Die Spritpreise Schießen In Deutschland Hoch Aber Kassiert Der Staat

Emily Johnson
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die spritpreise schießen in deutschland hoch aber kassiert der staat

Prof. Dr. Maik Wolf ist Experte für Kartellrecht. Er weiß: Steigende Spritpreise bedeuten nicht automatisch mehr Steuereinnahmen. MDR THÜRINGEN - Das Radio Do 12.03.2026 16:40Uhr 16:43 min Seit Ende Februar sind die Kraftstoffpreise kräftig nach oben gegangen: Nach ADAC-Angaben verteuerte sich Super E10 um rund 25 Cent, Diesel sogar um etwa 41 Cent pro Liter.

Doch wer profitiert von dem Preisanstieg und warum trifft es Deutschland immer besonders heftig? Die Mathematik ist unbestechlich. Im Preis für einen Liter E10 stecken aktuell rund 81 Cent aus Energiesteuer und CO₂-Preis. Das ist ein Fixpreis, egal, ob der Liter 1,60 oder 2,20 Euro kostet. Beim Diesel liegt die Energiesteuer etwas niedriger, der Mechanismus ist aber derselbe: Der große Block der staatlichen Abgaben ist fix. Zusätzlich fällt die Mehrwertsteuer auf alles an - 19 Prozent auf den Netto-Preis.

Aber: Wenn wir wegen der hohen Preise weniger fahren und demzufolge tanken, schrumpft der Fixpreis sofort. Rechenbeispiele zeigen, dass bei den aktuellen Preisanstiegen schon 5 Prozent weniger Kraftstoffabsatz ausreichen würden, um den Staat bei der Erhöhung leer ausgehen zu lassen. Scharfe Kritik an den Mineralölkonzernen, aber noch keine konkreten Maßnahmen: Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung bei den Spritpreisen laut Kanzler Merz "sehr intensiv". Welche staatlichen Maßnahmen gibt es – und wie realistisch sind sie? Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am 10.03.2026 um 18:00 Uhr. In Kroatien hat der Staat bereits auf die hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs reagiert.

Mit einer Preisobergrenze: Diesel maximal 1,55 Euro pro Liter, Benzin höchstens 1,50 Euro. In Deutschland liegen die Preise aktuell mancherorts um die 2-Euro-Grenze, allerdings bei höherem Lohnniveau. Konkrete Maßnahmen hat die schwarz-rote Bundesregierung bisher nicht beschlossen. Man beobachte die Preise "sehr intensiv", sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag. Tatsächlich könnte der Staat den Spritpreis über ganz verschiedene Hebel beeinflussen. Preisbremse, Kartellamt, Übergewinnsteuer und mehr: Welche Möglichkeiten gibt es?

Und wie realistisch sind sie? Im Sommer 2022 gab es den sogenannten Tankrabatt, um die Preissteigerungen durch den Ukraine-Krieg zu mindern. Drei Monate lang senkte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Kraftstoffe. In der Theorie hätten die Preise um 35 Cent bei Benzin und 17 Cent bei Diesel heruntergehen müssen. Die Preise gingen zwar nach unten – doch eine ifo-Analyse (externer Link) zeigt, dass die Mineralölkonzerne den Rabatt nur teilweise an die Autofahrer weitergaben. Gekostet hat die Maßnahme den Steuerzahler mehr als drei Milliarden Euro.

Die Spritpreise steigen immer weiter: Neben Diesel kostet jetzt auch Super E10 mehr als zwei Euro. Wirtschaftsministerin Reiche will sich nun mit den Preisen beschäftigen. Und Finanzminister Klingbeil droht mit Konsequenzen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will sich mit den Preissprüngen an den deutschen Tankstellen infolge des Iran-Krieges befassen. "Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe", sagte Reiche im Podcast von Table.Briefings. Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch.

Die Preise an den deutschen Tankstellen steigen wegen der Eskalation in Nahost weiter stark. mehr Die Spritpreise an deutschen Tankstellen steigen weiter und weiter: Einen Tag nach Dieselkraftstoff hat auch die günstigste gängige Benzinsorte Super E10 die Marke von zwei Euro pro Liter im bundesweiten Durchschnittspreis überschritten. In der Preisspitze am Morgen kostete sie 2,003 Euro, wie der ADAC mitteilte. Noch am Mittwoch war sie mit 1,995 Euro am Morgen knapp darunter geblieben. Die Preise für Benzin und Diesel stiegen in Deutschland zuletzt Tag für Tag.

Der deutsche Staat schaute sich das im Umfeld des Iran-Kriegs lange an. Jetzt greift die schwarz-rote Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD aber ein. So sollen Tankstellen deutschlandweit nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürfen. Dieses aus Österreich bekannte Modell wolle die Regierungskoalition so schnell wie möglich einführen, erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Mittwoch (11. März) in Berlin. Damit will die schwarz-rote Koalition von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf die ausufernden Spritpreise reagieren.

Regierung reagiert auf die Spritpreis-Krise: Warum Autofahrer trotzdem enttäuscht bleiben dürften Ganz legal: So sparen Autofahrer 40 Euro bei drei Tankfüllungen! Reiche kündigte ferner eine strengere Kontrolle der Mineralölkonzerne an, nachdem zum Beispiel der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zuletzt misstrauisch war, ob es im Umfeld des Iran-Kriegs nicht etwa Preisabsprachen gibt. Das „scharfe Schwert des Kartellarms“ solle künftig stärker eingesetzt werden, kündigte indes Reiche an. Berlin – Die Spritpreise knallen rauf, und es macht kräftig Klingeling in der Kasse von Finanzminister Lars Klingbeil (48, SPD). Michael Haberland (58), Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland, kritisiert die Bundesregierung fürs Kassemachen auf dem Rücken der Autofahrer.

Er fordert in BILD eine sofortige Spritpreis-Bremse und das Aussetzen der CO₂-Steuer. Am Dienstag kletterte der Benzinpreis auf mehr als zwei Euro, am Mittwoch schoss der Dieselpreis nach und überholte sogar den Benzinpreis. Haberland ist sauer, rechnet in BILD vor: „Bei 2 Euro pro Liter nimmt sich der Staat 1,13 Euro an Steuern.“ Je höher die Preise an den Tankstellen steigen, umso mehr klingelt es in Klingbeils Kasse: Bei 2,20 Euro für einen Liter Sprit sind es 1,16 Euro Steuern, steigt der Preis auf 2,60 Euro, verdient... So verdient der Staat an jedem Liter Sprit: 50,1 Cent Mineralölsteuer, 15,4 Cent Ökosteuer, 15,7 Cent CO₂-Steuer und oben drauf kommt die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf den Gesamtpreis. Bei 2 Euro pro Liter Benzin sind das 31,9 Cent, bei 2,20 Euro schon 35,1 Cent Mehrwertsteuer.

Haberland zu BILD: „Das ist ein Selbstbedienungsladen, das Geld in Form von Steuern sprudelt von allein.“ Er fordert eine Spritpreis-Bremse, wie sie der Staat im Sommer 2022 wegen des Ukraine-Kriegs eingeführt hatte. Damals wurden die Autofahrer laut Clubchef zwischen 17 und 35 Cent für Diesel und Benzin entlastet. von Richard Luttke und Franziska Wichmann Die Preise für Diesel und Benzin sind so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Woran liegt das? Und sind die Vorwürfe gegen Ölkonzerne berechtigt?

Die Angriffe im Iran wirken sich auf die Benzinpreise in Deutschland aus. Durch die Kontrolle der Straße von Hormus steigen die Kosten für Öl. Ölkonzerne schlagen bereits jetzt höhere Preise auf. Mehr als zwei Euro pro Liter Diesel und Benzin - der Iran-Krieg sorgt für Unmut an deutschen Zapfsäulen. Die Versorgung ist zwar gesichert, doch bei einem längeren Konflikt könnte es noch teurer werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Auslöser für die hohen Preise sind der Iran-Krieg und die faktische Sperrung der Straße von Hormus vor der Küste des Landes. Durch den wichtigen Schifffahrtsweg wird normalerweise gut ein Fünftel des weltweiten Rohöls transportiert. In der Folge stieg der Preis für die Rohölsorte Brent um etwa zwölf Prozent. Iran‑Krieg außer Kontrolle – Ex‑Insider enthüllt Trump‑Debakel Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. .css-17uimcd{font:400 0.875rem/1.3 'SZSansDigital','Neue Helvetica','Helvetica',sans-serif;letter-spacing:0.025em;border-bottom:1px solid var(--sz-art-ai-summary-reviewed-text-color, #71737f);color:var(--sz-art-ai-summary-reviewed-text-color, #71737f);display:inline;padding:0;}.css-2qsijx{font:400 0.75rem/1.5 'SZSansDigital','Neue Helvetica','Helvetica',sans-serif;letter-spacing:0.085em;line-height:1;-webkit-align-self:baseline;-ms-flex-item-align:baseline;align-self:baseline;background-color:transparent;border:none;border-bottom:1px solid var(--sz-basic-text-color-primary, #29293a);color:var(--sz-basic-text-color-primary, #29293a);cursor:pointer;display:inline-block;padding:0 0 2px 0;-webkit-text-decoration:none;text-decoration:none;-webkit-transition:border-bottom 150ms ease-in-out;transition:border-bottom 150ms ease-in-out;font:400 0.875rem/1.3 'SZSansDigital','Neue Helvetica','Helvetica',sans-serif;letter-spacing:0.025em;border-bottom:1px solid var(--sz-art-ai-summary-reviewed-text-color, #71737f);color:var(--sz-art-ai-summary-reviewed-text-color, #71737f);display:inline;padding:0;}.css-2qsijx:hover{border-bottom-color:transparent;}Lesen Sie mehr über unseren Umgang...

Der Iran-Krieg macht sich in Deutschland auch an den Zapfsäulen bemerkbar. Die Wirtschaftsministerin prüft, was sie gegen überhöhte Preise tun kann. „Es darf keine Abzocke geben“, warnt der Finanzminister. Von Michael Bauchmüller, Robert Roßmann und Vivien Timmler, Berlin Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat eine kartellrechtliche Prüfung der Preissprünge an den deutschen Tankstellen infolge des Iran-Kriegs angekündigt. „Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe“, sagte Reiche im Podcast von „Table.Briefings“.

Darüber sei sie mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil drohte Mineralölkonzernen mit Konsequenzen, sollten sie versuchen, aus dem Iran-Krieg und der aktuellen Lage Kapital zu schlagen. „Also es darf da jetzt keine Abzocke geben und da muss Politik natürlich auch handeln und muss da klar und konsequent vorgehen“, sagte der SPD-Chef in der Sendung „ZDF spezial“. Aus diesem Grund habe er Wirtschaftsministerin Reiche gebeten, sehr schnell zu prüfen, was man in solchen Fällen tun könne. In unseren Faktenchecks und im TikTok-Kanal „Moment mal“ überprüfen wir virale Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt. Woher kommt eine Aussage?

Was ist falsch, was stimmt? Was kann belegt werden – und was ist eine Lüge? Kurz. Einordnend. Transparent. Friedrich Merz ist der zehnte deutsche Bundeskanzler und führt eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD.

Wirtschaftlich und militärisch gehören die Vereinigten Staaten zu den mächtigsten Ländern der Erde, mit großem Einfluss auf das aktuelle Weltgeschehen. Nie war die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, so hoch wie heute. Wie gehen Deutschland und die Welt damit um? Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Hier finden Sie Analysen, aktuelle Berichte, Hintergründe und Interviews zum Thema.

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