Bmleh Lebensmittelverschwendung

Emily Johnson
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bmleh lebensmittelverschwendung

Rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle wurden in Deutschland im Jahr 2022 entsorgt. Neben ungenießbaren Teilen wie Strünke oder Schalen landen auch noch essbare Lebensmittel im Müll. Hinzu kommen weitere Verluste entlang der Lebensmittelversorgungskette. Das ist aus ethischer, ökologischer und ökonomischer Sicht nicht akzeptabel. Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und der Informationsinitiative Zu gut für die Tonne! setzt sich das BMLEH gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ein.

Damit soll das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln in der gesamten Kette von der Landwirtschaft über die verarbeitende Industrie und den Handel bis hin zur Außer-Haus-Verpflegung und den privaten Haushalten geschärft und die... Wenn uns bewusst ist, wie viele wertvolle Ressourcen bei der Herstellung von Lebensmitteln verbraucht werden, werfen wir sie nicht achtlos weg. Erschienen am 24. Feb. 2026 im Format Aktuelles Erschienen am 20.

Jan. 2026 im Format Pressemitteilung Erschienen am 25. Sep. 2025 im Format Meldung Entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette vom Anbau bis zu unseren Tellern gehen weltweit etwa ein Drittel der Lebensmittel verloren, die für die menschliche Ernährung produziert werden.

Das sind nach Schätzungen der Welternährungsorganisation jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen. In Deutschland werden rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, wie aktuelle Zahlen für das Jahr 2022 des Statistischen Bundesamts zur Erfüllung der Berichtspflicht gegenüber der EU-Kommission zeigen. Durch die regelmäßige Erfassung von Lebensmittelabfalldaten können Entwicklungen abgebildet werden. Die Bundesregierung erfüllt damit auch internationale, europäische und nationale Berichtspflichten, zum Beispiel im Rahmen der Agenda 2030 und der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Mehr Wertschätzung, weniger Verschwendung: Mit Zu gut für die Tonne! setzt sich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) dafür ein, Verbraucher:innen sowie Verantwortliche entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren und deren Verschwendung zu reduzieren.

Wer über die Herstellung, den Ressourceneinsatz, die in den Lebensmitteln steckende Arbeit sowie die Folgen der Lebensmittelverschwendung informiert ist, erkennt eher den Wert der Lebensmittel und geht nachhaltiger mit ihnen um. Mit einem großen Angebot an Informations-, Bildungs- und Werbematerialien sowie Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln, Rezepten und Tutorials zur Resteverwertung, Veranstaltungen, wie der bundesweiten Aktionswoche - und vielem mehr, schafft Zu gut für... Aufmerksamkeit für das Thema Lebensmittelwertschätzung und zeigt, wie sich im Alltag Lebensmittelabfälle reduzieren lassen. Die Lebensmittelabfälle in Deutschland sollen bis 2030 in allen Sektoren halbiert und die Lebensmittelverluste reduziert werden. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes betrugen die Lebensmittelabfälle im Jahr 2020 rund 11 Millionen Tonnen. Darunter sind neben nicht mehr genießbaren Produkten auch einwandfreie Lebensmittel.

Sie wurden aus verschiedenen Gründen als nicht mehr marktgängig eingestuft oder nicht aufgebraucht. Viele dieser Lebensmittel können weitergegeben und damit vor der Tonne gerettet werden. So freuen sich andere darüber. Danke, dass Sie mithelfen, Lebensmittel zu spenden oder weiterzugeben – und somit zu retten! Wie viele Lebensmittelabfälle fallen in Deutschland entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette an – also auf dem Weg eines Lebensmittels von der Landwirtin bzw. vom Landwirt bis zum Teller?

Diese Frage muss u. a. im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung an die EU-Kommission beantwortet werden. Für das Jahr 2022 wurden vom Umweltbundesamt Lebensmittelabfälle in Höhe von 10,8 Mio. Tonnen an die EU-Kommission berichtet. Der Erhebung zufolge gab es im Jahr 2022 insgesamt knapp 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle (Frischmasse) in Deutschland.

Dazu zählen vermeidbare Abfälle wie zum Beispiel übrig gebliebene Speisereste und nicht verkaufte Lebensmittel, aber auch nicht essbare Bestandteile wie Nuss- und Obstschalen, Strünke und Blätter oder Kaffeesatz oder Knochen. Hinzu kommen weitere Lebensmittelverluste entlang der Produktions- und Lebensmittelkette. Verteilt auf die einzelnen Sektoren ist die Menge der Lebensmittelabfälle recht unterschiedlich: Es liegt in der Verantwortung aller Beteiligten, aktiv und ambitioniert zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen, aber auch von nicht unter diese Definition fallenden Verlusten, beizutragen. Schon kleine Veränderungen wirken – egal ob in einzelnen Unternehmen, zwischen Partnern entlang der Lieferkette oder in privaten Haushalten. Die Entwicklung von Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle erfolgt im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

Es bedarf aber nicht nur einer Verhaltensänderung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Bewusstes, nachhaltiges Verhalten muss auch durch eine entsprechende Ernährungsumgebung z. B. im Handel oder in der Außer-Haus-Verpflegung unterstützt werden. Die Pflicht zur Berichterstattung ergibt sich aus der europäischen Abfallrahmenrichtlinie. Danach müssen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihre Lebensmittelabfälle seit 2020 jährlich erheben und binnen 18 Monaten nach dem Ende des Berichtsjahres, für das die Daten erhoben wurden, an Eurostat übermitteln.

In Deutschland sind das für das Abfallrecht federführend zuständige Bundesumweltministerium (BMUKN) und das Umweltbundesamt für die Erhebung und Übermittlung der Zahlen verantwortlich. Das für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zuständige BMLEH begleitet diesen Prozess eng. Auf dem Weg vom Feld zum Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) landen die Lebensmittel, die von Januar bis Mai produziert wurden, jedes Jahr im Abfall. Zudem belastet die Verschwendung von Lebensmitteln die Umwelt.

Durch die Verschwendung gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. So werden landwirtschaftliche Flächen belegt, Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Technik eingesetzt sowie Emissionen freigesetzt. Schließlich trägt dies auch in nennenswerter Größenordnung zum ⁠Klimawandel⁠ bei. Eine Studie des Thünen Instituts zeigt, dass im Jahr 2010 die Ernährung der Menschen in Deutschland 177 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursachte und 38 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche beanspruchte. Deutschland könnte die auf den Lebensmittelkonsum in Deutschland zurückzuführenden Treibhausgasemissionen um ca. 10 Prozent bzw.

um 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduzieren und die landwirtschaftliche Nutzfläche um 4 Millionen Hektar verkleinern. Voraussetzung dafür ist die Halbierung der Lebensmittelabfälle auf Handel- und Verbraucherebene bis zum Jahr 2030 entsprechend dem Ziel der Vereinten Nationen. Die Weltbevölkerung konsumiert gegenwärtig mehr Ressourcen, als die Ökosysteme bereitstellen können. Damit die soziale und wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen der Tragfähigkeit der Ökosysteme stattfinden kann, muss die Art und Weise, wie unsere Gesellschaft Güter produziert und konsumiert, grundlegend verändert werden. Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) starteten die Vereinten Nationen in 2015 eine weltweite Transformation für mehr Nachhaltigkeit in den Konsum- und Produktionsmustern. Das Unterziel SGD 12.3 fordert, die weltweiten Lebensmittelabfälle in einer Dekade bis 2030 pro Kopf im Handel und auf Konsumentenebene zu halbieren.

Darüber hinaus sollen sich die Lebensmittelabfälle entlang der Produktions- und Lieferkette, einschließlich Verlusten nach der Ernte, verringern. Wie groß das Problem ist und wie es angegangen wird Lebensmittelverschwendung meint, dass für den menschlichen Verzehr produzierte Lebensmittel diesem aus unterschiedlichen Gründen nicht zugeführt werden. Sie fallen beispielsweise als übriggebliebene Speisen, nicht verkaufte Lebensmittel oder auch als Verluste bei der Produktion oder während der Verarbeitung an. Hierzu zählen auch nicht essbare Bestandteile wie Nuss- und Obstschalen, Knochen oder Kaffeesatz. Insbesondere vermeidbare Lebensmittelabfälle haben neben wirtschaftlichen vor allem negative ökologische Konsequenzen: Bei der Lebensmittelproduktion werden wertvolle begrenzte Ressourcen wie Wasser, Saatgut, Boden und Energie eingesetzt und unser Planet somit belastet.

Zudem werden bei der Erzeugung von Lebensmitteln Treibhausgase erzeugt, welche die Erderwärmung vorantreiben – völlig umsonst, wenn die Lebensmittel dann weggeschmissen werden. Angesichts des Hungers in der Welt ist die Lebensmittelverschwendung zudem aus ethischen Gründen entschieden zu reduzieren. Was hierzulande verschwendet wird, kann auch in ärmeren Regionen der Welt Anbaufläche verknappen und Lebensmittelpreise ansteigen lassen. Weltweit gelangen nach Schätzungen von Expertinnen und Experten 14 Prozent der produzierten Lebensmittel nicht bis in den Einzelhandel (FAO, 2019). Zudem werden geschätzt etwa 931 Millionen Tonnen Lebensmittel in privaten Haushalten, der Außer-Haus-Verpflegung und im Einzelhandel entsorgt (UNEP, 2021). In der Europäischen Union (EU) waren es nach EU-Schätzungen rund 59,2 Millionen Tonnen weggeworfene Lebensmittel im Jahr 2022.

Das entspricht einer durchschnittlichen Abfallmenge von 132 Kilogramm Lebensmittelabfall pro Person. Über die Hälfte der Lebensmittelabfälle (54 Prozent) entfiel auf die privaten Haushalte. Privathaushalte in Deutschland werfen vor allem Obst und Gemüse gefolgt von Brot und Backwaren sowie zubereitete Speisen in den Müll. Das zeigen repräsentative Studien zum Thema. Durchgeführt wurden die Untersuchung 2016 / 2017 und 2020 durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Bundesernährungsministeriums (ehemals BMEL, jetzt BMLEH). Sie liefern repräsentative Ergebnisse über die Art und Zusammensetzung von Lebensmittelabfällen, die in privaten Haushalten anfallen.

Beider Studien zufolge entfallen 35 Prozent (2017: 34 Prozent) der vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse, 13 Prozent (2017: 14 Prozent) machen Brot und Backwaren aus, gefolgt von Getränken (2020:12 Prozent; 2017: 11... Nach wie vor werden zu viele frische Lebensmittel weggeworfen, aber auch bereits zubereitete Mahlzeiten werden zu häufig entsorgt. Ein weiterer Befund der Untersuchungen: Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen. Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell weniger weg. Auch wenn die tatsächliche Menge an Lebensmittelabfällen in den Haushalten vermutlich höher sind als sie mit Hilfe von Tagebucheintragungen festgehalten werden, gibt die Studie wertvolle Hinweise über die Wegwerfgründe, die Entsorgungswege und die Anteile... Die Ergebnisse der Studien geben Ansatzpunkte für Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen, ermöglichen Hochrechnungen und zeigen, wo die größten Einsparpotenziale sind.

So wird deutlich: Bereits eine bessere Einkaufsplanung und die passendere Zubereitung von Mahlzeiten z. B. im Hinblick auf Portionsgrößen sind wichtige Hebel zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle in den privaten Haushalten. Lebensmittelabfälle entstehen in allen Sektoren entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette – von der Landwirtschaft über die industrielle und handwerkliche Verarbeitung bis hin zum Handel und der Außer-Haus-Verpflegung. Um eine deutliche Reduzierung der Lebensmittelabfälle und -verluste bis 2030 zu erreichen, sind nicht nur Anstrengungen innerhalb der einzelnen Sektoren notwendig. Hier können Sie die einzelnen Veranstaltungen der Dialogreihe einsehen

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