Stabil Bleiben Sozial Gestalten Ver Di

Emily Johnson
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stabil bleiben sozial gestalten ver di

Seit Monaten hören wir nahezu täglich dieselbe Geschichte: Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände, der konservative Wirtschaftsflügel der CDU und Bundeskanzler Friedrich Merz behaupten in Interviews, Reden und Schlagzeilen der Sozialstaat sei zu groß, zu teuer und... Dahinter steckt eine klare Strategie: Radikale Maßnahmen und Zumutungen werden in die Öffentlichkeit getragen. Beschäftigten, Teilzeitkräften und Leistungsempfänger:innen wird mangelnde Leistungsbereitschaft oder Bequemlichkeit angesichts sozialstaatlicher Errungenschaften vorgeworfen. Spätere tatsächliche Einschnitte im Sozialstaat sollen dadurch als „moderate“ und angemessene Maßnahmen erscheinen. Schritt für Schritt soll so die Grenze verschoben werden, was gesellschaftlich als normal und notwendig mit Blick auf den Sozialstaat gelten soll. Gleichzeitig wird die Debatte bewusst verengt.

Statt darüber zu sprechen, wie unser Sozialstaat gerechter finanziert und gestaltet werden kann, wird nur darüber diskutiert, wo gekürzt werden soll. Fragen, etwa nach einer stärkeren Beteiligung der Reichsten an der Finanzierung unseres Gemeinwesens, kommen in dieser Erzählung nicht vor.Diese Debatte ist gefährlich und hat für vor allem für Arbeitnehmende gravierende Folgen: mehr arbeiten, länger... Auf dieser Seite findest du Fakten, Hintergründe und Argumente zu den aktuellen Angriffen auf den Sozialstaat – und warum viele der verbreiteten Behauptungen schlicht falsch sind. Nutze sie im Alltag, im Betrieb und in Diskussionen! Lassen wir das Märchen vom "aufgeblähten Sozialstaat" nicht unwidersprochen. Denn eines wird in dieser Debatte systematisch verschwiegen:Der Sozialstaat ist kein Hindernis für Wohlstand.

Er ist eine seiner Grundlagen. Unsere soziale Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit zusammen gedacht werden. Deshalb: stabil bleiben - sozial gestalten! Es ist das pauschale Totschlag-Argument und wird in der aktuellen Debatte als Grund für jede geplante Kürzung in den Raum gestellt. Dabei ist es kaum haltbar, wenn man sich die Zahlen einmal genauer ansieht: Die Sozialleistungsquote* ist gemessen am BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist den letzten Jahrzehnten nicht maßgeblich gestiegen:

Der Anteil der Rentenausgaben am Sozialprodukt ist heute niedriger als vor 20 Jahren. Gleiches gilt für die Arbeitslosenversicherung. Lediglich die Ausgaben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind aufgrund wachsender Bedarfe und höherer Medikamentenpreise stärker gestiegen als das Sozialprodukt. * Die Sozialleistungsquote zeigt, wie viel Geld ein Staat für soziale Leistungen ausgibt — gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung (BIP). Für ein starkes Sachsen: Gemeinsam zeigen wir Haltung und motivieren Menschen, zur Wahl zu gehen. Bitte beachte unsere Datenschutzhinweise.

Sachsen hat viel erreicht, ist ein wirtschaftlich starkes und lebenswertes Bundesland. So soll es auch zukünftig sein – und sich weiter positiv entwickeln. Mit anderen Worten: Stabil auf Erfolgskurs bleiben. Dafür braucht es eine starke Gemeinschaft und eine hohe Wahlbeteiligung. Wir sind eine Initiative aus Wirtschaft, Kultur und Sport in Sachsen, die vor der Landtagswahl ein Zeichen setzt. Gemeinsam regen wir Diskurse an und motivieren Unentschlossene sowie Nichtwählende, wählen zu gehen.

Denn wer die Wahl hat, sollte auch hingehen. Damit Sachsen stabil bleibt. Ihr möchtet euch gemeinsam mit uns engagieren? Hier könnt ihr euch Materialien herunterladen und für eure eigene Kommunikation nutzen. Annette Boldt löst Probleme mit Diplomatie und Verhandlungsgeschick. Doch gegen die chronische Überlastung des Krankenhaus-Personals kommt auch die erfahrene Betriebsrätin nicht alleine an.

Für die dringend notwendige Entlastung und bessere Arbeitsbedingungen setzt sie deswegen auf die nächste Tarifrunde im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. ver.di: Stell dich bitte kurz vor und beschreibe deine Tätigkeit. Annette: „Ich bin Annette Boldt, gelernte Krankenschwester. Ich habe viele Jahre im OP gearbeitet und bin seit 2000 freigestellte Betriebsrätin im Stadtkrankenhaus Korbach und der Altenpflege „Haus am Nordwall“ in Korbach.“ ver.di: Was sind die schönsten Momente in deinem Arbeitsalltag? Annette: „Die schönsten Momente am Arbeitsplatz sind für mich, wenn ich Kolleg*innen helfe, Probleme am Arbeitsplatz zu lösen – und mich mit meinem Wissen, meinem diplomatischen Geschick und gemeinsam mit den Kolleg*innen der Basis...

In einem kleineren Haus kennt man alle Beteiligten. Man kommt schnell ins Gespräch und zu einem Ergebnis.“ Der Sozialstaat ist kein Hindernis für Wohlstand. Er ist eine seiner Grundlagen. Auf dieser Seite findest Du Fakten, Hintergründe und Argumente zu den aktuellen Angriffen auf den Sozialstaat – und warum viele der verbreiteten Behauptungen schlicht falsch sind. Nutze sie im Alltag, im Betrieb und in Diskussionen!

Vom 1. März bis zum 31. Mai 2026 stehen in vielen Betrieben Betriebsratswahlen an. In Betrieben, die noch keine Interessenvertretung haben, können jederzeit Betriebsräte gewählt werden. Für das Plus durch Mitbestimmung – Du hast die Wahl Stress mit dem Chef oder der Chefin?

ver.di bietet Dir kostenfreien Rechtschutz in allen Fragen des Arbeits- und des Sozialrechts an. Als ver.di-Mitglied hilft Dir der bundesweit kostenlose ver.di-Lohnsteuerservice bei Deiner jährlichen Einkommenssteuererklärung. Zu allen Fragen des Mietrechts bietet ver.di Dir als Mitglied eine kostenlose Beratung an. Nicht über Deinen Vermieter ärgern – einfach anrufen! Mehr als 3 Millionen Menschen sind Anfang dieses Jahres auf die Straße gegangen und haben gezeigt, dass sie bereit sind, sich gegen Hass, Spaltung und Ausgrenzung zur Wehr zu setzen. Neue Bündnisse sind entstanden, viele Menschen sind zum ersten Mal auf eine Demo gegangen.

Wir alle haben neue Hoffnung für diese Demokratie geschöpft. Jetzt gilt es, dieses Engagement in alle Räume unserer Gesellschaft zu tragen. Ob Sportverein, Schule oder Parlament: Viel zu lange schon vergiften Rechtsextreme unser gesellschaftliches Miteinander mit ihrer Hetze. Wir tun uns zusammen und schaffen gemeinsam Orte, die stabil bleiben. Ein stabiler Ort ist ein Ort, an dem Rechtsextremismus keinen Platz hat. Das heißt: Kioske legen rechte Zeitschriften nicht aus.

Schulen laden rechte Politiker*innen nicht zu Podiumsdiskussionen ein. Stattdessen kommen an diesen Orten Menschen zusammen und diskutieren konstruktiv über die Probleme vor Ort. Auch ganze Parlamente oder Verbände von demokratischen Parteien können stabil bleiben– indem sie Unvereinbarkeitsbeschlüsse verabschieden und versprechen: Sie werden niemals und in keiner Weise mit der AfD oder anderen Rechtsextremen zusammenarbeiten. Initiativen vernetzen sich und üben Druck auf die kommunalen Parlamente aus. Kommunen verabschieden Resolutionen in denen sie jede Zusammenarbeit mit Rechtsextremen ausschließen. Demokratische Parteien gewinnen Vertrauen zurück, die Zivilgesellschaft wächst zusammen.

Mehr Kommunen und Räume schließen sich an. Deutschland bleibt stabil. 14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität. Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke stellt am 10.März 2026 gemeinsam mit Eva Maria Welskopf - Deffaa (Präsidentin Deutscher Caritasverband), Verena Bentele (Präsidentin VdK) und Verena Graichen (Geschäftsführerin Politik BUND) das starke Bündnis für einen gerechten...

Der Sozialstaat ist ein zentraler Pfeiler unseres Gemeinwesens und unserer Demokratie. Von seinen vielfältigen Leistungen und Funktionen profitieren wir alle: Alte und Junge, Kranke und Gesunde, Arbeitslose und Beschäftigte, Menschen mit und Menschen ohne Beeinträchtigung. Er ist Garant für sozialen Frieden in einer Phase tiefgreifender Veränderungen und Transformationen. Er stärkt die wirtschaftliche, soziale und politische Teilhabe und sichert gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen. Er ist selbst Produktivkraft, bildet die Grundlagen für eine solidarische Gesellschaft, gute Arbeit und eine produktive Wirtschaft. Er schafft soziale Sicherheit in unsicheren Zeiten.

Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in öffentliche Institutionen, demokratische Parteien und den Sozialstaat. Dieser Vertrauensverlust wird durch die Stimmen derer, die den Sozialstaat als reinen Kostenfaktor betrachten, verstärkt. Wer behauptet, der Sozialstaat sei nicht finanzierbar, macht Politik für Wenige gegen die Interessen Aller. In Wahrheit ist ein gut ausgebauter Sozialstaat unverzichtbar und wir können ihn uns auch in Zukunft leisten. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Die Ressourcen sind vorhanden.

Sie sind lediglich falsch verteilt. Die Finanzierung des Sozialstaates muss auf breite Schultern gestellt werden. Wer mehr hat, kann auch mehr beitragen. Dabei geht es keinesfalls um eine Verteidigung des Status-quo. Um den Sozialstaat für uns alle und auch für die kommenden Generationen zukunftsfest zu machen, muss er ausgebaut und verbessert werden. Wer will, dass Menschen die bevorstehenden wirtschaftlichen und ökologischen Umbruchprozesse aktiv mitgestalten, statt sich ihnen entgegenzustellen, der muss für mehr und nicht für weniger Sozialstaat sorgen.

Dies ist ein klarer Auftrag an die Politik: Wenn die Interessen und Bedürfnisse von immer mehr Menschen nicht vertreten werden, verlieren sie das Vertrauen in eine gute Zukunft. Die Menschen wenden sich von der Politik und den öffentlichen Institutionen ab, sie fühlen sich alleingelassen, abgehängt, nicht wertgeschätzt und nicht wahrgenommen. Es profitieren rechtsextreme Populisten und autoritäre Kräfte. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern unsere Demokratie. „Die Sozialausgaben explodieren, die Steuern sind zu hoch und der Arbeitsmarkt überreguliert“ – solche Vorwürfe hört man seit Jahren von Arbeitgeberverbänden und marktradikalen Ökonom*innen. Ihre Botschaft ist immer dieselbe: Weniger Sozialstaat bedeutet mehr wirtschaftliches Wachstum.

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