Dem Staat Ist Der Hohe Preis Ganz Recht Focus Online
Die Blockade der Straße von Hormus gilt als eines der größten Risiken für den globalen Ölmarkt. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls passiert diese Meerenge zwischen Iran und Oman. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, wenn sich Konflikte in der Region zuspitzen. In den Leserkommentaren wird jedoch intensiv darüber gestritten, wie stark Deutschland tatsächlich betroffen ist. Während einige eine dramatische Versorgungskrise bezweifeln, verweisen andere auf steigende Preise und politische Entscheidungen rund um Energieimporte. Die größte Gruppe der Kommentatoren hält eine akute Versorgungskrise für unwahrscheinlich.
Viele Leser argumentieren, dass Deutschland nur einen relativ kleinen Teil seines Erdöls direkt aus dem Nahen Osten bezieht. Tatsächlich stammen die wichtigsten Lieferungen nach Deutschland wie im Artikel beschrieben derzeit vor allem aus Ländern wie Norwegen, den USA, Kasachstan und teilweise aus Nordafrika. Nach dem Ende der russischen Pipelineimporte hat sich die Struktur der Versorgung deutlich verändert. Allerdings weisen Energieexperten darauf hin, dass der Ölpreis ein globaler Marktpreis ist. Selbst wenn Deutschland physisch Öl aus anderen Regionen bezieht, können Störungen im Nahen Osten den Weltmarktpreis erhöhen und damit auch hierzulande Kraftstoff verteuern. "Ich verstehe nicht, warum wir Höchstpreise fürs Benzin bezahlen, wo doch der geringste Teil aus den Krisengebieten kommt." Zum Originalkommentar
"Es liefern diejenigen, die immer liefern. Wir bekommen aus dem Nahen Osten nur einen Bruchteil unseres Öls. Also bitte aufhören mit der Panikmache." Zum Originalkommentar Ein erheblicher Teil der Kommentare richtet die Kritik weniger gegen geopolitische Risiken als gegen Preisgestaltung und Abgaben. Leser werfen Mineralölkonzernen vor, steigende Preise schneller weiterzugeben als sinkende. Gleichzeitig wird auf die hohe Steuerlast auf Kraftstoffe in Deutschland verwiesen.
Tatsächlich besteht der Preis an der Zapfsäule zu einem großen Teil aus staatlichen Abgaben wie Energiesteuer, Mehrwertsteuer und CO2-Preis. Gleichzeitig betonen Marktanalysen, dass auch Rohölpreis, Raffineriekosten, Transport und Wettbewerb im Tankstellenmarkt eine Rolle spielen. Die Preisentwicklung ist daher meist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Die hohen Spritpreise lassen die Lesern weiter intensiv über Ursachen und Verantwortung diskutieren. Viele User richten ihren Blick aufgrund des Artikel auf die Rolle des Staates und der Steuerpolitik. Andere warnen vor wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen und Verbraucher oder vergleichen die Preisentwicklung mit anderen europäischen Ländern.
Ein großer Teil der Leser sieht den Staat als Hauptprofiteur der steigenden Spritpreise. In vielen Kommentaren wird argumentiert, dass Bund und Länder über Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer zusätzliche Einnahmen erzielen, während Verbraucher kaum entlastet würden. Tatsächlich besteht der Benzinpreis in Deutschland zu einem erheblichen Teil aus staatlichen Abgaben. Allerdings sind Energiesteuer und CO2-Preis feste Beträge pro Liter und steigen nicht automatisch mit dem Marktpreis. Nur die Mehrwertsteuer wächst proportional mit höheren Preisen. Die Einnahmen aus CO2-Bepreisung sind zudem gesetzlich zweckgebunden und sollen unter anderem über Entlastungen oder Klimamaßnahmen an Bürger und Wirtschaft zurückfließen.
Dennoch zeigt die Debatte, wie stark steigende Energiepreise als Belastung durch staatliche Abgaben wahrgenommen werden. "Wir sollten uns endlich klar machen, dass der Staat in unsere Taschen fasst, wo immer es geht, und wie immer das meiste herausgeholt werden kann. Das Schlimme: Diejenigen, die heute meckern, haben dafür gesorgt, dass dieses Ausbeutungssystem funktionsfähig und leider auch ausbaufähig bleibt." Zum Originalkommentar "Die Frechheit des Staates ist ja, dass die Mehrwertsteuer nicht auf den Preis der Brennstoffe berechnet wird, sondern auf die Ökosteuer plus CO2-Steuer plus eben den Kosten der Brennstoffe, somit wird eine Steuer auf... "Dass der deutsche Staat wieder einmal wegen der hohen Benzinpreise fröhlich abzockt, war doch von vorneherein klar. Genau deshalb unternimmt er auch nichts gegen die hohen Preise, obwohl er genau das Mehr an Einnahmen durchaus dem Volk zugutekommen lassen könnte.
Doch Pustekuchen – durch die Mehreinnahmen können jetzt wenigstens die Fürze der SPD besser bezahlt werden!" Zum Originalkommentar Der vollständige Artikel von Thomas Sabin, auf den sich die folgende Kommentar-Analyse bezieht, ist hier verfügbar: Staat profitiert kurzfristig: So entsteht der hohe Spritpreis Die hohen Spritpreise lassen die Lesern weiter intensiv über Ursachen und Verantwortung diskutieren. Viele User richten ihren Blick aufgrund des Artikel auf die Rolle des Staates und der Steuerpolitik. Andere warnen vor wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen und Verbraucher oder vergleichen die Preisentwicklung mit anderen europäischen Ländern. Ein großer Teil der Leser sieht den Staat als Hauptprofiteur der steigenden Spritpreise.
In vielen Kommentaren wird argumentiert, dass Bund und Länder über Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer zusätzliche Einnahmen erzielen, während Verbraucher kaum entlastet würden. Tatsächlich besteht der Benzinpreis in Deutschland zu einem erheblichen Teil aus staatlichen Abgaben. Allerdings sind Energiesteuer und CO2-Preis feste Beträge pro Liter und steigen nicht automatisch mit dem Marktpreis. Nur die Mehrwertsteuer wächst proportional mit höheren Preisen. Die Einnahmen aus CO2-Bepreisung sind zudem gesetzlich zweckgebunden und sollen unter anderem über Entlastungen oder Klimamaßnahmen an Bürger und Wirtschaft zurückfließen. Dennoch zeigt die Debatte, wie stark steigende Energiepreise als Belastung durch staatliche Abgaben wahrgenommen werden.
"Wir sollten uns endlich klar machen, dass der Staat in unsere Taschen fasst, wo immer es geht, und wie immer das meiste herausgeholt werden kann. Das Schlimme: Diejenigen, die heute meckern, haben dafür gesorgt, dass dieses Ausbeutungssystem funktionsfähig und leider auch ausbaufähig bleibt." Zum Originalkommentar "Die Frechheit des Staates ist ja, dass die Mehrwertsteuer nicht auf den Preis der Brennstoffe berechnet wird, sondern auf die Ökosteuer plus CO2-Steuer plus eben den Kosten der Brennstoffe, somit wird eine Steuer auf... An Tankstellen spielen sich teils irrationale Szenen ab. Dabei gibt es wirklich bessere Gründe für Wutanfälle. So viel sei gleich zu Beginn gesagt: Selbstverständlich ist es inakzeptabel, dass Mineralölkonzerne einen Krieg ausnutzen, um Spritpreise übermäßig zu erhöhen.
Offenbar passiert gerade genau das, ein paar Prozent ungerechtfertigter Aufschlag sind es seit der Blockade der Straße von Hormus, klagen die Tankstellenbetreiber. Die Bundesregierung will die ständigen Preisanpassungen der Ölkonzerne begrenzen, auch das Bundeskartellamt soll eingeschaltet werden. Gut so, Krisenprofit auf Kosten der Verbraucher darf nicht sein. Damit endet aber auch schon der rationale Teil der Sprit-Debatte in Deutschland. Scharfe Kritik an den Mineralölkonzernen, aber noch keine konkreten Maßnahmen: Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung bei den Spritpreisen laut Kanzler Merz "sehr intensiv". Welche staatlichen Maßnahmen gibt es – und wie realistisch sind sie?
Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am 10.03.2026 um 18:00 Uhr. In Kroatien hat der Staat bereits auf die hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs reagiert. Mit einer Preisobergrenze: Diesel maximal 1,55 Euro pro Liter, Benzin höchstens 1,50 Euro. In Deutschland liegen die Preise aktuell mancherorts um die 2-Euro-Grenze, allerdings bei höherem Lohnniveau. Konkrete Maßnahmen hat die schwarz-rote Bundesregierung bisher nicht beschlossen. Man beobachte die Preise "sehr intensiv", sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag.
Tatsächlich könnte der Staat den Spritpreis über ganz verschiedene Hebel beeinflussen. Preisbremse, Kartellamt, Übergewinnsteuer und mehr: Welche Möglichkeiten gibt es? Und wie realistisch sind sie? Im Sommer 2022 gab es den sogenannten Tankrabatt, um die Preissteigerungen durch den Ukraine-Krieg zu mindern. Drei Monate lang senkte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Kraftstoffe. In der Theorie hätten die Preise um 35 Cent bei Benzin und 17 Cent bei Diesel heruntergehen müssen.
Die Preise gingen zwar nach unten – doch eine ifo-Analyse (externer Link) zeigt, dass die Mineralölkonzerne den Rabatt nur teilweise an die Autofahrer weitergaben. Gekostet hat die Maßnahme den Steuerzahler mehr als drei Milliarden Euro. Prof. Dr. Maik Wolf ist Experte für Kartellrecht. Er weiß: Steigende Spritpreise bedeuten nicht automatisch mehr Steuereinnahmen.
MDR THÜRINGEN - Das Radio Do 12.03.2026 16:40Uhr 16:43 min Seit Ende Februar sind die Kraftstoffpreise kräftig nach oben gegangen: Nach ADAC-Angaben verteuerte sich Super E10 um rund 25 Cent, Diesel sogar um etwa 41 Cent pro Liter. Doch wer profitiert von dem Preisanstieg und warum trifft es Deutschland immer besonders heftig? Die Mathematik ist unbestechlich. Im Preis für einen Liter E10 stecken aktuell rund 81 Cent aus Energiesteuer und CO₂-Preis. Das ist ein Fixpreis, egal, ob der Liter 1,60 oder 2,20 Euro kostet.
Beim Diesel liegt die Energiesteuer etwas niedriger, der Mechanismus ist aber derselbe: Der große Block der staatlichen Abgaben ist fix. Zusätzlich fällt die Mehrwertsteuer auf alles an - 19 Prozent auf den Netto-Preis. Aber: Wenn wir wegen der hohen Preise weniger fahren und demzufolge tanken, schrumpft der Fixpreis sofort. Rechenbeispiele zeigen, dass bei den aktuellen Preisanstiegen schon 5 Prozent weniger Kraftstoffabsatz ausreichen würden, um den Staat bei der Erhöhung leer ausgehen zu lassen.
People Also Search
- "Dem Staat ist der hohe Preis ganz recht" - Leser ... - FOCUS Online
- „Dem Staat ist der hohe Preis ganz recht" - Leser streiten über ...
- Focus Online: «"Dem Staat ist der hohe Preis ganz recht ... - Newstral
- "Dem Staat ist der hohe Preis ganz recht" - Leser streiten über ...
- "Der Staat fasst in unsere Taschen, wo immer es geht" - FOCUS Online
- Die FOCUS-online-Debatte - "Der Staat fasst in unsere Taschen, wo immer ...
- Hohe Spritpreise: Es gibt kein Recht auf billigen Treibstoff
- Benzinpreise: Ist das noch marktüblich oder Wucher? - Wirtschaft ...
- Hohe Spritpreise in Deutschland: Was kann die Politik tun?
- Die Spritpreise schießen in Deutschland hoch - aber kassiert der Staat ...
Die Blockade Der Straße Von Hormus Gilt Als Eines Der
Die Blockade der Straße von Hormus gilt als eines der größten Risiken für den globalen Ölmarkt. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls passiert diese Meerenge zwischen Iran und Oman. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit, wenn sich Konflikte in der Region zuspitzen. In den Leserkommentaren wird jedoch intensiv darüber gestritten, wie stark Deutschland tatsächlich betroffen ist. Währen...
Viele Leser Argumentieren, Dass Deutschland Nur Einen Relativ Kleinen Teil
Viele Leser argumentieren, dass Deutschland nur einen relativ kleinen Teil seines Erdöls direkt aus dem Nahen Osten bezieht. Tatsächlich stammen die wichtigsten Lieferungen nach Deutschland wie im Artikel beschrieben derzeit vor allem aus Ländern wie Norwegen, den USA, Kasachstan und teilweise aus Nordafrika. Nach dem Ende der russischen Pipelineimporte hat sich die Struktur der Versorgung deutlic...
"Es Liefern Diejenigen, Die Immer Liefern. Wir Bekommen Aus Dem
"Es liefern diejenigen, die immer liefern. Wir bekommen aus dem Nahen Osten nur einen Bruchteil unseres Öls. Also bitte aufhören mit der Panikmache." Zum Originalkommentar Ein erheblicher Teil der Kommentare richtet die Kritik weniger gegen geopolitische Risiken als gegen Preisgestaltung und Abgaben. Leser werfen Mineralölkonzernen vor, steigende Preise schneller weiterzugeben als sinkende. Gleich...
Tatsächlich Besteht Der Preis An Der Zapfsäule Zu Einem Großen
Tatsächlich besteht der Preis an der Zapfsäule zu einem großen Teil aus staatlichen Abgaben wie Energiesteuer, Mehrwertsteuer und CO2-Preis. Gleichzeitig betonen Marktanalysen, dass auch Rohölpreis, Raffineriekosten, Transport und Wettbewerb im Tankstellenmarkt eine Rolle spielen. Die Preisentwicklung ist daher meist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Die hohen Spritpreise lassen die Lesern weiter in...
Ein Großer Teil Der Leser Sieht Den Staat Als Hauptprofiteur
Ein großer Teil der Leser sieht den Staat als Hauptprofiteur der steigenden Spritpreise. In vielen Kommentaren wird argumentiert, dass Bund und Länder über Energiesteuer, CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer zusätzliche Einnahmen erzielen, während Verbraucher kaum entlastet würden. Tatsächlich besteht der Benzinpreis in Deutschland zu einem erheblichen Teil aus staatlichen Abgaben. Allerdings sind Energi...