Strukturwandel Im Burgenlandkreis Was Passiert Nach Der Kohle Städte

Emily Johnson
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strukturwandel im burgenlandkreis was passiert nach der kohle städte

Trotz voller Fördertöpfe stockt der Strukturwandel – doch wie schnell entstehen wirklich neue Perspektiven für die Beschäftigten im Revier? Hohenmölsen/MZ. - Auf dem Papier bewegt sich viel in Sachen Strukturwandel im Burgenlandkreis. 4,8 Milliarden Euro stellt der Bund Sachsen-Anhalt bis 2038 für die Neuausrichtung des Mitteldeutschen Reviers zur Verfügung. Gleichzeitig wurde beim Forum „Wandel regional spüren“ im Bürgerhaus Hohenmölsen am Mittwoch vor allem eines sichtbar: Das Geld ist vorhanden, doch an Tempo fehlt es. Unser digitales Angebot bietet Ihnen Zugang zu allen exklusiven Inhalten auf MZ.de sowie zur digitalen Zeitung.

Jetzt registrieren und 4 Wochen digital lesen. Wenn Sie bereits Abonnent der gedruckten Ausgabe sind, können Sie die digitale Zeitung >>HIER<< bestellen. Mit Milliarden aus dem Strukturwandelprogramm will der Burgenlandkreis den Ausstieg aus der Braunkohle meistern. Investiert wird in Bildung, Industrie – und eine neue Zukunft. Doch der Weg dorthin ist steinig. Der alte Bahnhof in Reuden (Burgenlandkreis), eingezwängt zwischen der Bundesstraße 2 von Zeitz nach Leipzig auf der einen und dem Tagebau Profen auf der anderen Seite, ist ein Backsteinbau, der deutlich bessere Zeiten gesehen...

Die Fenster sind mit Brettern vernagelt, Züge halten hier seit Jahren nicht mehr. Im Zuge des Strukturwandels fließen 4,8 Milliarden Euro nach Sachsen-Anhalt. Wir haben nachgefragt, welche Projekte in den früheren Kohlegebieten geplant sind und wie der Stand dazu ist. MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE So 03.08.2025 19:00Uhr 08:28 min Doch das soll sich ändern: Mit dem geplanten Ausbau der S-Bahn-Strecke Leipzig–Zeitz in den kommenden Jahren soll auch der Haltepunkt Reuden reaktiviert werden. Derzeit laufen die Planungen für das umfangreiche Bauvorhaben, ab 2035 könnten wieder Züge in Reuden halten.

KommentareDruckenTeilen(function(a,b){if(a.navigator.canShare){var c=b.querySelector(".idjs-webshareAction"),d=JSON.parse(a.ippen.b64DecodeUnicode(" eyJ0aXRsZSI6IlRyb3R6IEbDtnJkZXJtaWxsaW9uZW4gc3RvY2t0IGRlciBTdHJ1a3R1cndhbmRlbCBpbSBCdXJnZW5sYW5ka3JlaXMiLCJ0ZXh0IjoiRGVyIEtvaGxlYXVzc3RpZWcgMjAzNCBzb2xsIG5ldWUgUGVyc3Bla3RpdmVuIGJyaW5nZW4uIERvY2ggV2Fzc2Vyc3RvZmZwcm9qZWt0ZSBsaWVnZW4gYXVmIEVpcyB1bmQgQXJiZWl0c3Bsw6R0emUgZmVobGVuIHdlaXRlcmhpbi4iLCJ1cmwiOiJodHRwczovL3d3dy5mci5kZS9wb2xpdGlrL3Ryb3R6LWZvZXJkZXJtaWxsaW9uZW4tc3RvY2t0LWRlci1zdHJ1a3R1cndhbmRlbC1pbS1idXJnZW5sYW5ka3JlaXMtOTQxODAwMTIuaHRtbD91dG1fc291cmNlPV9zaGFyZWQmdXRtX21lZGl1bT13ZXN0JnV0bV9jYW1wYWlnbj1pbnRlcmFjdGlvbmJhciJ9"));c&&a.navigator.canShare(d)&&(c.style.display="",c.addEventListener("click",b=>{b.preventDefault(),a.setTimeout(function(){a.navigator.share(d)},0)}))}})(window,document); Der Kohleausstieg 2034 könnte die Region zwischen Leuna und Zeitz in Sachsen-Anhalt grundlegend verändern. Gute Ideen und Fördergeld bieten sogar die Chance, die wirtschaftlichen und sozialen Versäumnisse der Nachwendezeit zu heilen. Doch wie kann der Strukturwandel gelingen? Die Sonne hat in diesen Tagen nicht genug Kraft, um dem riesigen Loch in der Landschaft bei Profen etwas Glanz zu verleihen. Trostlos wirkt das terrassierte Abbaufeld Domsen, das seit 2017 wächst und wächst.

Kilometerlange Starkstromkabel und Förderbänder ziehen sich durch die zerfressene Landschaft, Rohre leiten Grundwasser in nahegelegene Seen. Alles hier ist darauf ausgelegt, mit dem Tagebau mitzuwandern. Der dunkle Strich im grau-braunen Gestein markiert die Schicht aus Braunkohle. 20 bis 45 Millionen Jahre hat sie hier gelegen und wird nun in den nahen Kraftwerken in Wählitz und Schkopau sowie im Industrie- und Chemiepark in Zeitz verheizt. Bis zu sechs Millionen Kubikmeter pro Jahr. In Deutschland gibt es 299 Bundestagswahlkreise.

So vielfältig die Menschen vor Ort, so unterschiedlich sind die Probleme und Potenziale. Eines haben viele Regionen aber gemeinsam: Was konkret dort passiert, ist außerhalb kaum bekannt. Und das, obwohl genau dort der Kampf um die Demokratie geführt wird. Mit der Entscheidung bis 2038 aus der Braunkohleverstromung auszusteigen, steht der Burgenlandkreis vor großen Herausforderungen. Doch dieser Schritt bietet auch eine einmalige Chance, in die Zukunft des Landkreises zu investieren. Wir haben die Aufgabe, den Menschen im Revier eine Perspektive zu geben.

Dafür müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gleichzeitig müssen Investitionen in die öffentliche Daseinsvorsorge, mobile, digitale und touristische Infrastruktur und in den Klima- und Umweltschutz erfolgen. Um diese Aufgaben zu bündeln, richtete der Burgenlandkreis zuerst eine eigene Stabsstelle Strukturwandel, Regionalplanung und Breitbandausbau ein. Seit 1. Februar 2025 kümmert sich die kreiseigene Strukturentwicklungs- und Wirtschaftsfördergesellschaft Burgenlandkreis (SEWIG) mbH um die Projekte im Strukturwandel. Diese sind:

Aktuell zurückgestellte Projekte und potentielle Nachrücker: Projekte aus Mitteln Just Transition Fund (EU): Das Land Sachsen-Anhalt gründete für die Koordinierung und Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen des Strukturwandels ebenfalls eine Stabsstelle. Weitere Informationen finden Sie hier. Gestalten wir den Strukturwandel gemeinsam und packen es an. Fünf Jahre nach dem Beschluss zum Kohleausstieg ist es Zeit für eine Zwischenbilanz: Was hat sich in den betroffenen Regionen getan?

Das diskutiert die Runde bei "Fakt ist!" live aus Zeitz. Fakt ist! Mi 06.08.2025 20:15Uhr 59:56 min Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung läuft und soll mit Milliardenförderungen ins Mitteldeutsche Braunkohlerevier aufgefangen werden – für zukunftsfähige Infrastrukturen und Jobs. In Zeitz sind am Mittwoch Bürger, Politiker und Experten zur Diskussion zusammengekommen. Ergebnis: Nach schlechten Erfahrungen sitzt die Skepsis vor Ort tief.

Dabei laufen Förderungen und Projekte längst. In der MDR‑Sendung "Fakt ist! – Milliardenprojekt Kohleausstieg – Bürgertalk live aus Zeitz" ist am Mittwochabend deutlich geworden: Der Strukturwandel in den ostdeutschen Kohleregionen stößt auf gemischte Reaktionen. Viele Menschen hoffen auf neue Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen. Gleichzeitig gibt es Zweifel, ob die zugesagten milliardenschweren Investitionen tatsächlich vor Ort spürbare Verbesserungen bringen. Der Bund stellt bis zum Jahr 2038 rund 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den deutschen Kohleregionen bereit.

Hier erfahren Sie wie staatliche Subventionen zur Energiewende und zum Kohleausstieg Ihrer Gemeinde oder Ihrem Landkreis zugute kommen. Der Strukturwandel betrifft vier Reviere in ganz Deutschland. Eine davon ist auch der Burgenlandkreis. Strukturwandel ist das Ergebnis von Entscheidungen, welches auf europäischer Ebene vor über acht Jahren getroffen worden ist. Dazu ein kurzer Zeitfolgenabriss: Um diese Gesetze umzusetzen, wird die Kohleverstromung schrittweise verringert, damit diese dann bis zum Jahr 2038 gänzlich eingestellt werden kann.

Dieser Prozess betrifft den Burgenlandkreis stark. Um die Folgen des Kohleausstieges für die Bevölkerung und die Wirtschaft in den Ländern Brandenburg, Nordrhein-Westfahlen, Sachsen und Sachsen-Anhalt abzumildern, erhalten die Regionen gemäß des Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) als Teil des Strukturstärkungsgesetzes bis zum... Damit erhalten diese die Möglichkeit, sich weiterentwickeln und nach dem Kohleausstieg besser dazustehen als zuvor, Diese sollen für besonders bedeutsame Investitionen von Ländern und Gemeinden – mit dem sogenannten Landesarm als 1. Säule und dem Bundesarm als 2. Säule der Finanzhilfen – gefördert werden. Als Budget für den Burgenlandkreis aus dem „Landesarm“ wurde eine Summe von 432,5 Millionen Euro festgelegt.

Dabei entscheiden die Länder gemeinsam mit den Kommunen über die umzusetzenden Projekte. Aus den Mitteln des Bundesarmes soll das im Gesetz verankerte Schienen-Verkehrsvorhaben „S-Bahn Leipzig-Pegau-Zeitz-Gera“ auf dem Territorium des Burgenlandkreises finanziert werden. Die Europäische Union beteiligt sich ebenso an der Finanzierung des Kohleausstiegs in Deutschland mit weiteren Förderprogrammen, wie zum Beispiel dem Just Transition Fund (JTF) in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, woraus auch der Burgenlandkreis... Der Strukturwandel im Burgenlandkreis bekommt frischen Rückenwind: 26 Experten können dank einer Förderung von mehr als neun Millionen Euro in den nächsten vier Jahren weiter an der Zukunft der Region arbeiten. Es geht um neue Arbeitsplätze, Wasserstoff-Projekte und die Entwicklung von Gewerbegebieten. Zeitz/Naumburg - Heimische Braunkohle ist wohl die längste Zeit Energieträger gewesen.

Auch wenn es noch keine Entscheidung darüber gibt, ab wann genau der Rohstoff nicht mehr zur Energie- und Wärmegewinnung genutzt werden darf, sie kommt. Möglicherweise bereits in der kommenden Legislaturperiode des Bundestages. Was das für den Burgenlandkreis bedeutet und wie man sich hierzulande auf den bevorstehenden Ausstieg aus der Kohleenergie vorbereitet, darüber hat die MZ mit Landrat Götz Ulrich (CDU) gesprochen. Was der Leser wissen muss: Die Grünen wollen, dass ein Ausstieg aus der Kohleenergie bis 2030 erfolgt. Die Diskussion darüber wird nach der Bundestagswahl an Fahrt aufnehmen.

Das hat enorme Bedeutung für den Burgenlandkreis und das ganze Mitteldeutsche Revier, zu dem mit dem Burgenlandkreis der Landkreis und die Stadt Leipzig gehören, dazu der Kreis Nordsachsen, der Saalekreis, die Stadt Halle und... Das Braunkohleunternehmen Mibrag mit Sitz in Theißen beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter, die Arbeitsplätze von weiteren rund 4.000 Menschen sind indirekt abhängig von der Braunkohle. In der Region muss ein Strukturwandel vollzogen werden. Das heißt, es müssen einerseits alternative attraktive Arbeitsplätze geschaffen werden beziehungsweise Möglichkeiten, alternative Arbeitsplätze auf möglichst schnellem Weg im Umland zu erreichen. Neue Arbeitsplätze können zum Beispiel im Bereich alternativer Energiegewinnung entstehen, im Bereich der stofflichen Verwertung von Kohle in der chemischen Industrie, im Bereich der Speicherung von Energie. Die Menschen müssen merken, dass sie hier weiter eine Zukunft, ein Zuhause haben.

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