Bafin Warnt Finanzsektor Berücksichtigt Klimarisiko Nicht Ausreichend
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Suchbegriff darf nicht mit Fragezeichen oder * beginnen Zwar setzen sich viele Unternehmen des Finanzsektors grundsätzlich mit den physischen Risiken des Klimawandels auseinander, doch es gibt noch viel Luft nach oben. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der BaFin. Dabei wurde deutlich: Insbesondere von einer vollständigen Integration in das Risikomanagement kann noch keine Rede sein. Von Nadja Auert-Bohlander, Wiebke Buck und Stephanie Wienstroer, Zentrum Sustainable Finance der BaFin
Die Erdatmosphäre erwärmt sich immer schneller. Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen das eindeutig. Die zehn wärmsten Jahre seit 1881 sind in den vergangenen 25 Jahren aufgetreten. 2023 und 2024 erlebte Deutschland jeweils einen Allzeitrekord in der Jahresmitteltemperatur. Jahresmitteltemperaturen, die zwischen 1881 und 1990 extrem hoch waren, sind heute laut DWD normal. Und das heißt für uns: Es dürfte häufiger zu Naturkatastrophen kommen.
Und ihre Schäden fallen potenziell größer aus. Kurzum: Die physischen Risiken des Klimawandels steigen. Nutzen Sie institutional-money.com mit Ihrer Zustimmung zur Verwendung von Cookies für Webanalyse und Werbemaßnahmen. Die Zustimmung ist jederzeit widerrufbar. Unabhängiger Journalismus hat seinen Preis. Lesen Sie institutional-money.com PUR für 33,99€ pro Monat (jährliche Abrechnung).
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Doch sie kontrolliert selten im Detail, ob Finanzunternehmen solche Risiken ausreichend berücksichtigen. Das geht aus den Antworten zu einer Kleinen Anfrage der Grünen hervor, die dem Handelsblatt vorab vorlag. Danach führte die Bafin 2024 bei drei Banken eine „ESG-Fokusprüfung“ durch. ESG steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (gute Unternehmensführung) und wird häufig unter dem Begriff Nachhaltigkeit zusammengefasst. Hinzu kam eine Stichproben-Untersuchung der Bafin im Jahr 2024 unter zehn Banken und zehn Versicherern. Für das laufende Jahr seien bei der Bafin gar keine „Prüfungskampagnen mit dem Thema ESG-Risiken“ in den operativen Geschäftsbereichen vorgesehen, schreibt die Bundesregierung.
Der Ausblick für 2026 ist vage. Die Versicherungsaufsicht der Behörde plane „ein Jahresziel 2026, das den Umgang der Institute mit ausgewählten physischen Klimarisiken adressiert“, teilte die Bunderegierung mit. Wo die Schwerpunkte liegen sollen und welche Versicherer davon betroffen sein werden, steht noch nicht fest. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat die Aufgabe, für stabile Finanzmärkte zu sorgen. Dabei auch Klimarisiken im Blick zu behalten ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden: Werden sie nicht ausreichend berücksichtigt, gefährdet das die Finanzstabilität. Für viele Menschen ist die Klimakrise ein Anlass, ihre Ersparnisse nachhaltig anzulegen.
Doch Greenwashing untergräbt das Vertrauen von Verbraucher*innen in die Finanzmärkte. Finanzwende stellt sich diesen Entwicklungen entgegen und setzt sich für eine ökologische Finanzwende ein. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Finanzaufsicht BaFin: Was kann und muss die Finanzaufsicht tun, um unsere Finanzmärkte vor Klimarisiken zu schützen und Greenwashing den Riegel vorzuschieben? Ihre Aufgaben kann die BaFin nur erfüllen, wenn sie Arbeit im Nachhaltigkeitsbereich auf ein andere Level hebt. Dafür hat Finanzwende drei Forderungen veröffentlicht - gegen Greenwashing und für klimakrisenfeste Finanzmärkte. Um Greenwashing den Riegel vorzuschieben, braucht es klare Regeln für Finanzmarktakteur*innen.
Aber es bedarf auch einer aktiven Aufsicht, die die Einhaltung dieser Regeln überwacht und wenn nötig Fehlverhalten sanktioniert. Aufsicht sieht Naturkatastrophen, Geopolitik und eine schwache Konjunktur als Risiken. Mark Branson: Risikomanagement wird 2025 anspruchsvoll. Für die Finanzaufsicht sind zunehmende physische Risiken ein relevanter Trend für den Finanzsektor. Die Unternehmen des deutschen Finanzsektors sollten 2025 die Folgen des Klimawandels noch umfassender in ihre Risikomodelle einbeziehen. Physische Risiken wie extremes Wetter oder Naturkatastrophen in Form großer Brände, Dürren oder Überflutungen könnten nach Einschätzung der Bafin künftig deutlich stärker auf die Kreditportfolien der Banken und die Schadensummen der Versicherungsunternehmen durchschlagen.
Mark Branson, Präsident der Bafin, sagte anlässlich der Vorstellung der „Risiken im Fokus“: „Das Umfeld, in dem die Unternehmen des Finanzsektors arbeiten müssen, ist sehr anspruchsvoll, denn für viele Risikotreiber wie den Klimawandel, die... Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmen des Finanzsektors in Szenarien denken, Risiken klug steuern und sich mit gut gefüllten Kapital- und Liquiditätspolstern gegen mögliche Schocks wappnen.“ Sechs Risiken und drei Trends hat die Aufsicht 2025 besonders im Blick: Risiken aus Korrekturen an den Immobilienmärkten, signifikante Korrekturen an den internationalen Finanzmärkten, Ausfälle von Unternehmenskrediten, Cyber-Vorfälle, Mängel bei der Geldwäscheprävention und Konzentrationsrisiken... Zudem sieht die Bafin drei Trends, die sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken bieten: Nachhaltigkeitsprobleme, Digitalisierung und Umbrüche in der Geopolitik. Zu den physischen Risiken des fortschreitenden Klimawandels kommen aus Sicht der Bafin die Unsicherheiten und Kosten, die der Umbau hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in sich trägt (transitorische Risiken). Die Finanzaufsicht sieht auch die Gefahr von „Greenwashing“ noch nicht gebannt, also den Versuch, Finanzprodukte ohne sachliche Grundlage als besonders umweltfreundlich oder verantwortungsbewusst zu verkaufen.
Schlagworte: Aufsicht | Risikomanagement Klimawandel, Geopolitik und Konjunkturschwäche setzen den Finanzsektor zunehmend unter Druck. Banken und Versicherer seien bisher nicht in der Lage, die finanziellen Folgen von Bränden, Dürren oder Überschwemmungen präzise zu erfassen, beklagt Mark Branson, Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Der Grund: Es fehlen zuverlässige Daten. Banken und Versicherungen müssten Klimarisiken stärker in ihre Modelle einbeziehen, insbesondere durch Extremwetterereignisse. Sechs zentrale Risiken stehen laut des aktuellen Risikoberichts der BaFin dabei im Fokus: Korrekturen an Immobilien- und Finanzmärkten, steigende Kreditausfälle, Cybergefahren, unzureichende Geldwäscheprävention und Abhängigkeiten bei IT-Dienstleistungen.
Zudem bergen Digitalisierung, Klimatransformation und geopolitische Entwicklungen sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken. BaFin-Präsident Branson betont auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichts die Notwendigkeit, Risiken vorausschauend zu managen und Unternehmen auf Cyberangriffe und technologische Entwicklungen wie Quantencomputing vorzubereiten. Auch geopolitische Spannungen könnten das Finanzsystem weiter belasten, so Branson. Angesichts der dynamischen Risikolage fordere die Finanzaufsicht von Unternehmen neben einer vorausschauenden Strategie auch eine hohe Widerstandsfähigkeit, um künftige Schocks abfedern zu können. (DFPA/abg) Den vollständigen Risikobericht der BaFin finden Sie hier.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn und Frankfurt am Main. Sie vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Ihr Hauptziel ist es, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten. Die deutsche Finanzaufsicht erwartet ein herausforderndes Jahr für Banken und Versicherer. Neben IT-Risiken rücken die Folgen des Klimawandels vermehrt ins Visier der Bafin. Welche sechs zentrale Gefahren sie für 2025 identifiziert.
Benita Rathjen (Redakteurin) // 29.01.2025 in Bafin // Lesedauer: 3 Minuten Die deutsche Finanzbranche steht 2025 vor komplexen Herausforderungen. „Es gibt zurzeit nicht das eine, zentrale Risiko. Die Lage ist vielschichtig“, warnt Bafin-Präsident Mark Branson bei der Vorstellung des Risikoberichts seiner Behörde. Ein besonderes Problem: Für viele der aktuellen Risikotreiber fehlen historische Erfahrungswerte. Die Finanzaufsicht sieht vor allem die zunehmenden physischen Risiken des Klimawandels mit Sorge.
Diese schlügen sich in den Kreditportfolios der Banken und den Schadenssummen der Versicherer nieder. „In Europa könnten mehr als 30 Prozent des jährlichen Schadenbudgets für Naturkatastrophen schon in den ersten Tagen des Jahres aufgebraucht werden“, so Branson. Die Bafin identifiziert in ihrem Ausblick sechs zentrale Risiken für den Finanzsektor: Auf ihrem ersten Pressegespräch des Jahres betonte die BaFin die wachsende Bedeutung physischer Klimarisiken für den Finanzsektor. Naturkatastrophen wie Brände oder Überflutungen gefährden Banken und Versicherer zunehmend. Zugleich stellen technologische Entwicklungen wie Quantencomputing neue Gefahren dar.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am Dienstag in Frankfurt ihre Publikation „Risiken im Fokus der BaFin 2025“ vorgestellt und dabei eine klare Verschiebung der Prioritäten im Umgang mit Klimarisiken angekündigt. Während transitorische Risiken – wie jene, die aus dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft resultieren – weiterhin relevant blieben, legt die Aufsicht in diesem Jahr einen verstärkten Schwerpunkt auf physische Risiken. Diese physischen Risiken entstehen durch konkrete Auswirkungen des Klimawandels, etwa Extremwetterereignisse wie Brände, Überflutungen oder Dürren. „Wir alle erinnern uns an die verheerenden Brände in Kalifornien oder die Überschwemmungen in Valencia. Diese Katastrophen zeigen, wie tiefgreifend die Auswirkungen physischer Klimarisiken sein können – auch auf den Finanzsektor“, sagt BaFin-Präsident Mark Branson. Laut Branson gewinnen physische Risiken zunehmend an Bedeutung, da sie sich direkt auf Kreditportfolien von Banken und Schadenssummen von Versicherern auswirkten.
„In Europa könnten mehr als 30% des jährlichen Budgets für Naturkatastrophen bereits in den ersten Tagen eines Jahres aufgebraucht werden“, erklärte Branson mit Verweis auf Schätzungen von Ratingagenturen. Probleme sieht die BaFin im Umgang mit Daten, die zur Bewertung dieser Risiken notwendig sind. „Insbesondere Banken fehlen häufig Standortdaten, die eine genaue Einschätzung physischer Gefahren wie Überschwemmungen ermöglichen. Auch Versicherungen stoßen bei der Bewertung von Naturgefahren an ihre Grenzen, beispielsweise durch fehlende Informationen zu Hochwasserschutzmaßnahmen oder regionalen Bauvorschriften“, so Branson.
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