Der renommierte Psychiater Reinhard Haller nennt mangelnde Anerkennung sogar als häufigsten Grund für Burnout. Denn Respekt, Lob und Anerkennung, kurz gesagt: eben ein wertschätzender Umgang, zählt zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Menschen sehnen sich nach Dankbarkeit und Anerkennung – Wertschätzung eben. Doch Wertschätzung ist keine Mechanik des Lobens. Sie ist ein Verbeugen vor der Seele des anderen.
Sie ist die Freude, dass der andere da ist, und Freude darüber, was ihn besonders macht. Ein solches Miteinander zu fördern und aktiv zu leben, ist die Aufgabe der Führungskraft. Wie lässt sich aber echte Wertschätzung authentisch vermitteln und vor allem leben? Oft blicken Menschen darauf, was ihnen in ihrem Leben noch fehlt und was sie noch brauchen. Erst wenn ich das noch habe, so denken sie, bin ich zufrieden und fühle mich wohl. Diese Sichtweise orientiert sich am Defizit: Ich schiele fortwährend darauf, was ich noch brauche und ersehne.
Entsprechend lebe ich mit einem ständigen Gefühl des Mangels, was mich fast zwangsläufig unzufrieden macht. Ganz klar, es wäre dem Glück förderlicher, darauf zu blicken, was ich bereits habe! Wenn ich achtsam bin und meine Aufmerksamkeit darauf lenke, sehe ich unzählige Dinge, für die ich dankbar sein kann: Da sind vor allem die kleinen alltäglichen Dinge, die selbstverständlich scheinen, es aber ganz und... Meist fallen mir diese alltäglichen Dinge erst dann auf, wenn ich sie nicht mehr habe oder wenn sie mal nicht verfügbar sind. Meine Gesundheit, wenn ich mal krank bin, die Unterstützung meiner Partnerin, wenn diese mal längere Zeit verreist ist, den Luxus von gutem Leitungswasser, wenn ich mal in ein exotisches Land gereist bin, oder die... Dann fällt mir auf, wie schön und alles andere als selbstverständlich es ist, dass es diese Dinge gibt und ich sie genießen darf.
Ein Paradies erkennt man eben meist erst dann, wenn es vorüber ist! Diese Redensart trifft es genau, finde ich. Zwar ist die Werbung stets bemüht, versteckte Wünsche in uns zu wecken, und suggeriert uns um des lieben Verkaufens willen, dass uns genau das fehlt, was gerade angeboten wird. Und auch Politik und Medien lenken stets den Blick auf Defizite und fokussieren uns so auf Missstände und Fehlendes. Doch es lohnt sich, die defizitorientierte Perspektive zu verlassen und die Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge zu lenken. Die Frage lautet daher: Wofür kannst du dankbar sein im Leben?
Denn dieser Fokus führt dich zu einer dankbaren und wertschätzenden Haltung, die dir und deinem Umfeld guttut. Sie hat auch für Führungskräfte Auswirkungen: Wenn ich meinen Mitarbeitern wertschätzend und dankbar begegne, verändern sich auch hier die Beziehungen zum Positiven. Ähnlich verhält es sich mit dem Dienen: Wenn ich statt einer erwartenden, fordernden Haltung eine fördernde Haltung gegenüber meinen Mitarbeitern einnehme, entsteht neue Energie. Statt zu fragen, wie meine Ziele erreicht werden, geht es mir dann eher darum, wie ich es meinen Mitarbeitern ermöglichen kann, die optimale Leistung und Entwicklung sowie bestmögliche Ergebnisse zu erreichen. Dadurch werde ich zum Förderer und Dienstleister meiner Mitarbeiter; meine Verantwortung ist, optimale Voraussetzungen für mein Team zu schaffen. Wertschätzung ist die Anerkennung und Respektierung anderer Menschen durch eine dauerhafte Haltung ausgedrückt durch ehrliches Interesse, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.
Im Beruf wird Wertschätzung oft mit Lob verwechselt, jedoch ist Lob eher spontan und auf eine bestimmte Leistung bezogen, während Wertschätzung den Menschen als Ganzes wahrnimmt und dauerhaft präsent ist. Lob sollte Teil einer wertschätzenden Haltung sein, aber allein ist es nicht ausreichend, um ein Gefühl der Wertschätzung bei Mitarbeitern zu erzeugen. Warum ist Wertschätzung für Mitarbeiter so wichtig? Wertschätzung ist ein wichtiger Faktor für die Jobzufriedenheit und Motivation von Mitarbeitern. Eine Studie der ManpowerGroup Deutschland hat gezeigt, dass 90 Prozent der Befragten die Wertschätzung ihrer Vorgesetzten als sehr wichtig oder wichtig einstufen. Dies beinhaltet das Interesse an den Mitarbeitern als Menschen, regelmäßiges und ehrliches Feedback sowie die Aussprache von Wertschätzung.
Wertschätzung im Job kann daher als wichtiger Hebel für die Mitarbeitermotivation betrachtet werden. Unternehmen sollten daher die Wichtigkeit von Wertschätzung nicht unterschätzen und dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter sich geschätzt fühlen. Dies führt nicht nur zu einem positiven Arbeitsklima, sondern auch zu einer gesteigerten Leistungskraft und Gesundheit der Mitarbeiter. Fehlende Wertschätzung kann hingegen zu mehr Krankheitstagen und Kündigungen führen. Daher lohnt es sich für Unternehmen, ihre Mitarbeiter zuwertschätzen, sowohl menschlich als auch finanziell. 1.
Zeigen Sie ehrliches Interesse an Ihrem Gegenüber Die Wertschätzung eines anderen, vor allem ehrlich und unerwartet ist aufbauend, ermunternd und motivierend. Soziale Interaktion ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Im Privat- sowie im Berufsleben möchte der Mensch in seinem Handeln und Tun wertgeschätzt werden. Er möchte sich als Person respektiert fühlen. Deshalb loben Sie, wo es etwas zu loben gibt.
Sie übergeben mit einem Lob das größte Geschenk, ohne Kosten dafür zu haben. Wir Menschen können uns gegen Anerkennung und Bestätigung nicht verschließen. Wohl jeder möchte als Person wertgeschätzt werden. Wer Wertschätzung erfährt, wird von anderen geachtet und respektiert. Der Zugang zu positiven Gefühlen wird geöffnet. Schon kleine Gesten können Wertschätzung ausdrücken, beispielsweise höfliche Umgangsformen, wie seinem Gegenüber mit offenem Blick wahrzunehmen und ggf.
zur Begrüßung die Hand zu geben. Wertschätzung muss also nicht nur über Worte funktionieren. Auch mit Gestik, Mimik und Haltung kann man seinem Gegenüber Respekt entgegenbringen. Körpersprache kann man nutzen, um zu zeigen, wie wir zu einer bestimmten Person stehen. Wirken sie offen, freundlich und lächeln, bestärken sie den Gegenüber und bringen ihm Wertschätzung entgegen. Hier einige Beispiele für einen verbalen, positiven und motivierenden Umgang:
Startseite » Arbeitswelt + Karriere » Anerkennung: Mehr als nur Lob Jeder Mensch wünscht sich Anerkennung. Für das, was er auf der Arbeit leistet, für Entscheidungen, Erfolge, kleine Gesten oder große Taten. In der sozialen Interaktion ist Anerkennung eine wichtige Triebfeder. Sie motiviert und zeigt, dass wir etwas richtig und gut machen. Aber was, wenn die Bestätigung ausbleibt?
Gerade im Job leiden Arbeitnehmer, wenn der Chef sie und ihre Leistungen nicht schätzt. Wir zeigen, wie wichtig Anerkennung ist und warum es mehr als nur Lob ist… In unterschiedlichen Zusammenhängen kann der Begriff verschiedene Bedeutungen haben. So kann Anerkennung einen behördlichen Vorgang beschreiben, bei dem beispielsweise Papiere, Dokumente oder auch ausländische Abschlüsse von offizieller Seite bestätigt und damit für gültig und rechtmäßig erklärt werden. Häufiger bedeutet Anerkennung jedoch Wertschätzung, Würdigung, Akzeptanz und auch Respekt. Sie ist tief verankert in der Philosophie und Psychologie.
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Und zwar dauerhaft. Es ist also die dauerhafte Haltung des Respekts und der Anerkennung einer Person gegenüber. Ein respektvoller, aufmerksamer und freundlicher Umgang in jeder Situation. Lob oder Belohnung werden im bei der Arbeit häufig mit Wertschätzung gleichgesetzt. Doch sie beziehen sich meist auf eine bestimmte erbrachte Leistung und nicht auf den Wert des Menschen selbst. Deswegen sind Lob...