Lebensmittelverschwendung Folgen Für Umwelt Klima Und Welternährung

Emily Johnson
-
lebensmittelverschwendung folgen für umwelt klima und welternährung

Lebensmittelverschwendung hat gravierende Folgen für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch und die globale Welternährung. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und auch in Deutschland große Probleme. Rund 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion wird nicht gegessen, sondern geht entlang der Lieferkette verloren oder wird weggeworfen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel ist ein hoher Verbrauch an Energie, Wasser, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Flächen verbunden. Diese Ressourcen werden vergeblich eingesetzt, wenn Lebensmittel nicht verzehrt werden. Beispielsweise werden für die Menge der weggeworfenen Lebensmittel rund 30 Prozent der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Anbauflächen unnötig genutzt.

Wäre die Lebensmittelverschwendung in der EU ein eigener Staat, läge sie nach Italien auf Platz 5 der größten Treibhausgas-Emittenten der EU. Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger sowie Energie für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Entsorgung – jedes Lebensmittel verbraucht kostbare Ressourcen. Alle Lebensmittel, die in Deutschland hergestellt werden, benötigen Acker- oder Weideland. Der WWF Deutschland schätzt, dass durch vermeidbare Lebensmittelverluste über 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche eingespart werden könnten. Das entspricht fast 15 Prozent der gesamten Fläche, die in Deutschland für unsere Ernährung benötigt wird. Besonders flächenintensiv sind tierische Produkte:

Lebensmittelverschwendung hat gravierende Folgen für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch und die globale Welternährung. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und auch in Deutschland große Probleme. Rund 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion wird nicht gegessen, sondern geht entlang der Lieferkette verloren oder wird weggeworfen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel ist ein hoher Verbrauch an Energie, Wasser, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Flächen verbunden. Diese Ressourcen werden vergeblich eingesetzt, wenn Lebensmittel nicht verzehrt werden. Beispielsweise werden für die Menge der weggeworfenen Lebensmittel rund 30 Prozent der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Anbauflächen unnötig genutzt.

Wäre die Lebensmittelverschwendung in der EU ein eigener Staat, läge sie nach Italien auf Platz 5 der größten Treibhausgas-Emittenten der EU. Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger sowie Energie für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Entsorgung – jedes Lebensmittel verbraucht kostbare Ressourcen. Alle Lebensmittel, die in Deutschland hergestellt werden, benötigen Acker- oder Weideland. Der WWF Deutschland schätzt, dass durch vermeidbare Lebensmittelverluste über 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche eingespart werden könnten. Das entspricht fast 15 Prozent der gesamten Fläche, die in Deutschland für unsere Ernährung benötigt wird. Besonders flächenintensiv sind tierische Produkte:

Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen Jede*r von uns wirft pro Jahr rund 76 kg Lebensmittel weg – und befeuert damit die globale Erderwärmung. Welche Auswirkungen hat unsere Wegwerfmentalität auf das Klima? Das Brot schimmelig, die Tomaten matschig - Zugegeben: Den meisten von uns tut es nicht weh, wenn Lebensmittel manchmal im Müll anstatt in unseren Mägen landen. In Deutschland werfen wir entlang der Wertschöpfungskette pro Jahr rund elf Millionen Tonnen Essen weg. Dass wir dabei auch wertvolle Ressourcen verschwenden und zum fortschreitenden Klimawandel beitragen, ist den wenigsten von uns bewusst.

Aber was hat unser verschimmeltes Brot mit dem Klimawandel zu tun? Mit den Lebensmitteln, die wir in den Müll werfen, verschwenden wir auch knappe Ressourcen wie Ackerböden und Wasser. Denn ein Lebensmittel zu produzieren, zu verarbeiten und zu transportieren belastet die Umwelt. Für den Anbau unserer Lebensmittel werden anderswo Bäume gerodet und Menschen von ihrem Land vertrieben. Denn längst wird ein Großteil unserer Lebensmittel nicht mehr bei uns in Deutschland produziert. Würden wir weniger Essen wegwerfen, müssten wir weniger Nutzfläche für uns beanspruchen.

Aber nicht nur das: Beim Transport, für die Weiterverarbeitung, Verpackung und Zubereitung von Nahrung werden tonnenweise Treibhausgase freigesetzt - völlig umsonst, wenn die Lebensmittel nie gegessen werden. Fast 70 Prozent aller Treibhausgase, die bei der Produktion unserer Ernährung freigesetzt werden, sind übrigens auf tierische Produkte zurückzuführen (Quelle: WWF-Studie). Ein Kilogramm Rindfleisch beispielsweise erzeugt etwa 13,3 Kilogramm CO2, ein Kilogramm Butter sogar 23,8 Kilogramm CO2 (Quelle: BMU). Denn um ein Kilogramm Butter herzustellen, braucht man rund zwanzig Liter Milch. Die Milch kommt von Kühen, die wiederum viel Futtermittel und Fläche benötigen sowie Treibhausgase freisetzen. Obst und Gemüse hingegen verursachen nur einen Bruchteil so viele klimaschädliche Gase: Ein Kilogramm Tomaten erzeugt zum Beispiel nur 0,34 Kilogramm CO2.

All diese Zahlen geben nur eine ungefähre Größenordnung an. Je nach Produktionsmethode, Herkunft oder Transportweg können die tatsächlichen Treibhausgasemissionen sehr stark variieren - unter Umständen sind sie niedriger oder sogar noch höher. Entlang der gesamten Versorgungskette fallen jährlich etwa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Auf die Primärproduktion entfallen zwei Prozent dieser Abfälle, auf den Handel sieben Prozent. Danach folgen die Verarbeitung mit 15 Prozent des jährlichen Lebensmittelmülls und die Außer-Haus-Verpflegung mit 18 Prozent. Damit kommen in diesen Sektoren weniger Lebensmittelabfälle zusammen als in den privaten Haushalten.

58 Prozent der Lebensmittelverschwendung fallen anteilig hier an. Das sind rund 6,3 Millionen Tonnen und somit die größte Menge ungenutzter Waren, Rohstoffe und Ressourcen. Eigentlich sind sich alle einig: Lebensmittel gehören nicht in den Müll. Doch wie kommt es, dass in deutschen Privathaushalten im Schnitt pro Kopf 74,5 Kilogramm Lebensmittel jährlich weggeworfen werden? Mal landet ein Rest Frischkäse im Müll, mal ein angeschimmeltes Brot oder die angebrochene Milch, von der niemand mehr weiß, wie lange sie schon offen in der Kühlschranktür steht. Dazu kommen vielleicht noch im Kühlschrank vergessene Reste des letzten Auflaufs, stark gekeimte Kartoffeln oder verdorbene Zwiebeln.

Und wer Reste an Tiere verfüttert oder auf den eignen Kompost entsorgt, hat letztlich doch ein Stück weit verschwendet. Denn Lebensmittel sind für den menschlichen Verzehr gedacht. In Summe kann in der heimischen Tonne ganz schön was zusammenkommen. Wie wir mit Lebensmitteln umgehen, beeinflusst Umwelt und auch Klima. In jedem Essen stecken wertvolle Ressourcen, die von der Produktion über den Transport bis hin zur Lagerung aufgewendet werden. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Ackerboden und Energie.

Werfen wir unsere Lebensmittel weg, verschwenden wir diese Ressourcen ebenfalls. Das gilt auch für die Arbeitskraft der Landwirtinnen und Landwirte. In Lebensmitteln steckt also viel mehr als mit bloßem Auge sichtbar. Mit mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und weniger Abfall schützen wir die Umwelt – und den eigenen Geldbeutel. Denn wer weniger wegwirft und mehr verwertet, muss weniger einkaufen. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden derzeit 1,3 Milliarden Tonnen essbare Lebensmittel unnötigerweise weggeworfen.

Damit einher geht eine Ressourcenverschwendung von ungeheurem Ausmaß. Dies betrifft auch Deutschland: über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen hier pro Jahr in der Tonne. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs von 54,5 Millionen Tonnen in Deutschland. Von dieser Lebensmittelverschwendung wären bereits heute fast zehn Millionen Tonnen vermeidbar. Umgerechnet werden 313 Kilogramm genießbare Nahrungsmittel pro Sekunde entsorgt – ob nach der Ernte, bei der Weiterverarbeitung, im Großhandel, im Restaurant oder bei uns zu Hause. Alle Lebensmittel, die wir in Deutschland verbrauchen, werden angebaut und benötigen für ihre Erzeugung eine bestimmte Fläche an Ackerland bzw.

Grünland. Rechnet man die fast zehn Millionen Tonnen an vermeidbarer Lebensmittelverschwendung in den damit einhergehenden Flächenfußabdruck um, so wird eine Fläche von über 2,6 Millionen Hektar mit Agrarrohstoffen angebaut, nur um diese nach der Ernte... Dies entspricht fast 15 Prozent der gesamten Fläche, die wir für die Erzeugung der Agrarrohstoffe für unsere Ernährung benötigen. Außerdem sind alle Lebensmittel, die „umsonst“ produziert werden, mit einem spezifischen, je nach Produkt unterschiedlich hohen Klimafußabdruck verbunden – angefangen bei Treibhausgasemissionen, die bei der Düngung frei werden, über den Transport, die Lagerung, die... Umgerechnet sind diese zehn Millionen Tonnen mit einem Ausstoß von Treibhausgasen von fast 22 Millionen Tonnen verbunden, was in etwa dem Doppelten des Klimagasausstoßes der deutschen Abfallwirtschaft entspricht. Die Ursachen für Lebensmittelverschwendung sind vielfältig.

Dies fängt schon auf dem Acker an. Aufgrund der strengen Handelsnormen und hohen Anforderungen der Supermärkte oder der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie wird ein Teil der Ernte bereits auf dem Feld aussortiert. Während der Weiterarbeitung entstehen Verluste durch Transportschäden, falsche Lagerung oder technische Ursachen. In der Gastronomie liegen die Gründe z.B. an der schlechten Planbarkeit, der Überproduktion für Buffets oder den zu großen Portionen. Oft fehlt den Betrieben das Wissen, an welcher Stelle wie viele Lebensmittelabfälle anfallen und wie viel dies in der Gesamtheit pro Tag, pro Woche oder pro Monat ist.

Am 29. September steht weltweit ein Thema im Fokus, das auf den ersten Blick unsichtbar scheint, aber enorme Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Ernährungssicherheit hat: Lebensmittelverluste und Lebensmittelverschwendung. Die Vereinten Nationen haben diesen Tag ins Leben gerufen, um auf die Dringlichkeit hinzuweisen, mit unseren Ressourcen achtsamer umzugehen. Denn von der Landwirtschaft bis zum heimischen Kühlschrank gehen weltweit jedes Jahr rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verloren – mit gravierenden Folgen für die Umwelt und uns. Lebensmittelverluste entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Ernte, über Transport und Lagerung bis hin zur Verarbeitung. In Deutschland fallen diese Verluste überwiegend im privaten Bereich an: Etwa 59 % der vermeidbaren Lebensmittelabfälle entstehen in privaten Haushalten!

Das entspricht pro Person durchschnittlich rund 75 Kilogramm pro Jahr. Schon irre, oder? Es ist nicht die Landwirtschaft oder die Produktion, es sind wir selbst, die am meisten Essen wegwerfen. Dabei handelt es sich oft um einwandfreie Produkte, die schlicht zu viel eingekauft, falsch gelagert oder voreilig entsorgt wurden. Und aus eigener Erfahrung weiß ich: Sobald man Kinder hat, steigt die Lebensmittelverschwendung richtig an. Die Auswirkungen sind immens: Jedes weggeworfene Lebensmittel bedeutet verschwendete Energie, Wasser, Arbeitszeit und Fläche.

Zusätzlich entstehen durch die Entsorgung – vor allem bei organischen Abfällen – klimaschädliche Treibhausgase. Lebensmittelverschwendung ist für bis zu 10% der menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Und 60% davon passiert im privaten Haushalt. Und ganze 25% des Süßwassers werden durch Lebensmittelverschwendung vernichtet. Wer also weniger Lebensmittel verschwendet, schützt nicht nur seinen Geldbeutel, sondern leistet einen sehr wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. Ganz einfach.

People Also Search

Lebensmittelverschwendung Hat Gravierende Folgen Für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch Und Die

Lebensmittelverschwendung hat gravierende Folgen für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch und die globale Welternährung. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und auch in Deutschland große Probleme. Rund 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion wird nicht gegessen, sondern geht entlang der Lieferkette verloren oder wird weggeworfen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel is...

Wäre Die Lebensmittelverschwendung In Der EU Ein Eigener Staat, Läge

Wäre die Lebensmittelverschwendung in der EU ein eigener Staat, läge sie nach Italien auf Platz 5 der größten Treibhausgas-Emittenten der EU. Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger sowie Energie für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Entsorgung – jedes Lebensmittel verbraucht kostbare Ressourcen. Alle Lebensmittel, die in Deutschland hergestellt werden, benötigen Acker- oder Wei...

Lebensmittelverschwendung Hat Gravierende Folgen Für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch Und Die

Lebensmittelverschwendung hat gravierende Folgen für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch und die globale Welternährung. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und auch in Deutschland große Probleme. Rund 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion wird nicht gegessen, sondern geht entlang der Lieferkette verloren oder wird weggeworfen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel is...

Wäre Die Lebensmittelverschwendung In Der EU Ein Eigener Staat, Läge

Wäre die Lebensmittelverschwendung in der EU ein eigener Staat, läge sie nach Italien auf Platz 5 der größten Treibhausgas-Emittenten der EU. Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger sowie Energie für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Entsorgung – jedes Lebensmittel verbraucht kostbare Ressourcen. Alle Lebensmittel, die in Deutschland hergestellt werden, benötigen Acker- oder Wei...

Zur Hauptnavigation Springen Zur Suche Springen Zum Seiteninhalt Springen Zum

Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Seiteninhalt springen Zum Footer springen Jede*r von uns wirft pro Jahr rund 76 kg Lebensmittel weg – und befeuert damit die globale Erderwärmung. Welche Auswirkungen hat unsere Wegwerfmentalität auf das Klima? Das Brot schimmelig, die Tomaten matschig - Zugegeben: Den meisten von uns tut es nicht weh, wenn Lebensmittel manchmal im Müll anstatt i...