Gastbeiträge Gastkommentare Sz De

Emily Johnson
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Antisemitismus lebt nicht nur von Hass, sondern immer auch von Wegsehen, von Schweigen und dem Wunsch, sich nicht positionieren zu müssen. Statt Whatsapp-Nachrichten, die nicht ankommen, ein Brief an die Menschen in Iran. Einer, der ihren großen Mut preist und den schrecklichen Kleinmut des Westens voller Scham beim Namen nennt. Der Angriffskrieg in der Ukraine dauert nun länger als der Große Vaterländische Krieg Russlands gegen Nazideutschland. Putin ist es egal, wie viele Menschen für seinen Sieg noch sterben müssen. Wenn der Kampf gegen einen Aggressor den Alltag dominiert, kann man sich schwer für Umweltschutz und Gerechtigkeit einsetzen.

Die Zeit ist reif, unser Verständnis von Nachhaltigkeit zu erweitern. Einen größeren Angriff als den der USA hat Venezuela noch nie erlebt. Die krisenerprobte Bevölkerung muss jetzt in noch größerem Chaos weitermachen. Ein Lagebericht. Ein noch immer begehrter fossiler Rohstoff, der tatsächlich aus Biomasse entstanden ist, aber nur an manchen Orten der Welt. Gerade mal wieder knapp und teuer.

Der Aufstieg zum Ministerpräsidenten war Cem Özdemir, dem Sohn türkischer Einwanderer, nicht in die schwäbische Wiege gelegt. İlker Çatak über die Frage, wie man als Filmemacher unabhängig bleiben kann – trotz einer besorgniserregenden Tendenz. Viele Jahre lang war sie Chefredakteurin des People-Magazins „Bunte“. Jetzt ist sie Politikerin – für die FDP. Das gezielte Verbreiten von falschen oder aus dem Zusammenhang gerissenen Fakten mit dem Ziel, einer Person zu schaden. Was die CDU gerade den Grünen in Baden-Württemberg vorhält.

Trump droht eine Krise am Anleihemarkt, höhere Inflation und geringeres Wachstum zu provozieren. Für Trumps Republikaner wäre das bei den Zwischenwahlen fatal, meint Desmond Lachman. Mehr Wagniskapital ermöglicht mehr Wachstum. Das nötige Kapital aber haben in Deutschland nur die Superreichen. Wir sollten sie deshalb nicht vergraulen, mahnt Wolfram F. Richter.

Die schlimmsten Befürchtungen werden jetzt schon Realität. Die Turbulenzen bedrohen die Weltwirtschaft. Europa ist besonders gefährdet, warnt Carolyn Kissane. Statt den Mangel zu verwalten, sollte die Politik wieder Eigeninitiative ermöglichen. Ökonom Alexander Pöschl und Idealo-Mitgründer Martin Sinner schlagen dafür vier Reformen vor. Der Schockeffekt und die Missachtung von Normen verkörpern Trumps persönliches und politisches Credo: Regeln sind aus Sicht des US-Präsidenten etwas für Dummköpfe, meint Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoglu.

Ein Industriebetrieb im falschen Bundesland, ein Zelt in der falschen Grafschaft. Außerdem bessern wir noch ein paar Prozentzahlen nach. Wenn ein „Pinocchio“-Vergleich schon zu Ermittlungen führt, müssten auch Politiker ihre Zunge besser hüten, finden zwei SZ-Leser. Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung den Bürgern „die Freiheit im eigenen Heizungskeller zurückgeben". Die Neuregelung halten SZ-Leserinnen und -Leser für eine schlechte Entscheidung. Nicht in allen Bundesländern heißen die Landesparlamente „Landtag“.

Ferner berichtigen wir etwas in der Chronologie eines Bildes von Gustave Courbet. Für eine menschenwürdige Versorgung im Alter bräuchte es auch eine faire Finanzierung durch die Pflegeversicherung, kommentieren Leser. Die „Süddeutsche Zeitung“ hat einen Ombudsmann. Der ist Mittler zwischen Leserschaft und Redaktion, hilft Missverständnisse aufzuklären, nimmt berechtigte Kritik auf und erklärt seriösen Journalismus. Einblicke in seine Arbeit. Das Wort der Zeit ist Krise.

Und trotzdem gibt es viele große und kleine Dinge, die einem gerade Zuversicht geben. Was ist das bei Ihnen? Erzählen Sie es uns. Von Funklöchern, Trinktouristen und fragwürdigen Avancen: Wenn einer eine Bahnreise tut, dann kann er was erzählen. Finstere Drohungen und seltsam undemokratische Ankündigungen aus Washington: Leserinnen und Leser wünschen sich ein selbstbewussteres Europa. In Wien führen FPÖ und ÖVP Verhandlungen für eine Bundesregierung.

Die mögliche Koalition mit einem Kanzler Herbert Kickl beschäftigt viele Leserinnen und Leser. Eine Auswahl der Zuschriften. Manche Münchner ärgert es, dass sie plötzlich länger auf ihre Briefe warten müssen. Dafür gibt es einen Grund. Selbst wenn es einen neuen Merkel'schen Ton in der Flüchtlingspolitik gibt: Das Wort "Obergrenze" hat man von ihr noch nicht gehört. SZ-Leser streiten auch weiter darüber, ob es diese Obergrenze geben kann und muss.

Der Leitartikel mit dem Titel "Es lebe das Vorurteil" hat Leser verärgert, die dem von EU und USA geplanten Abkommen TTIP kritisch gegenüberstehen. Martin Zips hat in seinem Essay "Empört euch!" die zunehmende Kluft zwischen Armen und Reichen weltweit angeprangert. SZ-Leser und Leserinnen fordern mehr Gerechtigkeit. Im SZ-Interview sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die Rückkehr von Flüchtlingen sollte der Normalfall sein, wenn die Fluchtgründe weggefallen sind. Das meinen auch viele SZ-Leser. Bis zum Schluss konnte sich Jürgen Habermas über „verzwergte politische Eliten“ aufregen, auch wenn der Philosoph da längst Weltruhm hatte.

Nachruf auf einen großen Aufklärer. Der Tod des großen Philosophen Jürgen Habermas bewegt die Welt. Reaktionen und Gedanken von Friedrich Merz, Herfried Münkler, Seyla Benhabib und anderen. Der „zwanglose Zwang des besseren Arguments“, ein „Bewusstsein von dem, was fehlt“, „Strukturwandel der Öffentlichkeit“: eine Werkschau des großen Philosophen. Mehrfach hat der Philosoph in der jüngsten Vergangenheit Gastbeiträge in der SZ veröffentlicht: zum Krieg in der Ukraine und zur Lage Europas und der Welt nach der Wiederwahl von Donald Trump. Alle Texte im Überblick.

Zwei Münchner Platzverweise, aberkannte Tore und ein starker Sven Ulreich: Die Bayern sind nach einem turbulenten Spiel in Leverkusen froh über ein Remis – der Schiedsrichter muss sich einiges anhören. Warum gestaltet die SZ ihre Kommentarfunktion um? Der Relaunch der Leserkommentare bietet mehr Möglichkeiten für konstruktiven Dialog und eine lebendige Community. In Online-Kommentaren werden die Meinungen von SZ-Autorinnen und -Autoren hinterfragt, Argumente ausgetauscht und weiterführende Informationen für den Dialog geliefert. Online-Kommentare sind - wie auch Leserbriefe - integraler Bestandteil journalistischer Arbeit. Diese Auseinandersetzungen mit aktuellen Themen seitens der Leserinnen und Leser finden auch in der Redaktion Beachtung.

Dem Potenzial dieser Kommunikationsform trägt die Süddeutsche Zeitung Rechnung und hat die Kommentarfunktion auf SZ.de neu gestaltet. Dies sind die wichtigsten Änderungen: Die Kommentarfunktion wird wieder Teil der Artikel. Direkt neben den Meinungen der Autorinnen und Autoren finden sich die Meinungen der Leserinnen und Leser. Grund für diese Änderung ist neben der damit einhergehenden Wertschätzung für Leserkommentare auch der deutlichere Bezug zum angesprochenen Artikel und zur Textpassage. Dies gilt für alle Meinungsartikel auf SZ.de und die Artikel in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Wissen und Sport.

Es soll aber sukzessive auf weitere Artikel ausgeweitet werden.

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