Lebensmittelverschwendung Darum Betrifft Es Uns Bundeszentrum Für

Emily Johnson
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lebensmittelverschwendung darum betrifft es uns bundeszentrum für

Entlang der gesamten Versorgungskette fallen jährlich etwa 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Auf die Primärproduktion entfallen zwei Prozent dieser Abfälle, auf den Handel sieben Prozent. Danach folgen die Verarbeitung mit 15 Prozent des jährlichen Lebensmittelmülls und die Außer-Haus-Verpflegung mit 18 Prozent. Damit kommen in diesen Sektoren weniger Lebensmittelabfälle zusammen als in den privaten Haushalten. 58 Prozent der Lebensmittelverschwendung fallen anteilig hier an. Das sind rund 6,3 Millionen Tonnen und somit die größte Menge ungenutzter Waren, Rohstoffe und Ressourcen.

Eigentlich sind sich alle einig: Lebensmittel gehören nicht in den Müll. Doch wie kommt es, dass in deutschen Privathaushalten im Schnitt pro Kopf 74,5 Kilogramm Lebensmittel jährlich weggeworfen werden? Mal landet ein Rest Frischkäse im Müll, mal ein angeschimmeltes Brot oder die angebrochene Milch, von der niemand mehr weiß, wie lange sie schon offen in der Kühlschranktür steht. Dazu kommen vielleicht noch im Kühlschrank vergessene Reste des letzten Auflaufs, stark gekeimte Kartoffeln oder verdorbene Zwiebeln. Und wer Reste an Tiere verfüttert oder auf den eignen Kompost entsorgt, hat letztlich doch ein Stück weit verschwendet. Denn Lebensmittel sind für den menschlichen Verzehr gedacht.

In Summe kann in der heimischen Tonne ganz schön was zusammenkommen. Wie wir mit Lebensmitteln umgehen, beeinflusst Umwelt und auch Klima. In jedem Essen stecken wertvolle Ressourcen, die von der Produktion über den Transport bis hin zur Lagerung aufgewendet werden. Dazu gehören zum Beispiel Wasser, Ackerboden und Energie. Werfen wir unsere Lebensmittel weg, verschwenden wir diese Ressourcen ebenfalls. Das gilt auch für die Arbeitskraft der Landwirtinnen und Landwirte.

In Lebensmitteln steckt also viel mehr als mit bloßem Auge sichtbar. Mit mehr Wertschätzung von Lebensmitteln und weniger Abfall schützen wir die Umwelt – und den eigenen Geldbeutel. Denn wer weniger wegwirft und mehr verwertet, muss weniger einkaufen. Rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle wurden in Deutschland im Jahr 2022 entsorgt. Neben ungenießbaren Teilen wie Strünke oder Schalen landen auch noch essbare Lebensmittel im Müll. Hinzu kommen weitere Verluste entlang der Lebensmittelversorgungskette.

Das ist aus ethischer, ökologischer und ökonomischer Sicht nicht akzeptabel. Mit der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und der Informationsinitiative Zu gut für die Tonne! setzt sich das BMLEH gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln ein. Damit soll das Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln in der gesamten Kette von der Landwirtschaft über die verarbeitende Industrie und den Handel bis hin zur Außer-Haus-Verpflegung und den privaten Haushalten geschärft und die... Wenn uns bewusst ist, wie viele wertvolle Ressourcen bei der Herstellung von Lebensmitteln verbraucht werden, werfen wir sie nicht achtlos weg. Erschienen am 24.

Feb. 2026 im Format Aktuelles Erschienen am 20. Jan. 2026 im Format Pressemitteilung Erschienen am 25.

Sep. 2025 im Format Meldung Entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette vom Anbau bis zu unseren Tellern gehen weltweit etwa ein Drittel der Lebensmittel verloren, die für die menschliche Ernährung produziert werden. Das sind nach Schätzungen der Welternährungsorganisation jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen. In Deutschland werden rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, wie aktuelle Zahlen für das Jahr 2022 des Statistischen Bundesamts zur Erfüllung der Berichtspflicht gegenüber der EU-Kommission zeigen. Durch die regelmäßige Erfassung von Lebensmittelabfalldaten können Entwicklungen abgebildet werden.

Die Bundesregierung erfüllt damit auch internationale, europäische und nationale Berichtspflichten, zum Beispiel im Rahmen der Agenda 2030 und der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Mehr Wertschätzung, weniger Verschwendung: Mit Zu gut für die Tonne! setzt sich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) dafür ein, Verbraucher:innen sowie Verantwortliche entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren und deren Verschwendung zu reduzieren. Wer über die Herstellung, den Ressourceneinsatz, die in den Lebensmitteln steckende Arbeit sowie die Folgen der Lebensmittelverschwendung informiert ist, erkennt eher den Wert der Lebensmittel und geht nachhaltiger mit ihnen um. Mit einem großen Angebot an Informations-, Bildungs- und Werbematerialien sowie Tipps zur richtigen Aufbewahrung von Lebensmitteln, Rezepten und Tutorials zur Resteverwertung, Veranstaltungen, wie der bundesweiten Aktionswoche - und vielem mehr, schafft Zu gut für... Aufmerksamkeit für das Thema Lebensmittelwertschätzung und zeigt, wie sich im Alltag Lebensmittelabfälle reduzieren lassen.

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden derzeit 1,3 Milliarden Tonnen essbare Lebensmittel unnötigerweise weggeworfen. Damit einher geht eine Ressourcenverschwendung von ungeheurem Ausmaß. Dies betrifft auch Deutschland: über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen hier pro Jahr in der Tonne. Dies entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs von 54,5 Millionen Tonnen in Deutschland. Von dieser Lebensmittelverschwendung wären bereits heute fast zehn Millionen Tonnen vermeidbar. Umgerechnet werden 313 Kilogramm genießbare Nahrungsmittel pro Sekunde entsorgt – ob nach der Ernte, bei der Weiterverarbeitung, im Großhandel, im Restaurant oder bei uns zu Hause.

Alle Lebensmittel, die wir in Deutschland verbrauchen, werden angebaut und benötigen für ihre Erzeugung eine bestimmte Fläche an Ackerland bzw. Grünland. Rechnet man die fast zehn Millionen Tonnen an vermeidbarer Lebensmittelverschwendung in den damit einhergehenden Flächenfußabdruck um, so wird eine Fläche von über 2,6 Millionen Hektar mit Agrarrohstoffen angebaut, nur um diese nach der Ernte... Dies entspricht fast 15 Prozent der gesamten Fläche, die wir für die Erzeugung der Agrarrohstoffe für unsere Ernährung benötigen. Außerdem sind alle Lebensmittel, die „umsonst“ produziert werden, mit einem spezifischen, je nach Produkt unterschiedlich hohen Klimafußabdruck verbunden – angefangen bei Treibhausgasemissionen, die bei der Düngung frei werden, über den Transport, die Lagerung, die... Umgerechnet sind diese zehn Millionen Tonnen mit einem Ausstoß von Treibhausgasen von fast 22 Millionen Tonnen verbunden, was in etwa dem Doppelten des Klimagasausstoßes der deutschen Abfallwirtschaft entspricht.

Die Ursachen für Lebensmittelverschwendung sind vielfältig. Dies fängt schon auf dem Acker an. Aufgrund der strengen Handelsnormen und hohen Anforderungen der Supermärkte oder der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie wird ein Teil der Ernte bereits auf dem Feld aussortiert. Während der Weiterarbeitung entstehen Verluste durch Transportschäden, falsche Lagerung oder technische Ursachen. In der Gastronomie liegen die Gründe z.B. an der schlechten Planbarkeit, der Überproduktion für Buffets oder den zu großen Portionen.

Oft fehlt den Betrieben das Wissen, an welcher Stelle wie viele Lebensmittelabfälle anfallen und wie viel dies in der Gesamtheit pro Tag, pro Woche oder pro Monat ist. Auf dem Weg vom Feld zum Teller wird ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet. Gleichzeitig leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger. Zudem belastet die Verschwendung von Lebensmitteln die Umwelt: Die Produktion und der Konsum von Lebensmitteln sind in Deutschland für bis zu 30 Prozent aller Umweltauswirkungen verantwortlich. Der 2. Mai ist der Tag gegen Lebensmittelverschwendung.

Der Tag der Lebensmittelverschwendung (2. Mai) wurde 2016 vom WWF ausgerufen. Der Aktionstag macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Nach Angaben der FAO landen die Lebensmittel, die von Januar bis Mai produziert wurden, jedes Jahr im Müll. Durch die Verschwendung gehen nicht nur die Lebensmittel selbst verloren, sondern auch die zur Herstellung verwendeten Ressourcen. So werden landwirtschaftliche Flächen belegt, Ressourcen wie Wasser, Düngemittel und Technik eingesetzt sowie Emissionen freigesetzt. Schließlich trägt dies auch in nennenswerter Größenordnung zum Klimawandel bei.

Eine Studie des Thünen-Instituts zeigt: Deutschland könnte die auf den Lebensmittelkonsum in Deutschland zurückzuführenden Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 2015 um 9,5 Prozent reduzieren. Voraussetzung dafür ist die Halbierung der Lebensmittelabfälle auf Einzelhandels- und Verbraucherebene bis zum Jahr 2030. Dieses Ziel hat sich die Bundesregierung im Rahmen der „Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ gesetzt. Tatsächlich errechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Abfallmenge von ca. 12 Millionen Tonnen Frischmasse, bezogen auf das Jahr 2015. Dabei entsteht der Großteil der Lebensmittelabfälle mit 52 Prozent (6,14 Millionen.

Tonnen) in privaten Haushalten. Dies entspricht etwa 75 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2015. Dabei ist die Bananenschale nicht vermeidbar und meist sind es auch die äußeren Blätter des Kopfsalats nicht, jedoch sind es gerade frische Lebensmittel die den vermeidbaren Anteil unserer Lebensmittelabfälle ausmachen. Einer Studie zufolge entfallen 35 Prozent der Lebensmittelabfälle auf frisches Obst und Gemüse, 13 Prozent machen Brot und Backwaren aus, gefolgt von Getränken (12 Prozent) und Milchprodukten (9 Prozent). Ein weiterer Befund der Untersuchungen: Je jünger der Haushaltsvorstand, desto mehr potenziell verwertbare Lebensmittel werden weggeworfen. Haushalte mit älteren Personen werfen tendenziell weniger weg.

Lebensmittelverschwendung hat gravierende Folgen für Umwelt, Klima, Ressourcenverbrauch und die globale Welternährung. Verluste und Verschwendung von Nahrungsmitteln bereiten weltweit und auch in Deutschland große Probleme. Rund 1/3 der globalen Nahrungsmittelproduktion wird nicht gegessen, sondern geht entlang der Lieferkette verloren oder wird weggeworfen. Mit jedem weggeworfenen Lebensmittel ist ein hoher Verbrauch an Energie, Wasser, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Flächen verbunden. Diese Ressourcen werden vergeblich eingesetzt, wenn Lebensmittel nicht verzehrt werden. Beispielsweise werden für die Menge der weggeworfenen Lebensmittel rund 30 Prozent der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Anbauflächen unnötig genutzt.

Wäre die Lebensmittelverschwendung in der EU ein eigener Staat, läge sie nach Italien auf Platz 5 der größten Treibhausgas-Emittenten der EU. Wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger sowie Energie für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Entsorgung – jedes Lebensmittel verbraucht kostbare Ressourcen. Alle Lebensmittel, die in Deutschland hergestellt werden, benötigen Acker- oder Weideland. Der WWF Deutschland schätzt, dass durch vermeidbare Lebensmittelverluste über 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche eingespart werden könnten. Das entspricht fast 15 Prozent der gesamten Fläche, die in Deutschland für unsere Ernährung benötigt wird. Besonders flächenintensiv sind tierische Produkte:

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