Gestiegene Spritpreise Sind Sie In Deutschland Besonders Hoch
(Symbolbild)Die 2 vor dem Komma ist seit dieser Woche sehr häufig an deutschen Zapfsäulen zu sehen. Der Krieg im Iran verteuert auch das Erdöl. Der Ölpreisschock macht sich deutlich an deutschen Zapfsäulen bemerkbar. Benzin- und Dieselpreise sind zeitweise über zwei Euro gestiegen. Gilt das auch im EU-Ausland? Und: Ist Besserung in Sicht?
Über dieses Thema berichtet: BR24 im Radio am 06.03.2026 um 07:37 Uhr. Der neue Ölpreisschock nach der Eskalation im Nahen Osten ist an den Tankstellen angekommen – und zwar schnell. In Deutschland kletterten die Preise innerhalb weniger Tage deutlich nach oben. Laut ADAC stieg der Liter Diesel zuletzt (Stand 4.3.) um rund 25 Cent, Benzin verteuerte sich um 15 bis 20 Cent je Liter. Nicht überall in Europa sind solche Preissprünge aufgetreten. In den unmittelbaren Nachbarländern hingegen schon: Zwischen Sonntag und Mittwoch verteuerte sich der Dieselpreis in Österreich um 19,9 Cent, Super E10 stieg im selben Zeitraum sogar um 24,7 Cent je Liter.
Auch in Dänemark schlug der Preisschub durch: Der Liter Diesel kostete am Mittwoch umgerechnet 22 Cent mehr als noch am Sonntag. E10 stieg dort dagegen vergleichsweise moderat – um 5,8 Cent je Liter. Die Kosten fürs Tanken sind im Tagesvergleich wieder gesunken – zum ersten Mal seit Beginn des Irankriegs. Superbenzin der Sorte E10 und Diesel waren im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Mittwochs um 3,4 beziehungsweise 5,4 Cent pro Liter billiger als am Dienstag, wie der ADAC mitteilt. Mit 2,011 Euro pro Liter war E10 allerdings immer noch gut 23 Cent teurer als am Tag vor Kriegsausbruch. Bei Diesel waren es mit 2,134 Euro pro Liter am Mittwoch sogar knapp 39 Cent mehr als vor Beginn der Angriffe.
Ein zentraler Treiber des Preisanstiegs der letzten Zeit waren die Rohölpreise, die in den vergangenen eineinhalb Wochen kräftig zugelegt hatten. Hintergrund ist, dass der Krieg die Straße von Hormus betrifft, durch die große Mengen an Rohöl, aber auch Flüssiggas transportiert werden. Am Mittwoch haben Politik und Institutionen verschiedene Gegenmaßnahmen gegen die hohen Öl- und Spritpreise beschlossen. So hat die Internationale Energieagentur IEA angekündigt, dass die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl aus ihren strategischen Reserven freigeben. Das ist mehr als je zuvor bei einer gemeinsamen Aktion. Zudem hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Mittwoch angekündigt, dass Tankstellen in Deutschland nach Regierungsplänen bald wohl nur noch einmal am Tag ihre Spritpreise erhöhen dürften.
Ob das etwas an den hohen Preisen ändert, ist unklar. Warum ist Tanken in Deutschland so viel teurer als im EU-Schnitt? Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, sieht die Gründe vor allem in der Macht weniger großer Konzerne. In Deutschland sind die Spritpreise stark gestiegen. Das liege daran, dass fünf große Unternehmen "die Wertschöpfungskette dominieren", sagt der Chef der Monopolkommission, Duso. Die Spritpreise in Deutschland infolge des Iran-Kriegs sind laut der Monopolkommission stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land.
Das erklärte Tomaso Duso im heute journal. Er ist Vorsitzender der Monopolkommission, die als unabhängiges Beratungsgremium unter anderem die Bundesregierung zu Wettbewerbspolitik berät. Vergleiche man die Kraftstoffpreise an den Tankstellen ohne Steuern und Abgaben in dieser Woche mit der Woche vor Kriegsbeginn, liege der Dieselpreis in Deutschland um 44 Prozent höher. Im EU-Durchschnitt betrage der Anstieg 29 Prozent. Benzin sei hierzulande um 29 Prozent teurer geworden, im EU-Durchschnitt dagegen nur um 16 Prozent. Zwar sei auch der Rohölpreis im selben Zeitraum um 27 Prozent gestiegen, so Duso.
Das allein erkläre jedoch nicht, warum die Spritpreise in Deutschland stärker anzogen als im EU-Durchschnitt. Die Spritpreise in Deutschland sind wegen des Iran-Kriegs stark gestiegen. Aktuelle Daten zeigen, wie teuer das Tanken von Super, E10 und Diesel in Ihrer Region ist. 2,10 Euro kostet aktuell ein Liter Super im bundesweiten Durchschnitt. Dieser Preis ist im Vergleich zu gestern kaum gestiegen. Der Preis für einen Liter Diesel liegt bei 2,16 Euro.
Er ist gegenüber gestern nahezu gleich geblieben (Datenstand: 14.03.2026). Vor Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis für Super laut Marktansparenzstelle für Kraftstoffe bei 1,83 Euro pro Liter, der Preis für Diesel bei 1,75 Euro. Die Spritpreise hängen eng mit dem Rohölpreis zusammen. Auch dieser geht seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 stark nach oben, wie die folgende Grafik zeigt. Er reagiert besonders empfindlich, weil aufgrund des Krieges zurzeit kaum noch Schiffe die Straße von Hormus passieren können. Durch die Meerenge am Persischen Golf werden nahezu 30 Prozent des weltweiten verschifften Öls transportiert, rund ein Fünftel des weltweiten Bedarfs.
Um den Preisanstieg zu dämpfen will Deutschland Teile seiner nationalen Ölreserve freigeben. "Wenn dem Markt die Sorge vor Knappheit genommen wird, entspannen sich Preise", so Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ob das tatsächlich geschieht, bleibt abzuwarten. Einen Versorgungsmangel gebe es nicht, sagte die Ministerin. Auch der Wirtschaftsverband Fuels und Energie fürchtet keine Versorgungsengpässe, weder bei Benzin und Diesel, noch bei Heizöl oder Flugkraftstoff. "Die Belieferung mit Kraft- und Brenn- und Treibstoffen ist sicher", so der Verband.
Das liege unter anderem daran, dass Deutschland Rohöl aus rund 30 Ländern beziehe. Hauptlieferländer sind Norwegen, die USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien. Auch der Preis für Heizöl steigt in Folge des Krieges. Im vergangenen Jahr hatte er Daten der Plattform heizoel24 zufolge fast durchgängig unter einem Euro pro Liter gelegen. Deutlich über zwei Euro pro Liter liegen am Morgen des 11. März 2026 alle angebotenen Spritsorten an einer Tankstelle in Stuttgart.
Die Preise an den Tankstellen steigen aktuell deutlich. Superbenzin und Diesel kosten vielerorts mehr als zwei Euro pro Liter. Schnell entsteht dabei der Eindruck, dass die Preise vor allem in Deutschland besonders stark nach oben gehen. Ein Vergleich mit unseren Nachbarländern zeigt jedoch: Ganz allein steht Deutschland mit dieser Entwicklung nicht da, auch wenn der Anstieg hier tatsächlich zu den stärksten gehört. Beim Benzinpreis liegt Deutschland im europäischen Vergleich derzeit weit vorne, wenn man die Entwicklung der vergangenen Wochen betrachtet. Am 9.
März kostete ein Liter Benzin hierzulande durchschnittlich 2,03 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 16 Prozent innerhalb eines Monats – stärker als in allen anderen betrachteten Ländern. Auch in einigen Nachbarstaaten sind die Preise deutlich gestiegen, allerdings etwas weniger stark. In Österreich etwa legte der Benzinpreis um 14,8 Prozent zu und lag zuletzt bei 1,71 Euro pro Liter. In Luxemburg, wo Tanken traditionell günstiger ist, betrug der Anstieg rund 13 Prozent bei einem Preis von 1,65 Euro. In anderen Ländern fiel der Preissprung deutlich moderater aus.
In Frankreich etwa stieg der Benzinpreis im Monatsvergleich nur um 6,5 Prozent und lag bei etwa 1,79 Euro pro Liter. Noch geringer war die Entwicklung in osteuropäischen Ländern: In Polen verteuerte sich Benzin lediglich um 2,3 Prozent auf etwa 1,36 Euro, in Tschechien sogar nur um 1,7 Prozent auf rund 1,39 Euro pro Liter. Der bundesweite Preis für Diesel liegt bei etwa 2,06 Euro pro Liter, Super E10 kostet rund 1,94 Euro. Ein starker Anstieg infolge des Krieges im Nahen Osten. (Stand: 6.3.2026) Der Preisanstieg hat sich mittlerweile verlangsamt.
Doch besonders Pendler, Familien mit mehreren Autos und Unternehmen mit Diesel-Flotten merken den Preisdruck. Die Koalition richtet eine Taskforce ein, um Energiepreise zu prüfen, während über einen möglichen Tankrabatt noch debattiert wird. Wegen des Kriegs im Nahen Osten sind die Spritpreise in Deutschland weiter gestiegen, getrieben durch den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus zwischen Iran und Oman. Durch diesen Schifffahrtsweg werden normalerweise rund... Die de facto Blockade treibt den Preis für Erdöl in die Höhe. Besonders Dieselpreise reagieren sensibel, da er für die Industrie unverzichtbar ist. Die Blockade verschärft die geopolitischen Spannungen und sorgt für Unsicherheit auf den Märkten.
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie sieht alles im normalen Rahmen: Der Iran-Krieg treibt die Preise für Rohöl sowie fertige Benzin- und Dieselkraftstoffe auf dem Weltmarkt deutlich nach oben. Beispielsweise stieg der Dieselpreis in Rotterdam vom Samstag vor der Nahost-Eskalation bis Dienstag vier Tage später um rund ein Drittel. Eine Gewinnmitnahme durch Konzerne sei daher auszuschließen. KommentareDruckenTeilen(function(a,b){if(a.navigator.canShare){var c=b.querySelector(".idjs-webshareAction"),d=JSON.parse(a.ippen.b64DecodeUnicode(" eyJ0aXRsZSI6IkFEQUMtQW5hbHlzZTogU3ByaXRwcmVpc2UgZXJyZWljaGVuIGjDtmNoc3RlbiBTdGFuZCBzZWl0IDIwMjQiLCJ0ZXh0IjoiRGllc2VsIHVuZCBCZW56aW4ga29zdGVuIHNvIHZpZWwgd2llIHp1bGV0enQgMjAyNCDigJMgZGVyIEFEQUMgbmVubnQgZGVuIEdydW5kIGbDvHIgZGVuIHJhc2FudGVuIFByZWlzYW5zdGllZyBhbiBEZXV0c2NobGFuZHMgVGFua3N0ZWxsZW4uIiwidXJsIjoiaHR0cHM6Ly93d3cubWVya3VyLmRlL3ZlcmJyYXVjaGVyL2FkYWMtYW5hbHlzZS1zcHJpdHByZWlzZS1lcnJlaWNoZW4taG9lY2hzdGVuLXN0YW5kLXNlaXQtMjAyNC05NDE4ODY5OS5odG1sP3V0bV9zb3VyY2U9X3NoYXJlZCZ1dG1fbWVkaXVtPXdlc3QmdXRtX2NhbXBhaWduPWludGVyYWN0aW9uYmFyIn0="));c&&a.navigator.canShare(d)&&(c.style.display="",c.addEventListener("click",b=>{b.preventDefault(),a.setTimeout(function(){a.navigator.share(d)},0)}))}})(window,document); Diesel und Benzin kosten so viel wie zuletzt 2024 – der ADAC nennt den Grund für den rasanten Preisanstieg an Deutschlands Tankstellen. Autofahrer in Deutschland müssen derzeit tiefer in die Tasche greifen.
Die Preise an den Zapfsäulen sind allein im Vergleich zur Vorwoche spürbar gestiegen. Diesel verteuerte sich um fast drei Cent, Benzin um 1,8 Cent. Damit erreichen die Kraftstoffpreise ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2024 zu beobachten war. Hinter dem Anstieg steckt dabei mehr als bloße Marktschwankung. Der Grund für den Preissprung liegt Tausende Kilometer entfernt. Die Sorge vor einem neuen Krieg im Nahen Osten hat den Rohölpreis spürbar nach oben getrieben.
In der Folge stiegen auch die Kraftstoffpreise in Deutschland. Das zeigt die aktuelle ADAC-Auswertung. Ein Liter Super E10 kostet im bundesweiten Schnitt nun 1,776 Euro. Noch stärker betroffen ist Diesel: Hier liegt der Preis bei 1,740 Euro pro Liter. Benzin war zuletzt im Juli 2024 so teuer, Diesel im April 2024. Das für Europa maßgebliche Rohöl der Sorte Brent kostet derzeit knapp 71 US-Dollar pro Fass – vier US-Dollar mehr als noch in der Vorwoche.
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