Was Sich Mit Der Bafög Reform Ändern Soll Tagesschau De
Gute Nachrichten für Studienanfänger, ansonsten wenig Neues: Das Bundeskabinett hat die BAföG-Reform auf den Weg gebracht. Der Regelsatz steigt nicht, aber wer sein Studium beginnt, soll eine Starthilfe bekommen. Eine Übersicht der Änderungen. Studienanfänger aus ärmeren Familien sollen ab Herbst vom Staat 1.000 Euro Startgeld für die Anschaffung eines Laptops, für Lehrbücher oder zur Finanzierung des Umzugs zum Studienort bekommen. Die sogenannte Studienstarthilfe ist Teil einer Bafög-Reform, die an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden soll. Die eigentlichen BAföG-Sätze werden dem Gesetzentwurf zufolge nicht erhöht.
Bei der BAföG-Rückzahlung steigt aber der Druck. Die Regelungen der geplanten Reform im Überblick: Die 1.000 Euro Studienstarthilfe sollen Studienanfänger bekommen, die unter 25 Jahre alt sind und beispielsweise Bürgergeld beziehen oder in Familien leben, die durch andere staatliche Leistungen wie den Kinderzuschlag oder Wohngeld ihr Einkommen aufbessern... Das Bundesbildungsministerium schätzt in seinem Gesetzentwurf grob, dass jährlich etwa 15.000 Studienanfänger profitieren könnten. Im vergangenen Jahr wurden an deutschen Hochschulen knapp 480.000 Erstsemester gezählt. Das BAföG soll reformiert werden.
Heute befasst sich der Bundesrat damit. Betroffene, Studierendenvertreter und Wissenschaftler sehen in dem Vorhaben gute Ansätze, haben aber auch einige Kritikpunkte. Ohne die rund 600 Euro monatlich würde es eng werden, erzählt Kai Mellein, 23. Er studiert Geschichte im achten Semester in Mainz und bezieht wie hunderttausende andere Studierende BAföG. Über die Runden komme er, weil er noch einen Nebenjob und einen älteren, bezahlbaren Mietvertrag habe. "Ohne das Bafög würde ich mit dem Minimum auskommen müssen", sagt Mellein.
Das gelte für andere Studierende trotz des BAföG. Obwohl die gezahlte Summe für ihn ausreiche, wünscht sich Mellein, dass die Förderung grundlegend überarbeitet wird. Vor allem: entbürokratisiert. "Am meisten stört mich, wie das mit den Eltern geregelt ist", so der Geschichtsstudent. Ob Einkommenssteuerbescheide oder Gehaltsabrechnungen - diese Nachweise einzubringen koste zu viel Zeit und spiegele den jeweiligen tatsächlichen Finanzbedarf nicht wider. "Das BAföG bildet nicht die Lebenssituation der einzelnen Studierenden ab", sagt Mellein.
Hinzu komme die mitunter monatelange Wartezeit, bis der Bafög-Antrag bewilligt werde. Dass beim Bafög einiges einfacher und schneller gehen soll, steht schon länger auf der politischen Agenda. Das Bundesbildungsministerium will es derzeit reformieren und spricht von "grundlegenden strukturellen Verbesserungen". Heute befasst sich der Bundesrat mit der Novelle. Kernpunkte des Plans: ein "Flexibilitätssemester", mit dem Studierende über die Regelstudienzeit hinaus gefördert werden können. Die Freibeträge für Einkommen der Studierenden und deren Eltern sollen angehoben werden.
Und: Für angehende Studierende aus ärmeren Haushalten soll es eine "Starthilfe", also einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro geben. Die regelmäßig gezahlten Beträge des BAföG sollen allerdings nicht erhöht werden. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU sind zum BAföG einige konkrete Pläne aufgelistet. Diese sollen in mehreren Schritte umgesetzt werden, der erste zum Wintersemester 2026/2027. Doch selbst das ist leider nicht mehr ganz sicher – Anfang Februar zeigte sich, dass die Koalition ziemlich uneinig über die Finanzierung ist. Dieser Artikel wird regelmäßig an die Entwicklungen angepasst, bis 2028 die letzten Änderungen erfolgt sind – oder es aus anderen Gründen schon vorher absehbar ist, das daraus nichts werden kann.
Bis zu einem ersten Gesetzesentwurf, von dem bis Anfang März 2026 uns nichts bekannt geworden ist, haben wir nur der Absatz im Koalitionsvertrag zum BAföG. In den Zeilen 2445 bis 2454 heißt es dazu: Wir wollen das BAföG in einer großen Novelle modernisieren. Die Wohnkostenpauschale erhöhen wir zum Wintersemester 2026/27 einmalig auf 440 Euro pro Monat und überprüfen diese regelmäßig. Die Freibeträge werden dynamisiert. Den Grundbedarf für Studierende passen wir in zwei Schritten (hälftig zum Wintersemester 2027/28 und 2028/29) dauerhaft an das Grundsicherungsniveau an.
Der Grundbedarf für Schülerinnen und Schüler wird in gleichem prozentualem Umfang erhöht. Die Darlehensdeckelung bleibt unverändert. Den BAföG-Bezug wollen wir weiter vereinfachen, digitalisieren und beschleunigen. Die jährlichen Folgeanträge wollen wir vereinfachen, den Antrag für die Studienstarthilfe wollen wir in den BAföG-Antrag integrieren. Die Hinzuverdienstgrenze bleibt an die Minijobgrenze gekoppelt. Den Gesetzesvollzug für das Auslands-BAföG wollen wir beschleunigen und zentral im Bundesverwaltungsamt verankern.
Im Februar 2026 stellte sich dazu noch heraus, dass es um die Finanzierung der BAföG-Pläne Differenzen in der Koalition gibt. Es ist daher zur Zeit leider nicht mehr ganz sicher, dass die im Folgenden präsentierten Pläne Wirklichkeit werden. Auch wenn noch Hoffnung besteht … Studienstarthilfe, längere Förderung, aber monatlich nicht mehr Geld: Das Kabinett billigt den Gesetzentwurf des FDP-Bildungsministeriums. Im Bundestag ist mit Widerstand zu rechnen. Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Eine "grundlegende" Reform des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) hatten SPD, FDP und Grüne im Koalitionsvertrag angekündigt: Deutlich mehr Schüler und Studierende sollen während ihrer Ausbildung deutlich besser finanziell gefördert werden. Nachdem zum Herbst 2022 Bedarfssätze, Freibeträge und Altersgrenze gestiegen waren, soll nun ein zweiter Schritt folgen. An diesem Mittwoch hat das Kabinett einen Gesetzentwurf von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) abgesegnet, der den jungen Menschen mehr Unterstützung verspricht. Was können sie vom Staat erwarten? Studierende müssen oft monatelang warten, bis ihr Bafög-Antrag genehmigt wird. Und dann sind die Sätze auch noch zu gering.
Kann die Politik das System noch reformieren? Berlin · Das Bundeskabinett hat eine Bafög-Reform auf den Weg gebracht. Geplant ist ab Wintersemester 2024/25 eine Starthilfe von 1000 Euro für Ärmere. Was ändert sich außerdem für Studierende? Ein Antrag für Bafög: Künftig sollen mehr Studierende Anspruch haben. Wie hoch ist das Bafög pro Person derzeit insgesamt?
Haben künftig mehr Menschen Anspruch auf Bafög? Was passiert, wenn die Regelstudienzeit überschritten wird? Bereits im Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP war vereinbart, das BAföG neu auszurichten. Es sollte eine deutliche Erhöhung der Freibeträge geben, die Altersgrenzen stark angehoben und angesichts steigender Wohnkosten auch die Bedarfssätze höher werden. Anfang April hat das Bundeskabinett nun die Bafög-Reform auf den Weg gebracht. Für den bildungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ein erster notwendiger Schritt: „Wir öffnen das BAföG so stark wie noch nie“, erklärt Oliver Kaczmarek.
Danach sollen mehr Menschen als bisher eine Förderung erhalten. Was genau ist geplant: Die Elternfreibeträge werden um 20 Prozent erhöht. Damit erhalten mehr Menschen einen Förderanspruch. Für Kaczmarek ist dies in einer Zeit, in der auch für Studierende der Alltag teurer wird, das richtige Zeichen: „Wir unterstützen diejenigen mit dem BAföG, die wenig Geld besitzen“. Für BAföG-Empfänger*innen werden die Bedarfssätze und der Zuschlag für Kinderbetreuung um fünf Prozent angehoben.
Der Wohnzuschlag für BAföG-Empfänger*innen, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt auf 360 Euro. Der Förderhöchstbetrag steigt auf 931 Euro. Die Altersgrenze wird auf 45 Jahre zu Beginn des zu fördernden Ausbildungsabschnitts angehoben. Mit der Verkündung des 29. BAföG-Änderungsgesetzes am 24. Juli 2024 im Bundesgesetzblatt ändert sich einiges für BAföG-Empfängerinnen und –Empfänger.
Informationen zu den wichtigsten Änderungen finden Sie hier. Mehr Flexibilität, mehr Geld, mehr Berechtigte und eine Studienstarthilfe für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien Mit dem 29. BAföG-Änderungsgesetz haben sich die Leistungen des BAföG verbessert. Die Abkürzung BAföG steht für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, das Studierende, Schülerinnen und Schüler finanziell unterstützt. Seit mehr als 50 Jahren sorgt das BAföG für Chancengerechtigkeit, denn in Deutschland sollen nicht die finanziellen Möglichkeiten im Elternhaus darüber entscheiden, ob jemand ein Studium oder eine schulische Ausbildung beginnt, sondern Talent und...
Studierende, Schülerinnen und Schüler profitieren zu Schuljahresbeginn beziehungsweise zum Wintersemester 2024/2025 von den Leistungsverbesserungen. Dazu zählen: Mehr Flexibilität, mehr Geld, mehr Berechtigte und eine Studienstarthilfe für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien! Elterneinkommen zu hoch? Trotzdem BAföG-Antrag stellen! Wenn das Elterneinkommen oder das eigene Einkommen und Vermögen die Freibeträge überschreiten, ist noch nicht Schluss. In vielen Fällen bleibt noch ein reduzierter Förderbetrag übrig.
Es lohnt sich also auch in solchen Fällen, einen BAföG-Antrag zu stellen! Schülerinnen und Schüler erhalten einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Und für Studierende ist die Hälfte der BAföG-Förderung geschenkt! In der Liste der häufig gestellten Fragen finden Studierende bzw. Schülerinnen und Schüler Antworten zu den aktuellen Änderungen und allgemein rund um das BAföG. KommentareDruckenTeilen(function(a,b){if(a.navigator.canShare){var c=b.querySelector(".idjs-webshareAction"),d=JSON.parse(a.ippen.b64DecodeUnicode(" eyJ0aXRsZSI6IkJBZsO2Ry1SZWZvcm06IFdhcyBkaWUgbmV1ZSBLb2FsaXRpb24gZsO8ciBTdHVkaWVyZW5kZSBwbGFudCIsInRleHQiOiJEaWUgbmV1ZSBLb2FsaXRpb24gYXVzIENEVSwgQ1NVIHVuZCBTUEQgcGxhbnQgZWluZSB1bWZhc3NlbmRlIEJBZsO2Ry3DhG5kZXJ1bmcuIFN0dWRpZXJlbmRlIGvDtm5uZW4gc2ljaCBhdWYgaMO2aGVyZSBmaW5hbnppZWxsZSBVbnRlcnN0w7x0enVuZyBmcmV1ZW4uIiwidXJsIjoiaHR0cHM6Ly93d3cud2EuZGUvdmVyYnJhdWNoZXIvYmFmb2VnLXJlZm9ybS13YXMtZGllLW5ldWUta29hbGl0aW9uLWZ1ZXItc3R1ZGllcmVuZGUtcGxhbnQtenItOTM2ODAwMjMuaHRtbD91dG1fc291cmNlPV9zaGFyZWQmdXRtX21lZGl1bT13ZXN0JnV0bV9jYW1wYWlnbj1pbnRlcmFjdGlvbmJhciJ9"));c&&a.navigator.canShare(d)&&(c.style.display="",c.addEventListener("click",b=>{b.preventDefault(),a.setTimeout(function(){a.navigator.share(d)},0)}))}})(window,document);
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Das Gelte Für Andere Studierende Trotz Des BAföG. Obwohl Die
Das gelte für andere Studierende trotz des BAföG. Obwohl die gezahlte Summe für ihn ausreiche, wünscht sich Mellein, dass die Förderung grundlegend überarbeitet wird. Vor allem: entbürokratisiert. "Am meisten stört mich, wie das mit den Eltern geregelt ist", so der Geschichtsstudent. Ob Einkommenssteuerbescheide oder Gehaltsabrechnungen - diese Nachweise einzubringen koste zu viel Zeit und spiegel...
Hinzu Komme Die Mitunter Monatelange Wartezeit, Bis Der Bafög-Antrag Bewilligt
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