Grenzen Setzen Souverän Nein Sagen Wirtschaftspsychologische

Emily Johnson
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Viele Menschen sagen zu oft „ja“ zu unberechtigten Forderungen anderer und ärgern sich danach. Zu Recht. Denn: Jedes Ja ist immer auch ein Nein. Und viel zu oft ist es ein Nein zu unseren eigenen Lebens-Zielen, Wünschen, Interessen, Bedürfnissen und Träumen. Um überhaupt Platz und Zeit in unserem Leben für unsere eigenen Ziele zu haben, brauchen wir deshalb klare Grenzen. Grenzen schützen uns: Sie schützen uns vor Übergriffen auf unseren Körper, unsere Psyche, unseren Besitz und unsere Zeit.

Indem wir Grenzen setzen, teilen wir den Menschen in unserem Umfeld wirksam mit, was geht – und was nicht geht. Das Thema betrifft längst nicht nur sogenannte „überangepasste“ Menschen, die es andauernd allen recht machen wollen. Dieser Beitrag zeigt typische Anforderungen von außen, die scheinbar wichtig sind – aber meistens nur laut und schrill drängen. Er zeigt, wie wir aus Sicht der Psychologie Grenzen setzen und stärken. Und es geht darum, wie wir ausbeuterische Beziehungen und Menschen erkennen. Zudem gibt es Tipps, wie wir souverän nein sagen lernen.

Autor: Diplompsychologe Professor Dr. Florian Becker Ohne klare Grenzen wissen oder respektieren unsere Mitmenschen nicht, was uns wichtig ist – und was uns nicht wichtig ist, was wir mögen, was wir tolerieren und was wir ablehnen. Als Konsequenz werden wir andauernd verletzt. Damit laufen wir große Gefahr, dass uns andere Menschen für ihre Ziele und ihr Leben einspannen. Wir gewöhnen unser Umfeld daran und ziehen Personen an, die sich darauf spezialisiert haben, andere sehr einseitig für ihre Interessen einzusetzen.

Andere schreiben dann das Drehbuch für unser Leben. Viele Menschen verbringen so ihr Leben damit, jeden zufrieden zu stellen – außer sich selbst. Oft spüren sie nicht einmal mehr, was sie selbst wollen. Über 80 Prozent der Deutschen geben in Umfragen an, regelmäßig „ja“ zu sagen, wenn sie jemand um etwas bittet – auch wenn sie es später bereuen und sich darüber ärgern. Besonders schwer nein sagen können sie offenbar ihren Freunden, ihren Eltern und Vorgesetzten. Männern fällt es eher schwer, ihrer Frau ein Nein zu geben.

Frauen tun sich tendenziell schwerer, ihren Kindern einen Wunsch abzusprechen. Selbst ihrem Hund gegenüber ist es für viele schwierig, Grenzen zu ziehen. Jüngere Menschen sind noch stärker davon betroffen als ältere (Strobel, 2015). Offenbar lernen einige Menschen im Alter zunehmend Grenzen zu setzen. Wir tun uns also schwer, Grenzen zu ziehen. Im Alltag dominieren daher oft laute, dringende Ziele von außen unser Leben.

Diese Forderungen machen Lärm und erwecken den Eindruck, dass sie wichtig sind. Typischerweise kommen diese Ziele von außen, sind „fremde“ Ziele. Das zeigt der Schaukasten mit Beispielen. Viele Menschen sagen zu oft J zu unberechtigten Forderungen anderer und ärgern sich danach. Zu Recht. Denn: Jedes Ja ist immer auch ein Nein.

Und viel zu oft ist es ein Nein zu unseren eigenen Lebenszielen, Wünschen, Interessen, Bedürfnissen und Träumen. Um überhaupt Platz und Zeit in unserem Leben für unsere eigenen Ziele zu haben, brauchen wir deshalb klare Grenzen. Grenzen schützen uns: Sie schützen uns vor Übergriffen auf unseren Körper, unsere Psyche, unseren Besitz und unsere Zeit. Indem wir Grenzen setzen, teilen wir den Menschen in unserem Umfeld wirksam mit, was geht – und was nicht geht. Das Thema betrifft längst nicht nur sogenannte „überangepasste“ Menschen, die es andauernd allen recht machen wollen. Dieses Kapitel zeigt typische Anforderungen von außen, die scheinbar wichtig sind – aber meistens nur laut und schrill drängen.

Es zeigt, wie wir aus Sicht der Psychologie Grenzen setzen und stärken. Und es geht darum, wie wir ausbeuterische Beziehungen und Menschen erkennen. Zudem gibt es Tipps, wie wir souverän Nein sagen lernen. This is a preview of subscription content, log in via an institution to check access. Tax calculation will be finalised at checkout Bluhm, D.

J. (2009). Adaptive Consequences of Social Loafing. Academy of Management Annual Meeting Proceedings, 1–6. Hoeksema-van Orden, C. Y.

(1998). Social loafing under fatigue. Journal of Personality and Social Psychology, 75(5), 1179–1190. Der Autor beschäftigt sich in seinem Essay mit dem Thema des Neinsagens und reflektiert darüber, warum es wichtig ist, Grenzen zu setzen und sich zu verweigern. Er bezieht sich auf literarische Figuren wie Bartleby und diskutiert die Bedeutung von Nein in einer Welt, die ständig nach Leistung und Optimierung strebt. Der Autor betont die Notwendigkeit, sich selbst zu schützen und sich von übermäßigen Anforderungen zu befreien, indem man auch mal Nein sagt.

Letztendlich plädiert er dafür, die Freiheit zu nutzen, sich zu verweigern und Grenzen zu setzen, um ein authentisches und integres Leben zu führen. Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich? Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 07/2025. Ich möchte eigentlich diesen Essay nicht schreiben, warum habe ich trotzdem zugesagt? Weil ich mich habe überreden lassen, sozusagen zwischen Tür und Angel, auf der Buchmesse. Und obwohl ich wusste, dass es knapp wird, hab ich gesagt: Ja, klar, mach ich.

Warum? Weil ich mir selbst beweisen will, dass ich auch das noch schaffe? Anstatt zum fragenden Kollegen zu sagen: Lass mich überlegen bis morgen, anstatt dann morgen einfach Nein zu sagen, sage ich im Augenblick des Überschwangs: Ja, klar. Mach ich. Zack, Falle zu. Warum, verdammt noch mal?

Warum machen wir alle dauernd irgendwas, was wir eigentlich nicht möchten? In diesem Fall, ich gebe es zu: weil mich das Thema gereizt hat. Weil es Spaß macht, über das Wort, über die Haltung NEIN nachzudenken. Das Teilnahmeentgelt beinhaltet die Veranstaltungsunterlagen und die Verpflegung sowie. "Nein" zu sagen fällt nicht immer leicht - und doch ist es manchmal notwendig. Wie Sie dies souverän hinbekommen - dazu gibt es Tipps in diesem Seminar.

Kennen Sie Situationen, in denen Sie gern "Nein" sagen würden und dann doch ein halbherziges "Ja" verlauten lassen? Wer hat da gesprochen? War ich das? Und Sie haben Aufgaben übernommen, Zusagen gemacht, die sich gar nicht wollten. Anschließend fühlen Sie sich schlecht und fragen sich, warum Sie wieder einmal nachgegeben haben. Damit helfen Sie weder sich selbst noch dem anderen.

In diesem Seminar lernen Sie selbstbewusst Grenzen zu setzen und ein klares "Nein" auszusprechen, ohne den anderen zu verletzen. Sie üben unterschiedliche Kommunikationsmethoden, die Sie in Zukunft unterstützen, eine Ablehnung so zu formulieren, dass Ihr Gegenüber Ihr Motiv nachvollziehen und akzeptieren kann. Sie haben noch kein Benutzerkonto? Hier registrieren Kurse mit IHK-Abschluss | Prüfungslehrgänge Kurse mit IHK-Zertifikat | Zertifikatslehrgänge

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