Definition Zum Begriff Weisheit Ethika Online Lexikon

Emily Johnson
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Der Begriff Weis­heit beschreibt im Wesent­li­chen ein tiefer­ge­hendes Verständnis von Zusam­men­hängen in der Natur, im Leben und in der modernen Gesell­schaft sowie eine geistige Fähig­keit des Menschen, bei Heraus­for­de­rungen und Problemen eine gute und... Weis­heit ist mehr als bloßes Wissen. Sie beruht auf Lebens­er­fah­rung und leitet uns an, dieses Wissen ethisch und mora­lisch zu nutzen. Dabei ist sie eng mit ethi­schem Denken und Handeln verbunden, was in verschie­denen Kulturen unter­schied­lich inter­pre­tiert werden kann. Siehe auch: Denken, kriti­sches Denken, ethi­sches Handeln, Vernunft Die Krone der Weisheit ist die Güte.

Euripides Weisheit stellt sich nicht immer mit dem Alter ein. Manchmal kommt auch das Alter ganz allein. Jeanne Moreau Erfahrung ist eine nützliche Sache. Leider macht man sie immer erst kurz nachdem man sie brauchte.

Johann Wolfgang von Goethe Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken: sie beleuchtet stets nur das Stück des Weges, das wir bereits hinter uns haben. Konfuzius Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen. Nagib Mahfuz

[engl. wisdom], [KOG, PER, PHI], W. bedeutet das Verstehen und Akzeptieren von Komplexität, Unbestimmtheit, Unterschiedlichkeit und Endlichkeit des menschlichen Lebens. Weisheit beschreibt zudem eine tiefe Einsicht in das Wirkgefüge der Welt, des Lebens und der Gesellschaft sowie eine bes. wertvolle ethisch-moralische Grundhaltung (Ethik, Entwicklung, moralische) und damit verbundenes Handlungsvermögen (Handlung). Weisheit vermeidet Dogmen.

Die indiv. Entwicklung bis zur Weisheit dauert im Allg. den größten Teil des Lebens und entsteht i. R. von formeller Erfahrungsbildung und wird oftmals beschleunigt durch konstruktive Verarbeitung von belastenden Erlebnissen. Weisheit führt zur Achtung eigener und der Gefühle anderer, zum Akzeptieren unterschiedlicher Interessen, Werte und Lebensstile sowie -entwürfe und zu Versuchen, Konflikte zw.

Menschen (Konflikt, sozialer) geduldig und möglichst ausgleichend zu lösen. Weisheit ist nicht notwendigerweise eine Funktion der Intelligenz, des deklarativen Wissens oder des biol. Alters. A │ B │ C │ D │ E │ F │ G │ H │ I │ J │ K │ L │ M │ N │ O │ P │ Q│ R... Weisheit (altgriechisch σοφία sophía, lateinisch sapientia) bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die Fähigkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren. Es gibt mehrere Definitionen und Konzepte von Weisheit, die sich in der Regel in den Spannungsräumen zwischen Rationalität und Intuition, Wissen und Glauben sowie zwischen Erfahrung und Instinkt bewegen.

Weitgehende Übereinstimmung herrscht in der Ansicht, dass Weisheit von geistiger Beweglichkeit und Unabhängigkeit zeugt: Sie befähigt ihren Träger, systematisch Dinge die sich in der gegebenen Situation als nachhaltig sinnvoll erweisen. Dies geschieht häufig unter Vermeidung störender Einflüsse, wie beispielsweise dem eigenen Gefühlszustand oder gesellschaftlichem Gruppenzwang. Bei näherer Betrachtung und umfassender Würdigung aller Umstände, manchmal auch erst mit zeitlichem oder räumlichem Abstand, erweisen sich diese Überlegungen, Äußerungen und Handlungen jedoch als „richtig“, zutreffend oder „wahr“. Entsprechendes gilt für Worte und Handlungen, die der Weise nach reiflicher Überlegung nicht ausspricht oder tut (vgl. „Si tacuisses, philosophus mansisses“).

Weisheit wird zu den Kardinaltugenden gezählt. Als Gegenstand wird Weisheit thematisiert von Philosophie und Theologie, den einzelnen Religionen und der Ethnologie, von Wissenssoziologie und Persönlichkeitspsychologie, der Märchen- und Mythenforschung sowie in ihren künstlerischen Gestaltungen durch Kunst, Literatur und Musik. Das Eigenschaftswort weise („wissend, klug, lebenserfahren“) kommt vom mittelhochdeutschen wīs, wīse („verständig, klug, erfahren, gelehrt, kundig“), das vom althochdeutschen wīs, wīsi (8. Jh.) oder vom mittelniederdeutschen und altsächsischen wīs abstammt. Das urgermanische Wort *wīsaz leitet sich ab von der erschlossenen indogermanischen Wurzel u̯eid-, die mit dem Sinnbezirk wissen zusammenhängt. Die Bedeutung ist wohl „kundig im Hinblick auf eine Sache, klug, erfahren“, wie im altindischen védas („Erkenntnis, Einsicht“) oder im Sanskrit Veda („Wissen“).

Ursprünglich meinte diese Wortform vor ihrem Bedeutungswandel vermutlich zuerst „sehen“ oder „gesehen haben“, wie es am Unterschied zwischen dem lateinischen vidēre („sehen“) und dem griechischen oîdă („wissen“) zu erkennen ist. Vom deutschen Eigenschaftswort weise abgeleitet ist das faktitive Verb jemanden (unter)weisen („zeigen, führen, belehren“). Das Hauptwort Weisheit als „Zustand des Weiseseins“ (althochdeutsch wīsheit) lässt sich seit dem 9. Jahrhundert nachweisen. Eng verwandt ist das Wort Gewitztheit in der alten Bedeutung „Klugheit, Schläue“. Part of the book series: essentials ((ESSENT))

Wer die Versuche verfolgt, Weisheit zu definieren, ist erstaunt, wie divergent dieser doch so gebräuchliche Begriff beschrieben wird. Im Jahre 2010 trafen sich in Chicago neun Gelehrte der Weisheitsforschung, um miteinander eine Definition zu erarbeiten (Tiberius 2011). Für die einen hatte Weisheit mit Selbsterkenntnis zu tun, für andere war Weisheit eine Wertehaltung, ein moralischer Kompass für das menschliche Miteinander. Wieder andere betonten den Wissensaspekt und sahen Weisheit als eine Form der Intelligenz. Weisheit sei eine Hilfe zur Entscheidungsfindung um herauszufinden was im Leben wesentlich sei. Und schließlich wird Weisheit auch als ausgleichende Haltung in den Spannungsfeldern des Lebens gesehen.

Das Gremium einigte sich als Ausgangspunkt dann auf folgende abstrakte Definition: „Praktische Weisheit ist die Fähigkeit, in guter Weise zu beurteilen, was im Leben zählt und die eigenen Handlungen entsprechend zu gestalten, soweit man... This is a preview of subscription content, log in via an institution to check access. Tax calculation will be finalised at checkout Pfeifer, S. (2015). Empirische Definitionen der Weisheit.

In: Weisheit als Ressource in der Psychotherapie. essentials. Springer, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-09583-3_3 Rechtsphilosophie, zuletzt bearbeitet am: 21.02.2026 | Jetzt kommentieren| Jetzt bewerten Weisheit ist ein Wissen, eine Klugheit, die auf tiefer Lebenserfahrung beruht.

Weisheit beruht auf Wissen, Erkenntnis, Verständnis und Einfühlungsvermögen, welches verbunden mit Warmherzigkeit und Wohlwollen ist. Es führt zu Gelassenheit und Geschick im Handeln. Wissen meint das Verstehen bestimmter Sachgebiete. Die Lebenskunst der Weisheit bestand in der Antike darin, die äußeren Lebensumstände zu relativieren und damit selbstbestimmt zu leben. Zur Weisheit gehörte es, sich selbst nur solche Lebensziele zu setzen, die real verwirklichbar waren. Es mussten also die eigenen Grenzen und Fähigkeiten realistisch eingeschätzt werden.

Weiter gehörte zur Weisheit, den Weg der Tugenden zu gehen und die Laster zu meiden. Denn aus der Gerechtigkeit, der Weisheit, der Tapferkeit und der Mäßigung haben alle Menschen den größten Nutzen. Vor allem die Schulen der Stoiker, der Kyniker und der Epikureer vermittelten ihren Schülern Wissen über verschiedene Sachbereiche, und Weisheit zur persönlichen und sozialen Lebensgestaltung. In der europäischen Neuzeit hat das vermehrte Wissen die Suche nach der Lebensweisheit oft verdrängt. Im 20. Jh.

wurde viel an Lebensweisheit von Asien nach Europa transferiert, viele Zeitgenossen suchen heute nach buddhistischer oder taoistischer oder hinduistischer Weisheit zur persönlichen Lebensgestaltung. Wir erkennen, dass sich auch heute Wissen und Weisheit gut verbinden können, wenn sie nicht miteinander vermischt werden. W. Ölmüller Philosophie und Weisheit 1990. A. Lange Weisheit und Prädestination 1996.

B. L. Mack Logos und Sophia 1990. Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Weisheit‹. maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora Fehler in Verwendungsbeispielen zu „Weisheit“

Die Verwendungsbeispiele in diesem Bereich werden vollautomatisch durch den DWDS-Beispielextraktor aus den Textsammlungen des DWDS ausgewählt. Fehler sind daher nicht ausgeschlossen. Bitte helfen Sie uns, die Qualität unserer Verwendungsbeispiele zu verbessern und melden Sie Fehler. Typische Fehler können sein: falsches Wort (falsche Wortzerlegung oder Eigenname); Beleg irritierend; Sonstiges. (griech. sophia).

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