Medienkritik Medienkompass Org
Medienkritik bezeichnet die mit Argumenten geführte Auseinandersetzung einer Gesellschaft mit ihren Massenmedien über deren Inhalte, Rezeption, Arbeitsweise und Organisation, das heißt, alle kritischen, mit Argumenten begründeten Betrachtungen über Medien, die nicht Teil einer rein... Objekte der Kritik sind Verstöße gegen journalistische Grundsätze,[1] die organisatorischen Verhältnisse (etwa: fehlende Trennung von Werbung und Redaktion),[2] Verstöße gegen die Menschenwürde und gegen Grundsätze der Moral,[3] sowie die Einbindung in privatrechtliche Strukturen[4] bzw. die Nähe zu (etwa öffentlich-rechtliche Organisation von Sendern) oder Abhängigkeit von Werbeeinnahmen und von staatlichen Strukturen (etwa die Gleichschaltung der Medien in der NS-Zeit). Medienkritik darf mit Recht als systemrelevant bezeichnet werden, da diese die Qualität der Medien sichert.[5] Erste als Medienkritik zu bezeichnende Ausführungen finden sich bereits in den Schriften von Platon um 400 v. Chr.[6] Mit dem Aufkommen der ersten Zeitungen Ende des 16.
Jahrhunderts[7] wurde die Grundlage für die Kritik am Medienobjekt geschaffen: „Die Geschichte der Medienkritik ist so alt wie ihr Gegenstand.“[8] Im Wissenschaftsbereich befassen sich Medien- und Kommunikationswissenschaftler kritisch mit den Medien und ihrer Wirkungsweise. Kritische Beobachtung findet jedoch auch außerhalb der Wissenschaft statt. 1977 recherchierte etwa Günter Wallraff undercover bei der Bildzeitung, um deren manipulative und informationsverfälschende Praktiken aufzudecken. Medienkritik ist auch Thema bei Kabarettisten und Satirikern. Eine ausführliche Studie des Journalismus lieferte 1919 der Pulitzer-Preisträger Uptain Sinclair in Sündenlohn. Er verglich den Journalismus mit der Prostitution und zeigte an vielen Einzelbeispielen auf, wie die Inhalte der Medien von den Besitzern der Medienkonzerne und den von ihnen kontrollieren Nachrichtenagenturen nach Kriterien bestimmt wurden, die...
Die erste große empirisch angelegte Untersuchung zur Objektivität der Medienberichterstattung, die US-amerikanische Studie A Test of the News von 1920, widmete sich der New York Times und ihrer Behandlung Russlands von 1917 bis 1920. Die Inhaltsanalyse Walter Lippmanns kam zu dem Schluss, dass die Darstellungen grob einseitig und parteiisch waren. Ursache sei das Verfehlen der journalistischen Standards, indem sich die Times beispielsweise auf „offizielle Lieferanten“ von Informationen verließ. Noch irreführender sei es, sich statt auf eine offizielle Mitteilungen auf halboffizielle anonyme Äußerungen zu stützen. Journalisten dürften keine zu engen Verbindungen zur Politik haben (vgl. S.
41). Zudem werde nicht einmal eine Zeitung wie die Times dem Bedarf an geeigneten Korrespondenten gerecht (vgl. S. 42). In kritischen Zeiten breche die Trennung von Leitartikeln und Nachrichten zusammen. Die russlandpolitische Haltung der Herausgeber habe die Nachrichten zutiefst und in krasser Form beeinflusst.
Die Textgestaltung der Nachrichten hinsichtlich Akzentsetzung und Schlagzeilen sei eindeutig von anderen als professionellen Standards bestimmt. Diese Tatsache sei so offensichtlich, so auffällig die Einwirkung der Voreingenommenheit der Herausgeber, dass es „einer ernsthaften Reform bedarf, bis der Kodex, der verletzt wurde, wiederhergestellt werden kann.“ (Vgl. S. 42).[9] Auch weitere wichtige medienkritische Arbeiten entstanden in den USA: Neil Postmans Wir amüsieren uns zu Tode (1985) arbeitete das Infotainment als charakteristisches Merkmal der modernen Medien heraus. Edward Hermans und Noam Chomskys Manufacturing Consent (1988) entwickelte mit der Theorie der Propagandafilter ein Analyseinstrument.
In den USA wurde in den 1960er Jahren Ombudsleute installiert, die Medienkritik aus der Gesellschaft aufnehmen sollten. Online-Zeitschriften wie Salon.com und Slate.com fungierten ab 1995 bzw. 1996 als medienkritische Publikationen.[10] In Frankreich wurden in den 1990er Jahren medienkritische Kollektive wie Action critique médias (1996) gegründet, und es erschienen das Buch Les nouveaus chiens de garde (Die neuen Wachhunde) von Serge... Was als Erstes ins Auge fällt, ist die neue Farbe Grün. Die Entscheidung uns vom Blau zu verabschieden und mit einer frischen freundlichen Farbe neu durchzustarten, fiel schon ganz am Anfang. Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung, und davon kann man nie genug haben.
Des Weiteren steht Grün für Gutmütigkeit sowie Entspannung und schafft im symbolischen Sinn eine Basis für neue Pläne. Also alles Eigenschaften, die man beim Umgang mit Medien braucht. Ein weiterer Punkt, der für die neue Farbe spricht, ist die enge Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Medienladen und den Brenz-Kanälen, auf denen die redaktionellen Inhalte aus Radio und Fernsehen des Evangelischen Medienhauses ausgespielt werden. Beide verwenden ebenfalls Grün als Hauptfarbe in ihren Logos. Die Verbindung zum Evangelischen Medienhaus selbst symbolisiert das Lila. Die Kombination beider Farben springt sofort ins Auge und schafft so einen Wiedererkennungswert.
Der Medienkompass wurde 2015 ins Leben gerufen und als Blog konzipiert. Daher war damals WordPress als Webseitensystem die erste Wahl. Seitdem vermitteln Mitarbeiter*innen aus dem Evangelischen Medienhaus Stuttgart durch Anleitungen, Tipps und Seminare Wissen über digitale Medien und deren Umgang verständlich und niederschwellig, um Ihnen Ihre Arbeit zu erleichtern. Hier arbeiten wir mit allen Bereichen des Medienhauses zusammen. Einer dieser Bereiche ist der Gemeindebaukasten, über den wir schon zahlreich berichtet haben. Was lag also näher, als unsere eigene Webseite auf das System umzuziehen, mit dem viele Kirchengemeinden, Einrichtungen und Institutionen bereits arbeiten.
Dadurch können wir nun erheblich besser auf Fragen bezüglich des Baukastens eingehen und haben den Support sprichwörtlich nebenan. Beim Umzug auf das neue System haben wir die Chance ergriffen, veraltete und überholte Artikel entweder zu überarbeiten oder ganz wegzulassen. Gleichzeitig haben wir versucht, unsere Sortierung nach unterschiedlichen Kategorien zu schärfen und so Dopplungen einzugrenzen. Medien haben die Macht unser Weltbild zu formen. Deshalb ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die sich kritisch mit den Medien und ihrer Arbeit auseinandersetzten und ihre Kritik öffentlich machen. Dank Internet kann das heute theoretisch jeder.
In diesem Schwerpunkt hinterfragen wir, was das für den gesellschaftlichen Diskurs und unser Verständnis von Öffentlichkeit bedeutet. Wollen Sie Ihr Wissen zum Thema schon vorab testen? Hier geht es zum Interner Link: Quiz. Die Öffentlichkeit befindet sich im Umbruch: Die Glaubwürdigkeit traditioneller Medien wird von einigen Menschen infrage gestellt, während gleichzeitig immer mehr neue, unabhängige Akteure an die… Medien beeinflussen wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Darum ist es wichtig, ihre Arbeit kritisch zu hinterfragen.
Im Moment scheint jedoch die Grenze zwischen notwendiger Kritik und… Der Unterschied zwischen Medienkritik und Verschwörungstheorie ist nicht immer leicht zu erkennen. Unter dem Deckmantel der Vielfalt versuchen einige Kritiker ihr Publikum für ihre Zwecke zu… Im Medienkompass wird Wissen über digitale Medien verständlich und niedrigschwellig vermittelt, um sie verantwortungsbewusst, kreativ und sinnvoll einzusetzen zu können. Chatbots wirken wie die perfekten Gesprächspartner – immer freundlich und hilfsbereit. Doch man sollte ihnen nicht blind vertrauen!
Bei Mission Media gehen wir auf auf Vor- und Nachteile der virtuellen Begleiter ein. Falls Sie kein Bach-Oratorium in der Weihnachtszeit zu hören bekommen haben, ist dieser Film ein kleiner feiner Ersatz. Der Spielfilm entführt uns in die Welt der Familie Bach, mit all ihren Streitereien, Kümmernissen, aber auch in die Welt der Musik, die unsere Herzen berührt. Smartphones erleichtern vieles im Leben. Aber der Druck ständig erreichbar zu sein, Fake News und Hass im Internet verursachen auch Stress. Wir geben bei Mission Media Tipps wie „Digital Wellbeeing“ gelingt.
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Woher stammen die Rohstoffe für unsere digitalen Geräte? Und wer trainiert die KI? Viele Arbeitsschritte für unser digitales Leben werden im Ausland erledigt – teilweise unter fragwürdigen Bedingungen. Bei Mission Media geht es heute um Digitalen Kolonialismus. „Pudding mit der Gabel essen“, „Blackout-Challenge“ und viele mehr – TikTok ist voll von Trends und Challenges. Bei Mission Media erfahren Sie, wie solche Trends entstehen, welche positiven und negativen Auswirkungen sie haben und wie man in der Jugendarbeit damit umgehen kann.
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41). Zudem Werde Nicht Einmal Eine Zeitung Wie Die Times
41). Zudem werde nicht einmal eine Zeitung wie die Times dem Bedarf an geeigneten Korrespondenten gerecht (vgl. S. 42). In kritischen Zeiten breche die Trennung von Leitartikeln und Nachrichten zusammen. Die russlandpolitische Haltung der Herausgeber habe die Nachrichten zutiefst und in krasser Form beeinflusst.
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Die Textgestaltung der Nachrichten hinsichtlich Akzentsetzung und Schlagzeilen sei eindeutig von anderen als professionellen Standards bestimmt. Diese Tatsache sei so offensichtlich, so auffällig die Einwirkung der Voreingenommenheit der Herausgeber, dass es „einer ernsthaften Reform bedarf, bis der Kodex, der verletzt wurde, wiederhergestellt werden kann.“ (Vgl. S. 42).[9] Auch weitere wichtige m...